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Veröffentlicht am 13­.09.2014

Gesprächsprozess der Bischöfe (2)

„Den Gesprächen und Ankündigungen müssen endlich konkrete Taten folgen!“

Wir sind Kirche zum 4. Jahrestreffen des bischöflichen Gesprächsprozesses in Magdeburg

Pressemitteilung Magdeburg / München, 13. September 2014

Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche begrüßt, dass die deutschen Bischöfe ein Mehrheitsvotum für einen neuen Umgang mit nach Scheidung Wiederverheirateten bei der Familien-Synode 2014/2015 in Rom vorgelegen wollen.

Diese Ankündigung darf aber nicht vage bleiben, denn diesbezügliche Regelungen sind ein wesentlicher Lackmus-Test für den Erfolg des deutschen Gesprächsprozesses wie auch für die weltweite Familien-Synode in Rom.
Nur eine baldige, überzeugende und am Menschen orientierte Reform wird dazu beitragen können, die seit Langem bestehende eklatante Kluft zwischen der tradierten kirchlichen Lehre und der Lebenswirklichkeit der gläubigen Katholikinnen und Katholiken in der Sexualmoral zu überbrücken.

Die Ankündigung von Kardinal Reinhard Marx war zu Beginn des 4. Jahrestreffens des bischöflichen Gesprächsprozesses in Magdeburg erfolgt. Genau eineinhalb Jahre nach der Wahl von Papst Franziskus (13. März 2013) scheint der „wind of change“ jetzt auch in Deutschland angekommen zu sein.

Die Ungeduld und Aufbruchstimmung im Kirchenvolk war auch bei diesem Jahrestreffen wieder sehr deutlich spürbar.
Doch immer noch zu wenige Bischöfe scheinen bereit zu sein, zukunftgerichtete Reformen anzupacken oder gar eine neue Gemeinsame Synode der deutschen Kirche wie die Würzburger Synode (1971-75) nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) ins Auge zu fassen.

Theologisch und pastoral ist es nicht vertretbar, dass ein großer Teil der Gläubigen wegen einer zweiten, zivilen Ehe von den Sakramenten ausgeschlossen ist. Sakramente gehören zum kirchlichen Lebensvollzug und dürfen nicht als Disziplinierungsmaßnahme missbraucht werden. Für die etwa 150.000 kirchlichen Angestellten sowie 500.000 Beschäftigten der Caritas bedeutet das gegenwärtige kirchliche Arbeitsrecht in vielen Fällen auch eine existenzielle Bedrohung.

Mit einem Offenen Brief an alle Teilnehmenden (www.wir-sind-kirche.de/index.php?id=125&id_entry=5475) hatte die KirchenVolksBewegung vor Beginn des Gesprächsforums in Magdeburg grundlegende Reformen der Verkündigung eingefordert; auch die überlieferte Lehre muss sich wieder mehr am Evangelium orientieren. Vor allem die gegenwärtigen hierarchischen Strukturen der römisch-katholischen Kirche hindern immer mehr Menschen daran, sich überhaupt auf den christlichen Glauben einzulassen.

Nach den vielfältigen Kirchenkrisen der vergangenen Jahre werden Glaubwürdigkeit und Vertrauen nur wiederhergestellt werden können, wenn der von den Bischöfen initiierte und nach wie vor kontrollierte Gesprächsprozess konkrete Ergebnisse bringt und den guten Ankündigungen auch gute Taten folgen.

Die Internationale Bewegung Wir sind Kirche (IMWAC) wird bei der weltweiten Familien-Synode „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung“ vom 5. bis 19. Oktober 2014 sowie im Herbst 2015 in Rom präsent sein: www.wir-sind-kirche.de/?id=666

Pressekontakt Wir sind Kirche-Bundesteam:
Christian Weisner, Tel: 0172-5184082, presse@wir-sind-kirche.de
Magnus Lux, Tel: 0176-41266392, Famlux@t-online.de

> Wir sind Kirche zum Gesprächsprozess der Bischofskonferenz

Zuletzt geändert am 13­.09.2014

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