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Veröffentlicht am 05­.09.2014

Bischof Bonny zur Familie-Synode

„Auch die deutschen Bischöfe sollten verantwortungsvoll und mutig konkrete Vorschläge für die Familiensynode in Rom formulieren!“

Pressemitteilung München, 5. September 2014

Wir sind Kirche zu den Erwartungen von Bischof Bonny an die Bischofssynode über die Familie

Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche begrüßt die vom Antwerpener Bischof Dr. Johan Jozef Bonny formulierten Gedanken zur Familien-Synode in Rom. Die deutschen Bischöfe sollten Bischof Bonny unterstützen, indem sie jetzt in ähnlicher Weise verantwortungsvoll und mutig konkrete Reformvorschläge zu der in einem Monat beginnenden außerordentlichen Versammlung in Rom formulieren.

Nur durch einen breiten und sachlich unterbauten Dialog wird es möglich sein, die seit der 1968 von Papst Paul VI. verfassten Enzyklika „Humanae vitae“ eklatante Kluft zwischen der vorgetragenen kirchlichen Lehre und der Lebenswirklichkeit der Menschen im 21. Jahrhundert wieder zu überbrücken – ein Thema, mit dem sich auch die etwa 300 Delegierten des 4. Jahrestreffens des „Gesprächsprozesses“ der deutschen Bischöfe in der kommenden Woche in Magdeburg beschäftigen werden.

Der breite Konsultationsprozess zur Vorbereitung der Familien-Synode, den Papst Franziskus eingeleitet hat, ist weltweit als Zeichen einer neuen Dialogkultur in der Kirche begrüßt worden. Dazu gehörte – trotz mancher formaler Mängel - auch die Einbeziehung der Kirchenbasis durch die Vatikan-Umfrage Ende 2013, die „ungefilterte Informationen“ (so der für die Synode zuständige Kurienkardinal Lorenzo Baldisseri) lieferte. Die von der Deutschen Bischofskonferenz nach Rom gesandte Zusammenfassung machte deutlich, dass die kirchliche Lehre weder in Inhalt noch in Form verständlich ist und deswegen nicht gelebt wird. Die große Kluft zwischen der kirchlichen Lehre und den Vorstellungen der Gläubigen – vor allem im Umgang mit nach Scheidung Wiederverheirateten, homosexuellen Paaren und in der Sexualmoral insgesamt – ist unübersehbar.

Zu Recht hat Bischof Bonny in seinem 26-seitigen Papier die Kollegialität des päpstlichen Lehramtes mit den Bischöfen (die vor allem die Päpste Paul VI. und Johannes Paul II. aufgegeben haben) angemahnt und hofft für die Synode auf die vom Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) gewollte und praktizierte Dialogkultur. Bonny hebt die große Bedeutung der Gewissensentscheidung jedes Individuums hervor, die in den päpstlichen Lehrschreiben der letzten Jahrzehnte fast keine Rolle mehr spielte. Und er verweist auf die breite Tradition der katholischen Lehre über Ehe und Familie im Lauf der Geschichte.

Die deutsche KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche wie auch die Internationale Bewegung Wir sind Kirche (IMWAC) verfolgen und begleiten die Bischofssynode zur Familienpastoral von Anfang an mit großer Aufmerksamkeit und werden auch in der Zeit der Außerordentlichen Versammlung vom 5. bis 19. Oktober 2014 in Rom präsent sein.

Pressekontakt Wir sind Kirche-Bundesteam:
Christian Weisner, Tel: 0172-5184082, presse@wir-sind-kirche.de
Magnus Lux, Tel: 0176-41266392, Famlux@t-online.de





Bischof Johan Bonny (Antwerpen): Die Bischofssynode über die Familie Erwartungen eines Diözesanbischofs (PDF 26 Seiten)
www.kerknet.be/admin/gotourl.php?folder=/bisdomantwerpen&linkID=31237
Webseite des Bistums Antwerpen mit Text in mehreren Sprachen:
www.kerknet.be/vicariaatvbm/nieuws_detail.php?ID=349&nieuwsID=125328

Wir sind Kirche zur Familien-Synode
www.wir-sind-kirche.de/index.php?id=125&id_entry=5378

Zuletzt geändert am 06­.09.2014

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