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Pilger-Rad-Tour Lüneburg – Neumünster 2019

Die 15. ökumenische Pilger-Rad-Tour führte vom 24.8. bis zum 1.9.2019 unter dem Motto "Ihr seid das Salz der Erde" von Lüneburg entlang der "Alten Salzstraße", mit einem Abstecher an die Ostsee und auf dem "Mönchsweg" durch die Holsteinische Schweiz nach Neumünster.


1. Tag - Sonntag 25.8.  Lüneburg - Mölln                                              

 Morgenimpuls im Kloster Lüne bei Lüneburg  

Fahrt auf der "Alten Salzstraße" entlang des Elbe-Seitenkanals

 

Schiffshebewerk Scharnebeck

Mittagsimpuls an der Marienkirche in Büchen

2. Tag - Montag 26.8.  Mölln - Schaalsee - Ratzeburg


Morgenimpuls bei / mit Till Eulenspiegel (Text siehe unten)

Felssteinkirche St. Johannis in Sterley

Mittags- und Badepause am Schaalsee in Seedorf

Besichtigung Ratzeburger Dom

Abendstimmung am Ratzeburger See

3. Tag - Dienstag 27.8.  Besichtigung Ratzeburg und mit dem Rad am Ratzeburger See


Morgenimpuls vor dem Ratzeburger Dom

Petrikirche

Ernst Barlach Haus

Answeruskreuz - Pilgerstätte des Erzbistum Hamburg

4. Tag - Mittwoch 28.8.  Ratzeburg - Lübeck

Morgenimpuls auf der Schlosswiese am Ratzeburger See
 

Elbe - Lübeck - Kanal

Mittagsimpuls in der St. Johannis Kirche in Krummesse

Ankunft in Lübeck

5. Tag - Donnerstag 29.8.  Besichtigungen in Lübeck


 

Lübecker Gängeviertel

Heilig-Geist-Hospital

Rathaus

Lübecker Dom

Lübecker Marzipan - echt lecker !!

6. Tag - Freitag 30.8.  Lübeck - Ostsee - Eutin


Morgenimpuls am Lübecker Stadtgraben

Mittags- und Badepause am Ostssestrand

Mittagsimpuls in der Strandkirche Scharbeutz

Lockerungsübungen auf dem Mönchsweg

Unser Quartier am Kellersee (Eutin)

7. Tag - Samstag 31.8.  Eutin - Neumünster

Morgenimpuls am Kellersee

Nicolaikirche Plön

"ecce homo" - Ausstelungsprojekt von Stepahn Guber

Abschlussgottesdienst .....

... und Mittagsessen in Ascheberg

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EULENSPIEGELS MORGENIMPULS – NEHMEN IST SELIG

Mölln, beim Eulenspiegelbrunnen, Montag, 26. August 2019


Ihr seid das Salz der Erde! Heißt es verheißungsvoll (bei Mt 5,12) für die christliche Reisegruppe. So lasst euch sagen von einem, der es wissen muss: Humor ist das Salz des Lebens. HUMOR. Humor ist es, der die schweren Dinge leicht macht. Humor ist es, der trotzdem lacht. Humor weckt jene, die im Schlaf sind. Humor schreckt Bürger, die zu brav sind. Humor stellt die Dinge auf den Kopf. Auch eisern fest gehaltene Grundsätze gehören dazu.

So lasset uns also beginnen mit einer ersten Übung, die Ordnung umzustürzen, die uns hindert frei zu denken: Singen wir zum Morgen das schöne Abendlied: Der Mond ist aufgegangen, Strophen 1 bis 3, gerade 3! Wo es heißt „So sind wohl manche Sachen, die wir getrost verlachen, weil unsre Augen sie nicht sehen.“ Gleich sieht die Welt ganz anders aus…

So, meine lieben strukturgeplagten Christen, höret ihr nun meine Worte, die mir für euch eingefallen sind. Ihr habt gehört – und wie oft hat man es euch ins Ohr gepredigt: Geben sei seliger als nehmen! Und ihr habt das vielleicht bis heute geglaubt. Ich aber sage euch, ganz ehrlich, und besonders jenen, die das bis auf den heutigen Tag leidenschaftlich befolgen, auf ihre eigenen Kosten: NEHMEN IST SELIG. NEHMEN MACHT SELIGER ALS IHR DENKT!

