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Veröffentlicht am 27­.02.2026

27.2.2026 - KNA

Reformbewegung begrüßt Beschlüsse der Bischöfe

Wir sind Kirche begrüÿt die Demokratie-Beschlüsse der Bischöfe, fordert aber mehr Tempo bei Reformen. Sie müssten
konkrete Mitverantwortung ermöglichen.

München/Würzburg (KNA) Die Reformbewegung Wir sind Kirche begrüÿt die Beschlüsse der Deutschen Bischofskonferenz zu Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Angesichts der anstehenden Wahlen seien diese von besonderer Bedeutung, erklärte die Gruppierung am Mittwoch. Trotz sinkender Mitgliederzahlen und rückläuger Kirchensteuereinnahmen müsse kirchliches Leben weiterhin ächendeckend möglich bleiben.

Unabhängig davon seien die deutschen Bischöfe gefordert, kurzfristig konkrete Reformen umzusetzen. Ohne diese werde die Vision einer synodalen Kirche nicht glaubwürdig bleiben, hieÿ es mit Verweis auf das Abschlussdokument der Weltsynode. Hinsichtlich der Umsetzung gebe es in allen Diözesen noch viel zu tun. Der Reformprozess Synodaler Weg in Deutschland habe laut Wir sind Kirche wichtige Vorarbeiten geleistet, etwa bei Laienpredigt, Tauferlaubnis und Eheassistenz, die auch in den weltkirchklichen Reformprozess Weltsynode eingeossen seien.

Zudem habe die Bewegung den Vatikan aufgefordert, der Satzung der künftigen Synodalkonferenz zeitnah zuzustimmen. Nach den langwierigen Verhandlungen und der Berücksichtigung aller römischen Einwände sei eine weitere Verzögerung nicht zu rechtfertigen.

Neben der Frauenfrage bleibe auch die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt eine Daueraufgabe, der sich die Bischöfe mit noch gröÿerer Konsequenz und Transparenz stellen müssten. Alle Bischöfe müssen bereit sein, sich an gemeinsam mit Laien getroene Entscheidungen zu halten, heiÿt es weiter. Synodalität dürfe kein Feigenblatt bleiben, sondern müsse reale Mitverantwortung und geteilte Entscheidungsgewalt ermöglichen.

KNA-Briefdienst

Zuletzt geändert am 27­.02.2026