| |
Veröffentlicht am 28­.02.2018

Fünf Jahre Papst Franziskus (13. März 2018)

> Zum Brief von Alt-Papst Benedikt an Papst Franziskus

Nett von Euch, meine Brüder! Aber gebt's doch bitte gleich weiter an die Armen draußen auf dem Petersplatz...! © Gerhard Mester

 

Selbstverständlich ist der Heilige Vater unfehlbar!
Aber doch nicht die Kardiäle, die ihn gewählt haben...!!
© Gerhard Mester

 

Mit Jorge Mario Bergoglio wurde vor fünf Jahren, am 13. März 2013, erstmals ein Kardinal zum Papst gewählt, der das Zweite Vatikanische Konzil zwar nicht miterlebt hat, aber von dem Kontinent kommt, auf dem die Visionen dieses Reformkonzils am konsequentesten umgesetzt wurden.

„Den Reformkurs von Papst Franziskus fortsetzen und intensivieren!“
> Wir sind Kirche-Pressemitteilung vom 5.3.2018 

Five Years of Pope Francis: Hope has been Raised, Dramatic Action Awaited
> Joint press release We Are Church International (WAC-I) & The European Network Church on the Move (EN) March 8, 2018

Wir sind Kirche-Bundesteam: Die Kirche auf den Reformkurs des Konzils zurückführen
> Link

Mit Franziskus zurück zum Konzilskurs
> „Kirche In“ (Kolumne „Unzensiert“) März 2018
    
Christian Weisner:  „Wendezeit für die römische Kirche“
in: Journal der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie, ET-Studies 1/2018, Seite 3-26    
> ET-Studies 1/2018     > Artikel beim Verlag bestellen     > Sonderdruck anfordern
 
Kürzere Fassungen dieses Aufsatzes:
Franziskanische Wende. Zurück auf den Reformkurs des Konzils
> HerderKorrespondenz 3/2018   (der Artikel kann auch bei Wir sind Kirche angefordert werden: presse@wir-sind-kirche.de)
Interim results: Pope Francis revitalizes Vatican II reforms
> National Catholic Reporter 13.3.2018
Fünf Jahre Papst Franziskus: Weiter auf Reformkurs bleiben!
> "Kirche In" April 2018 Seite 22/23    > als PDF mit Karikaturen
Fünf Jahre Papst Franziskus: Weiter auf Reformkurs bleiben!
> Imprimatur 2/2018

neu
Zum Brief von Alt-Papst Benedikt an Papst Franziskus

Wilhelm Triebold:  Nochmal die Wahrheit geschrubbt.
Artikel und Kommentar zum Hintergrund des Briefes von Alt-Papst Benedikt an Papst Franziskus
> Schwäbisches Tagblatt 21.3.2018 (PDF 2 Seiten)   
mit freundlicher Genehmigung des Schwäbischen Tagblatts

 

Presse-Echo
 

Zum 5.Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus am 13. März 2018 enthält die HerderKorrespondenz in ihrem März-Heft vier Artikel, darunter auch zum ersten Mal einen direkt von Wir sind Kirche.

Volker Resing: Leitartikel: Der Papst des Imperativs   
> Herderkorrespondenz 3/2018
Christian Geyer: Unverzüglich, sofort  
> Herderkorrespondenz 3/2018  
Gespräch mit Annette Schavan: „Wer bewahren will, muss erneuern“  
> Herderkorrespondenz 3/2018
Christian Weisner: Franziskanische Wende. Zurück auf den Reformkurs des Konzils
> HerderKorrespondenz 3/2018   (der Artikel kann auch bei Wir sind Kirche angefordert werden: presse@wir-sind-kirche.de) Redaktionsumfrage der HerderKorrespondenz: "5 Jahre Papst Franziskus"
> zum Umfrage

Fünf Jahre Papst: "Franziskus hat sehr viel angestoßen"
>
Deutschlandradio Kultur 13.3.2018
 
 
Interview "Fenster geöffnet"
> Südwestpresse 12.3.2018
 

Kardinal Marx: „Wichtige Wegweisungen für Zukunft der Kirche“
> Gottesdienst 18.3.2018 zum Jahrestag der Wahl des Heiligen Vaters

Fünf Jahre Papst Franziskus Aus den Zeitschriften
> Die Tagespost 21.3.2018

Andreas R. Batlogg: Fünf Jahre Papst Franziskus: Er hat das Gesicht der Kirche verändert!
> jesuiten.org 5.3.2018

Joachim Frank: Papst für die Welt
> Frankfurter Rundschau 13.3.2018

Joan Chittister: Francis invites change, but we are the change
> National Catholic Reporter 10.3.2018

 

Einige weitere Berichte und Stellungnahmen

Umfangreiche Zusammenstellung auf der Seite "Pro Pope Francis"
> www.pro-pope-francis.com/site/presse

Gudrun Sailer: Fünf Jahre Papst Franziskus – Zwischenbilanz eines starken Pontifikats
> www.vaticannews.va    60-minütige CD gegen Spende bestellbar bei: cd@vaticannews.de

Norbert Reck: Worauf warten wir noch? Ein Zwischenruf zum fünften Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus am 13. März 2013
> Feinschwarz.net 28.2.2018

Fünf Jahre Franziskus. Die Entzauberung des „coolen Papstes“
> Focus 26.2.2018

Study: Politically conservative Catholics less content with Francis’s papacy
> Catholic Herald 7.3.2018