Sehet nur, die Gnade! Was täte Gott mit all seiner Gnade, wenn wir sie nicht NEHMEN würden!? Unser NEHMEN macht sein Geben erst sinnvoll. Seid darum so klug und NEHMT!

Beispiele belegen es zuhauf. Was könnten wir diesem Morgen schon dazu geben – nehmen wir ihn wie er eben ist. Was gewinnt ihr, wenn ihr grübelt und euch sorgt um verlorene Dinge, ausgeklügelte Routen, kleine Schrammen – NEHMT hin, was ihr nicht ändern könnt! Dein Fahrrad bleibt bei Hermes im Depot hängen – NIMM es hin (bis sich der Laden öffnet). Dein Rucksack mit Wertsachen und Fahrkarten blieb im Zug – erfreue dich der neuen Leichtigkeit!

NEHMT, was man euch schenkt, ein Essen, ein Getränk, eine Freundlichkeit! Wenn man euch Hostien hinhält, fragt nicht danach, ob sie katholisch, evangelisch oder freikirchlich sind – NEHMT UND ESST, und schaut lieber, ob es euch überhaupt schmeckt.

Wenn sie euch Ämter verweigern – NEHMT sie euch! Wenn sie euch Ämter anbieten – im Team, in der Arbeit, in der Kirche – NEHMT sie – JA NICHT AN! NEHMT EUCH HERAUS, NEIN ZU SAGEN, wenn Geschenke nur Almosen sind, wenn man euch abspeist, wenn sie euch damit die Würde NEHMEN. Dann gebt lieber – gebt ihnen einen Korb!

NIMM DIR DIE FREIHEIT, SELBST ZU ENTSCHEIDEN, WANN DU GIBST, WANN DU NIMMST! NEHMEN IST SELIG! Das gibt euch Eulenspiegel mit auf den Weg, in den heutigen Tag hinein, der Nacht sein könnte, in die Nacht hinein, die Tag sein könnte.

So NEHMT euch zusammen und singt mit mir. Fasst Mut zum NEHMEN der Dinge und fasst Vertrauen in die Leichtigkeit. Wie wollt ihr sonst begreifen, „wie das Leben sein kann für einen, der wirklich tut, was er will, und nichts glaubt und keinem gehorcht“ (D. Kehlmann, Tyll S.20)!? NEHMT nicht alles ernst, was man euch sagt, und sagt nicht alles nach, was gar nicht ernst gemeint ist. Ernst könnte auch Christian, Gottfried oder Eugen heißen…

So NEHMT euch die Freiheit heraus, gerade hier beim Eulenspiegelbrunnen in Mölln, mutig über das Salz nachzudenken, das im Humor liegt. Humor ist das Salz der Erde. Humor ist das Salz auf Erden, damit auch wir genießbar werden…

Und wenn euch einer eine Suppe hinstellt, eine versalzene, denkt daran, wie verliebt der Koch gewesen sein mag. Und ihr habt sogleich keinen Ärger mehr, sondern die FREUDE, an einer fremden Verliebtheit teil zu NEHMEN.

Singen wir also eulenspiegellaunig verkehrt zum Tag: Abendsti-hi-lle!

Einen eulenspiegeligen Tag wünsche ich euch!

© Günther M. Doliwa (www.doliwa-online.de)

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Ein etwas anderer Reisebericht:

EULENSPIEGELS RANDNOTIZEN

Motto: Salz der Erde Mt 5,12 : Motto zum Ökumenischen Tag der Schöpfung 2019, (zu feiern zwischen 1.9.- 4.10.)

Salz der Erde - Film von Wim Wenders über den brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado, der den Friedenspreis des Dt. Buchhandels erhält, am 20.10.2019

Kurzfassung:

Gott lieb, Gott lob! Es ist vollbracht!
Euch allen eine gute Nacht!

Langversion:

Ich hatte mir fest vorgenommen,
diesmal nicht damit zu kommen,
unsere Radtour zu verdichten
mit so Reimen. Nein, mitnichten!
Nun hab ich plötzlich wieder Verse,
schlichte, schlanke, kaum perverse.
Nun steh ich hier, ich armer Tor
und trag schon wieder Reime vor.

