25.1.2016 - Main-Post
Warum gibt es immer weniger Priester?
Dafür ist doch die Diözese zuständig, oder? Tja – und wenn sie keinen neuen Pfarrer findet? Na ganz einfach, dann lösen wir die Pfarreigemeinschaft auf und schließen sie mit einer anderen zu einer größeren zusammen. Und an der Spitze der Super-Pfarrei steht dann der Super-Pfarrer – und wundert sich, warum denn seine „Schäflein“ immer weniger werden, sie haben doch einen „Hirten“. Freilich: Die „Stallwärme“ fehlt ihnen halt. Es herrscht immer noch ein klerikales Kirchenbild vor, das nicht von der Gemeinde her, sondern von oben nach unten denkt, von der Hierarchie her. Doch warum gibt es immer weniger Priester? Das mit „Glaubenserosion“ abzutun, greift zu kurz. Es gibt genügend Männer, die bereit und befähigt wären, Gemeinden zu leiten. Verheiratete kommen aber aufgrund eines mittelalterlichen Gesetzes nicht infrage. Priesterlicher Dienst und Zölibat gehören nicht notwendigerweise zusammen. Und Frauen? Frauen können ganze Staaten leiten, doch die Leitung einer Gemeinde traut man ihnen nicht zu.
Magnus Lux, 97453 Schonungen
Zuletzt geändert am 27.01.2016