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Pilger-Rad-Tour Donaueschingen - Ingolstadt 2018

Die 14. Pilger-Rad-Tour der KirchenVolksBewegung „7 Tage mit dem Rad durch Gottes Schöpfung“ führte von Donaueschingen nach Ingolstadt. Das Motto diesmal: „7 Tage mit dem Rad durch Gottes Schöpfung“.

1. Tag - Samstag 1.9. - Donaueschingen - Mühlheim
Morgenimpuls an der Donauquelle
Mittagspause und Mittagsimpuls an der Donauversickerung bei Immendingen

Morgenimpuls an der Donauquelle

2. Tag - Sonntag 2.9.- Mühlheim - Sigmaringen
Morgenimpuls an der Gallunskirche auf dem Friedhof von Mühlheim
Mittagspause und Mittagsimpuls hinter Kloster Beuron

Morgenimpuls an der Gallunskirche auf dem Friedhof von Mühlheim

Mittagspause hinter Kloster Beuron

3. Tag - Montag 3.9.- Sigmaringen - Obermarchtal
Morgenimpuls in Prinzengarten am Schloß Sigmaringen
Mittagspause und Mittagsimpuls in Binzwangen

Mittagspause und Mittagsimpuls in Binzwangen

4. Tag - Dienstag 4.9.- Obermarchtal - Ulm
Morgenimpuls in Kloster Obermarchtal
Mittagspause und Mittagsimpuls in Ehingen

Morgenimpuls in Kloster Obermarchtal

5. Tag - Mittwoch 5.9.- Ulm - Dillingen
Morgenimpuls in der Petruskirche Ulm mit Dekan Jürgen Pommer
Mittagspause und Mittagsimpuls in Günzburg

6. Tag - Donnerstag 6.9.- Dillingen - Donauwörth
Morgenimpuls an der Donau
Mittagspause und Mittagsimpuls an der Donaubrücke hinter Gremheim

Mittagspause und Mittagsimpuls an der Donaubrücke hinter Gremheim

7. Tag - Freitag 7.9.- Donauwörth - Ingolstadt
Morgenimpuls am Münster Unserer Lieben Frau in Donauwörth
Mittagspause und Gottesdienst in Neuburg a.d.Donau

Ankunft in Neuburg a.d.Donau

 

Ein etwas anderer Reisebericht

VOM URSPRUNG

13. Pilger-Radtour von Donaueschingen bis Ingolstadt, 01.- 08.09.2018
Von Günther M. Doliwa

Motto (nach dem Tüftler Werner):
Ein klaffender Schuh gehört geleimt;
Eine Pilger-Radtour gehört gereimt.

1
Unklar ist, wo sie entspringt,
doch an ihrem Quelltopf singt
eine Pilgerschar von Christen -
als ob sie den Ur-Sprung wüssten.
Schau, wie sich’s Kirchenvolk bewegt,
von Selbsterregung ganz bewegt!
Mit dem Rad, ohne Erschöpfung,
strampeln sie durch Gottes Schöpfung;
sieben segensreiche Tage,
engagiert, ganz ohne Frage.


Ohne LICHT wär’s gar nicht möglich;
ohne WASSER unerträglich;
ohne ERDE wär‘ nur Kluft
und wir hingen in der Luft.
Irgendwo zwischen Sigmaringen oder Donaueschingen,
Mühlheim, Leipheim, Elchingen, Gundelfingen , Lauingen,
Günzburg oder Dillingen hörte man die Pilger singen.
Während Neuburg und Ingolstadt noch auf uns zu warten hat.
Ohne TIERE wär‘ es öde; ohne MENSCHEN allzu blöde.
Morgen erst ist RUHE-Tag nach 60 Kilometer Plag.

2
Bei „Impulsen“ jeden Morgen
warfen wir auf Gott die Sorgen.
Damit es hält, doppelt gemoppelt,
wurd‘ mittags der Impuls verdoppelt.
Tagsüber mit Windes Sausen
bis zu willkommenen Po-Pausen,
oder zu „Doping-Kontrollen“
ließen wir die Räder rollen.

„Das Rad der Zeit rollt, rollt, rollt,
glänzt oft wie Gold, Gold, Gold, Gold.
So ist Zeit für jeden Plan unterm Himmel.“

(Melodie: Turn Turn Turn/Pete Seeger)
Munter ging es rauf und runter.
Felder, Wälder wurden bunter.
Thomas verschafft uns Quartiere,
die wir erreichten – gegen Viere.
„Pferd“ in den Stall. Alles komplett?
Viele plumpsten gleich ins Bett.

3
Unser Uli Bartelmann zeigt uns allen, was er kann.
Er, sonst orientierungslos, führt dank Navi uns famos.
Mit Chirurgenpräzision ortet er die Position.
Strapaziert frisch unsre Lungen,
sucht immer nach Abkürzungen.
Individuum und Disziplin
reimt sich nicht. Macht aber Sinn.
Auch Chaos ist kreativ. Adelheid sucht ein Motiv.
Solche, die nicht mehr mitkamen,
klaubten Gert und Rudolf zusammen.
Thomas ist der „BIN-SCHON-DA!“ Halleluja und Hurra!
Sein Haarschnitt ist so schicki-micki,
wie der Igel Mecki tricky.