Dass wir das noch erleben dürfen:
Im hohen Alter SALZ zu schürfen.
Fades Salz ist unbrauchbar,
wird verworfen und zertreten.
Gutes Salz wirkt wunderbar,
ist willkommen und erbeten.
Bestes Salz besticht mit Würze,
würzt die Worte, glänzt mit Kürze.
Salz macht genießbar, gibt Geschmack,
ist kein Selbstzweck. Jeder Sack
war ein ganzes Haus einst wert.
Ein Häuflein kostete ein Pferd.
So nutze jedes seine Gaben,
damit andre davon was haben.

Ankunft: Lüneburg, 24. 08.2019

Von Thomas super vorbereitet,
was gewiss niemand bestreitet,
traf sich die ganze Radlerblase
auf der uralten SALZ-Straße.

Ich nehme meinen Mund nicht voll:
Das Rad ist auch ein Hochsymbol.
Das Jahr - es dreht sich wie ein Rad,
was gar viele Folgen hat.
Oben sitzt du wie ein König,
dreht es sich, nützt dir das wenig.
Es wirft dich und es bringt dir Schaden,
Unheil kann sich schwer entladen.
Ab stürzt du, verlierst die Krone,
ob du auch flehst und rufst: Verschone
uns als Pilger, o so brave.
Es wirft dich ab, das Rad, zur Strafe,
dass du blind dem Glück vertrautest,
und nicht auf den Wandel schautest.

Kleine Ewigkeiten später
kommst du voll unter die Räder.
Ob als Unrecht zwar empfunden,
plötzlich landest du ganz unten.
All deine schönsten Vorhaben
landen mit in dem Drecksgraben.

Überstehen ist angesagt,
egal was deine Seele plagt.
Sei’s der Verlust deiner Papiere,
der dich verfolgt bis ins Quartiere;
sei’s das Nicht-Abwickeln der Praxis,
das schert kaum wen in der Galaxis.
Dann sackt die Angst um deine Chose
dir unabweislich in die Hose.
Sei’s eine Radtour ohne Rad,
weil es sich verloren hat.
Es trifft ins Zentrum des Gedärmes.
Ich sage nur ein Reizwort – Hermes.
Unterm Rad ist nicht gut liegen,
da kann Mensch die Krise kriegen.

Zum Glück dreht sich Fortuna weiter,
Unglückstage werden heiter.
Aufwärts geht es, wenn du strampelst
und die Zeit nicht nur verhampelst.
Das Glücksrad, es verleiht dir Schwung
und du fühlst dich jetzt blutjung.
Vielleicht tust du jedoch nur so.
Du gehst jetzt volles Risiko.
Und das Rad, es rollt und rollt,
Salz glänzt auf deiner Haut wie Gold…
So ist Zeit für jeden Plan.
Fang nur nicht zu viele an.

Wie’s das Schicksal für mich wollte,
schlug es wieder eine Volte.
Karolas Leihrad lieh mir Flügel.
Ich nutzte prompt seinen Steigbügel.
Hermes, hau ab mit deinem Stuss!
Ich vertraue – PEGASUS.

Tag 1: Lüneburg – Mölln

Uli vorne, Helma hinten.
So büßt jeder seine Sünden.
Wobei es „Sünden“ gar nicht gibt,
da Gott ja stets die Letzten liebt.
Letzte werden Erste sein.
Das sehn die Ersten gar nicht ein.
Uli saust mit „Affenzahne“ (265 km in ca. 20 Stunden),
hinter ihm fuchtelt die Fahne.

„Wir sind Kirche“ steht darauf.
Die geht bergab, selten bergauf…
Kirche mit Straf- und Drohgebärden
ist ganz unnütz hier auf Erden.
Wo Mensch drauf steht, ist Freiheit drin,
sonst macht es weder Spaß noch Sinn.

Zwischen Vorder- und Rückfahne
schlängelt unsere Karawane.
Manche Manöver irritieren,
lieber nicht zu imitieren.
Hinten sammeln sich die Lahmen.
Ich verpfeife keine Namen.
Wenn eine Staubböe sie erwischt
Trällert Helma: Macht mir nüscht!

Tag 2: Mölln – Ratzeburg

Ich gebe euch Brief und Siegel:
Ich steh auf Till Eulenspiegel.
Er tanzt für uns auf dem Seil
kühn und toll… einfach geil!
Sein Schalk, seine Witzeleien,
lassen Leichtsinn wohl gedeihen.
Dinge andersrum zu drehen,
früh den Mond aufgehen sehen;
Dinge wecken, die im Schlaf sind;
Bürger schrecken, die zu brav sind.
Humor ist das SALZ auf Erden,
auf dass wir genießbar werden.
Und wir lernen uns bequemen
alles kinderleicht zu NEHMEN.

