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Veröffentlicht am 02­.02.2024

2.2.2024 - sueddeutsche.de

Das Kirchenvolk muss ran

Jetzt aber müssen endlich die Perspektiven Betroffener in den Mittelpunkt. Die evangelischen Kirchen müssen sich deren Erzählungen auf den Leib rücken lassen; das gilt übrigens nicht nur für die Führung, sondern auch für die Kirchenparlamente und die Kirchenbasis.

Dass dies nicht leicht wird, ist klar. Denn schließlich rühren die Ergebnisse an die Grundfesten evangelischen Selbstverständnisses; das sagte schon die kommissarische Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs, als sie die Studie entgegennahm.

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Der Hamburger Historiker Thomas Großbölting, der für einen Teil der Studie verantwortlich war, sieht bislang jenseits etablierter Strukturen in der evangelischen Kirche wenig Auseinandersetzung an der Basis.

Bei den Katholiken gibt es mehr Distanz

Hingegen übte in der katholischen Kirche ein Teil der sogenannten "Laien" mehr Druck auf die Bischöfe aus. Schon seit 26 (richtig wäre 28) Jahren gibt es die Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche". Später gründeten sich Reformgruppen wie Maria 2.0. Katholische Jugendverbände sind laut und selbstbewusst, und neuerdings schlägt auch das Zentralkomitee der deutschen Katholiken sehr kritische Töne den Bischöfen gegenüber an.

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https://www.sueddeutsche.de/meinung/missbrauch-evangelische-kirche-katholiken-macht-geschick-pfarrer-kommentar-1.6343017

 

Zuletzt geändert am 06­.02.2024