Umfrage (ZDF): Papst Franziskus hat Ansehen der Kirche verbessert
> Kirche+Leben 8.3.2018

Margit Eckholt: Der Papa-pastor. Lateinamerikanische Prägungen eines fünfjährigen Pontifikats
> Stimmen der Zeit, Heft 3, März 2018

Sein langer Marsch durch die Institution
> DIE ZEIT 9.3.2018

Der Hochverräter
> DIE ZEIT 9.3.2018

Mensch Franziskus! Der unberechenbare Papst
13.3.2018 ZDF 20.15 Uhr

 

 

Papst Franzisyphos © Gerhard Mester

Wir sind Kirche: Die Kirche auf den Reformkurs des Konzils zurückführen

Solidarität und das Bewusstsein, dass große Probleme nur gemeinsam gelöst werden können, scheinen in der heutigen Zeit mehr und mehr zu schwinden. Ist es da nicht eine zentrale Aufgabe gerade auch der Religionen und unserer Kirchen, gegen diese Entwicklungen anzugehen? Den Menschen Hoffnung auch für das Diesseits zu schenken und die Ängste vor der Zukunft zu nehmen?

„Trauer und Angst, Freude und Hoffnung“, mit diesen Begriffen hat das Zweite Vatikanische Konzil schon vor mehr als 50 Jahren dafür klare Worte gefunden und grundlegende Reformimpulse für eine Kirche in der Welt gelegt. Doch während des überlangen Doppelpontifikats von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. waren diese Aufbrüche nur zögerlich umgesetzt, lehramtlich relativiert und in vielem sogar massiv behindert und bekämpft worden.

„Nur wenn die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils weitergeführt werden, ist die Kirche zu retten!“, sagte Hans Küng, der selber Konzilsberater war und in diesem März seinen 90. Geburtstag feiert, im Herbst 2012 in der Frankfurter Paulskirche auf der Konziliaren Versammlung, die Wir sind Kirche mitveranstaltete.

Mit Papst Franziskus ist nun vor genau fünf Jahren, am 13. März 2013, erstmals ein Kardinal gewählt worden, der zwar das Konzil in Rom nicht miterlebt hat, der aber von dem Kontinent kommt, auf dem die Visionen dieses Reformkonzils am konsequentesten umgesetzt worden sind. Mit ihm besteht die Chance, die durch das Konzil eingeleitete epochale kirchliche Wende auch zu vollziehen.

Franziskus bringt die in Lateinamerika weiterentwickelte, in oftmals leidvoller Praxis gereifte Theologie des Konzils in den Vatikan zurück. In vielem knüpft er dabei an die innerkirchlichen Reformprojekte und gesellschaftspolitischen Positionen von Paul VI. und an den Katakombenpakt der Bischöfe von 1965 an. Der Anspruch, dass die Kirche eine Kirche für die Armen sein muss und die Notwendigkeit von Reformen der Kirchenstruktur sind die Wegweiser seines Pontifikats. Kirchenreform und Gesellschaftsreform, Ökumenismus ad intra und ad extra gehören zusammen.

Die beiden Familiensynoden und zahllose andere durch Papst Franziskus initiierte Maßnahmen fügen sich zu einem dynamischen, an den Grundlinien des Konzils ausgerichteten Transformationsprozess zusammen, der hoffentlich unumkehrbar wird. Angesichts der vielen Bremser in der kirchlichen Leitung hat Franziskus bisher jedoch ganz bewusst noch keine dogmatischen Änderungen zum Beispiel in der Frauenfrage oder in der Sexuallehre vorgenommen. Aber er hat in vielen Bereichen Debatten eröffnet, die jetzt von den Bischöfen und der wissenschaftlichen Theologie fortgeführt werden müssen.

Die Unterstützung und Sympathie des Kirchenvolkes hat Papst Franziskus von Anfang an in großem Maße. Er ist ein Hoffnungsträger. Andererseits ist aber auch vor zu viel Papst-Euphorie zu warnen: Franziskus’ Vorbild und sein „spiritueller Leitungsstil“ alleine werden nicht ausreichen, die verkrusteten Strukturen wirklich aufzubrechen. Absolutistische Systeme lassen sich nicht durch kontinuierliche Reformen auflösen; dramatische Korrekturen und Brüche werden unvermeidlich sein. Deshalb wird auch weiterhin eine kritische Begleitung der Kirchenleitung durch Reformgruppen unabdingbar sein – inspiriert von der jesuanischen Erinnerung und den Fragen der Gegenwart.

Die entscheidende Frage für die Zukunft der Religionen insgesamt wird sein, was sie zur Lösung der immensen weltweiten sozialen und wirtschaftlichen Probleme beitragen können. Und bei allem geht es um die Frage, ob sie untereinander zu einer friedlichen Koexistenz finden. Zu hoffen bleibt, dass es jetzt gelingt, die römisch-katholische Kirche auf den Reformkurs des Konzils zurückzuführen und die notwendigen Prozesse einzuleiten, damit unsere Kirche eine neue und positivere Rolle in der sich rasch verändernden globalen Gemeinschaft der Menschheit finden kann.

Wir sind Kirche-Bundesteam

 

 

> mehr zu Papst Franziskus, Bischof von Rom bei Wir sind Kirche

Zuletzt geändert am 28­.06.2018