Was ein Schiffshebewerk kann,
regt die Fantasie gleich an.
Könnte man nicht das Kirchen-Schiff
auch auf neue Stufen heben?
Mensch, das hätte doch mal Pfiff.
„Wir sind Kirche“ würde – schweben.
Doch der Niveauwechsel, der klemmt,
weil vieles sich dagegen stemmt.
Denn höchst störrische Glaubenswächter
verstehen sich als Wahrheitspächter.

Erwins Sturz wird nicht geschildert.
Der Schmerz wird mit Schnaps gemildert.

Tag 3: Ratzeburg

Was ist Glück? Ein Himbeerkuchen!
Morgens keine Zähne suchen!
Wovon Werner erzählen kann,
wie sehr einen das quälen kann.
Seine habn sich, eh er erwacht,
im Brotsack ans Frühstück gemacht.

Was ist Glück? Dein Fahrrad flicken.
Ins Schicksal muss Sigrid sich schicken.
Ein Impuls mit Lied am Morgen,
das vertreibt die üblen Sorgen.
So ein „Anti-Sorgen-Impuls“
treibt gleich höher Herz & Puls.

Was ist Glück? Froh aufzuwachen,
sich singend auf den Weg zu machen.
Gut gefrühstückt los zu radeln.
Ohrwurmsingen. Gute Wadeln.
Vogelfrei wie die Vaganten,
die einst keine Rechte kannten.

Über Ratzeburgs Dom zu staunen,
sich etwas ins Ohr zu raunen.
Barlach such‘ nicht bei Lebenden.
Er machte Menschen zu – Schwebenden.

Zeichnerische Geistes-Witze
schenkt Paul Weber, einfach Spitze:
Igel tanzt auf totem Hasen.
Ins Massengrab Verführte rasen,
nachdem das Rückgrat ist entfernt.
Wer bei wem das Schachspiel lernt.
Einer mit Nagel am Kopf
heißt „Schlag ins Leere!“ - Armer Tropf!

Radzfatz war Ratzeburg vorbei
und der WEG nach Lübeck frei.
Ich verrate nicht zu viel,
Lübeck kam mir vor – wie Kiel.

Ein Fremder stürzte in den Graben,
bevor ihn auffressen die Raben,
zückt Doc Uli sein Skalpell.
Da erholt der Mann sich schnell.
Doc Werner droht mit Kastration.
Da läuft der Mann davon auch schon.
Nicht jeder Unfall endet bitter,
hat man solche edle Samariter.

Am Kanalufer, wo die Jugend
fröhlich feiert, jenseits Tugend,

rappt es: Ich will einen Porsche,
meiner ist schon ziemlich morsche.
Einer johlt: Ich will ein Mädchen.
Heißt es nicht schon: Jugend, forsche!?
Jugendliche gehen aufs Volle:
„Für ein Leben außer Kontrolle“.

Tag 4 + 5: Lübeck

Irgendwie durch Wald und Wiesen
wurde uns der Weg gewiesen.
Uli las den Plan verkehrt:
Erst 2040 wird geteert.
Wenn wir uns im Wald verirrten,
Alternativen ihn umschwirrten.
Die Aussagen, bald viel kleinlauter,
verzweifelt in sein Navi schaut er.
Demokratur will da sich regen,
geht’s um die Richtung auf den Wegen.

Viel versprochen, mehr gehalten,
doch die Gruppe war gespalten,
in jene, die sattsam zufrieden,
und jene, die den Dank vermieden.
Besserwisser gibt’s zuhauf.
Auch das gehört zum Tour-Verlauf.

Dort zu Lübeck auf den Brücken
erregte Merkur (= Hermes) mein Entzücken.
Mit dem hat‘ ich ein Rendezvous,
reckt mir den blanken Podex (Hintern) zu.
Aus der Mitte des Gedärmes
trifft dich Merkur oder Hermes.

SPQL am Holstentor-Eck:
Schlechte Politik Quält (nicht nur) Lübeck
„Eintracht im Haus, vorm Tore Frieden“-
Von Dänen lebt man abgeschieden.
Mehr Schein als Sein künden Fassaden,
das gilt auch für den Kirchen-Laden.