Dietgard liebt’s zu kommandieren,
zwei im Haufen salutieren.
Alles aus Fürsorglichkeit.
Manche haben dies halt leid.
In Gruppe B gab’s überwiegend Offiziere,
auf diesem Schiff nur wenig Passagiere.
Die Steuerleute wirkten teils chaotisch,
manche meinen, eher symbiotisch.
Ein Wunder fast, dass dieses „Kirchenschiff“
nicht strandete an einem bösen Riff.
Erwin dagegen meint als Korrektiv:
Es lief immer harmonisch-kooperativ.
Obst sammelnd und höchst christlich teilend,
in Cafés unterwegs verweilend.

Er, der das Lob der Torheit rühmte,
fand, dass Kritik sich nicht geziemte
Ich schlug mich rum mit Penetranzen,
mit Doro ging ich syrisch tanzen.
Nun lassen wir das Ungefähre:
Wir hatten wahrlich eine schöne Atmosphäre.
Habe die Ehre!
Dafür danken wir einander gegenseitig sehr,
während die blaue Donau weiter und weiter strömt
zum Schwarzen Meer.

4
Kaum sind wir da, sind wir schon – Weg.
Wir machen Fotos als Beleg.
Viel wurde unterwegs geplaudert,
an Kreuzungen fatal gezaudert.
Gewitzelt wurde, kaum gekuschelt,
und Hans-Moser-like genuschelt.
Helma berlinert was zusammen,
fährt ohne Helm, trägt ihn ja schon im Namen.
Werner kämpft mit Rades Tücken,
fährt nicht nur abstrakte Lücken.
Späßle g‘ macht und Spätzle gessen.
„Pferd“ gesattelt, aufgesessen.
Manches Essen lag im Magen,
nur mit Obstler zu ertragen.
Schwupps, da war „die Pfütze“ weg!
Wo ein Willi, da ein Weg! (Spruch geht auch mit Uli statt Willi)
Mit Weisheiten von Rabbinern,
Gottes ausgefuchsten Dienern,
unterhielt mit köstlichen Geschichten
Theo. Darauf war nicht zu verzichten.

5
Schöpfung ist kein Haus in Ruhe-Position:
Sie ist die permanente ® Evolution.

Sein – Leben - als Triumpf: der Geist,
der Gott als seinen Schöpfer preist.
Statt unfehlbare Lehr (Leer-) Bauten zu zimmern,
muss Rom sich öffnen, um nichts zu verschlimmern.
Besser als Christen zu exkommunizieren
wären da Kommunizieren und Musizieren.
Und weil sich alles wandeln muss,
bleiben wir am oder im (Donau-) Fluss.

6
Der HIMMEL tat die Schleusen auf
er stoppte nicht der Räder Lauf.
Unterwegs ging keiner flöten.

Beten und treten, treten und beten.
Bergauf E-Bikes triumphieren,
vor allem Austria tat brillieren.
Längst tritt Kirche über Grenzen.
Wir ließen hier Österreicher glänzen.
Aus Bad Bleiberg und Absam angereist.

Mit Klampfe uns der Gert ein -“heizt“. (nomen est omen)
Dank E-Bikes oder Kondition, erklommen war der Gipfel schon.
Der Sonne jagten wir entgegen. Ein Bade-See kam stets gelegen.
Ein Adams-Engel uns begleitet
vorsorglich, und niemand bestreitet:
THOMAS heißt er, und nicht Klaus!
Ihm einen EXTRA FETTEN APPLAUS!
Daneben wirkte noch ein weiterer
Eva-ähnlich, durchaus heiterer
Engel: SIGRID mit Namen.
Sie trug gut Text und Lied zusammen.

7
Unser Strom, unser „roter“ Faden,
an dessen Ufer wir geladen,
lädt uns ein, Fließen zu preisen.
Er kann den Weg auch WsK weisen:
Unaufhaltsam, mächtig, leise
nimmt er uns mit auf die Reise.
Er dringt durch, droht auch Versinken,
lässt Mensch und Tier und Welt satttrinken.
Ihm gebührt auf einer Bank
ein ausführlich stiller Dank.
André Heller sprach den Reim,
den nehmt als Losung auch mit heim

„Der Fluss fließt, das ist sein Geschäft.
Ich schwöre - ich habe nie mit der Meute gekläfft.“

Wie sagte Martha:
Setzt er sich an den Computer? Ja, das tut er!
Herzlichen Dank euch Pilger*innen allen,
mir hat es wirklich „sau-gut“ gefallen.

www.doliwa-online.de

© Günther M. Doliwa

 

Zuletzt geändert am 25­.10.2018