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Veröffentlicht am 07­.03.2026

7.3.2026 - Rheinpfalz

Leserbrief zu: „Zeit für Versöhnung“

Leserbrief zu: „Zeit für Versöhnung“ in der RHEINPFALZ vom 27. Februar 2026, Seite 2:

Ich bin mir sicher, dass der Kommentar ihres Redakteurs Simon Müller zur Wahl des neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz nur wenig Zustimmung finden wird. Dass Heiner Wilmers Vorgänger Georg Bätzing in seinem Amt gescheitert war, ist nicht richtig. Natürlich konnte er auf seinem Reformweg nicht die ganze Kirche mitnehmen; das war völlig unmöglich. Wie hätte er denn die, die unter dem Reformstau in der katholischen Kirche seit Jahrzehnten litten und die, die jede Veränderung ablehnten und ablehnen, zusammenführen können? Das war nicht möglich und hat auch niemand ernsthaft erwartet. Nein, Georg Bätzing ist nicht gescheitert. Er hat einvernehmlich mit der Mehrheit der anderen Bischöfe den Weg zu jener Reformbereitschaft geebnet, die wir heute in der katholischen Kirche deutlich wahrnehmen. Bischof Wilmer ist überhaupt kein Traditionalist, der alles anders machen will wie Bischof Bätzing, aber er braucht natürlich viel Fingerspitzengefühl, um vor allem mit den Traditionalisten im Vatikan zurecht zu kommen.

Rudolf Walter, Frankenthal

Zuletzt geändert am 07­.03.2026