Wie sind die so im hohen Norden,
wo sie freitags pünktlich (im Krimi) morden?
Wie sagte schon Pater Leppich:
Di sin gor nich so fischköppig!
Bring mal Budder bei die Fische!
Was man auftischt, das genieße.

Günter Grass und Thomas Mann,
Buddenbrocks und Marzipan –
Lübeck is ne schöne Stadt,
wo man was zu kiecken hat.

Tag 6: Lübeck – Eutin

Mit Wurm im Ohr und wie beflügelt
wird heiter auf und ab gehügelt.
Thomas befand im Plan ganz schön,
dass Südlichter mal die Ostsee sehn.

Verkehrsanfängerunterweisung,
gemischt aus Schimpf & kaum Lobpreisung,
wenn Regeln werden ausgehebelt,
so dass Dirk im Wald uns anfeldwebelt:
Gruppen bilden. Abstand lassen.
Niemals bei den Händen fassen.

Etliche sind arg schwerhörig,
kritikimmun, vielleicht langöhrig.
Heut lässt sich niemand bevormunden.
Jeder will Bin-schon-groß bekunden.
Nicht jeder nahm sich recht zusammen.
Ich nenn ausdrücklich keine Namen.

Adelheid, die Vogelwilde
fährt wie eine wilde Hilde;
bremst, schert aus, pest immer schneller,
als wär sie kurz vor Compostella.
„Hot n wild“ gibt sich der Klaus,

leicht verpeilt rast er voraus.
Das war sonst Helma vorbehalten,
die muss die Schlusslaterne halten.
Wie zum Beleg der Chaostheorie
klappte die Formation fast nie…

Die Fahrt-Gespräche machten Laune.
Radlerin höre, Radler, staune:
Über Blütenexplosionen
Über Pflanzen, die sich lohnen
Über Kunst in Chorkonzerten
Über Wegabschnittsgefährten
Über die Kulturbanausen
Über Gottes Sendepausen

Über Knie- und Zahnprobleme
Über Krisenphänomene
Über Brexit-Tricksereien
Über Eulenspiegeleien
Über Fernreiseerfahrungen
Über Es Pe De-Paarungen

Über Hitz- und Hetz-Dummköpfe
Über klerikale Zöpfe
Über all den Scheiß der Jünger
Hoffen wir er taugt als Dünger
Über Gagittas Krokodilkind
Über Sonne Regen Wind

Über Käffer die verschlafen
Über Menschen die wir trafen
Über Täschchen die verloren
Über Orgeln auf Emporen
Stell dir vor dein Geld ist weg
Hat das Suchen einen Zweck

Über Gerüchte übertreibend
Über Missbrauch - Tendenz schweigend
Über schwangere Bürgerhäuser
Selten über die Kartäuser
Über den Hauptzweck von Salz
Gott erhalt es jedenfalls

Wie Vorurteile anspringen
Über das womit wir ringen
Über Buchbinders Konditionen
Und Marzipan-Kreationen
Übers Buttermilch-gern-trinken
Über straffes Rechts-ran-winken

Über Äpfel sauer oder mehlig
Was uns glücklich macht & selig
Über der Elbe Pegelstand
Ja und so weiter allerhand
Vieles hat uns sehr erheitert
und den Horizont erweitert.

Tag 7: Eutin – Neumünster

Ein Glockenspiel, Glockengebimmel.
Ein Lob Malentes Schinkenhimmel.
Geräuchert in der Reetdachkate.
Pst! Hier isst man Schinken auf Oblate!
Womit wir schon beim Feiern wären,
wo wir uns auf Gott einschwören.

Auf freier Wiese wird geteilt,
was uns an Leib und Seele heilt.

Gott lieb, Gott lob, Gott labt uns alle,
so tönt es durch der Lieder Halle-
luja. Schweig und höre!
Kein Ego den Frieden störe.

Gott lieb, Gott lob, es ist vollendet.
Viel Schweiß wurde aufgewendet.
Das Rad gehört zum Lebenslauf.
Thomas, hör noch lang nicht auf!
Allen allerherzlichst Dank!
Und das gilt jetzt durch die Bank.

Hat Hermes auch gestutzte Flügel.
Es grüßt und dankt
                                 

Till Eulenspiegel

Neumünster, 31.08.2019
© Günther M. Doliwa

www.doliwa-online.de

 

 

 

 

 

 

Zuletzt geändert am 11­.09.2019