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Veröffentlicht am 02­.05.2006

EUROPÄISCHES NETZWERK KIRCHE IM AUFBRUCH

Die Kirchenbasis meldet sich zu Wort

THE EUROPEAN NETWORK CHURCH ON THE MOVE
EUROPÄISCHES NETZWERK KIRCHE IM AUFBRUCH
RESEAU EUROPEEN EGLISE ET LIBERTE
REDE EUROPEA IGLESIA POR LA LIBERTAD
REDE EUROPEIA IGREJA EM LIBERDADE
______________________________________________________________________________ PRESSEMITTEILUNG 2. Mai 2006

Die Kirchenbasis meldet sich zu Wort

Der sich verändernde Status von Frauen und Männern in Kirche und Gesellschaft als Herausforderung für die drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam war das zentrale Thema der Jahreskonferenz des Europäischen Netzwerks „Kirche im Aufbruch“ (EN) vom 28. April bis 1. Mai 2006 in Wiesbaden-Naurod.

Da der derzeitige interreligiöse Dialog allzu häufig auf die Repräsentanten der Hierarchie beschränkt ist und Kirchenbasis und Initiativen zu wenig zu Wort kommen lässt, plant das Europäische Netzwerk ein Symposium „Sozialer Zusammenhalt in einem multi-kulturellen Europa. Einfluss und Rolle der Religionen und Denkströmungen“, das im Jahr 2007 im Rahmen des Europarats veranstaltet wird. Außerdem nimmt das Europäische Netzwerk am europäischen Sozialforum vom 4. bis 7. Mai 2006 in Athen teil, wo es ein Seminar über die „Gemeinsame Sozialethik für die Zukunft Europas“ durchführen wird. Das Europäische Netzwerk wird auch im Weltforum für Theologie und Befreiung im Januar 2007 in Nairobi vertreten sein.

Das Europäische Netzwerk hofft, dass Papst Benedikt XVI. auf seinen demnächst anstehenden Reisen nach Polen, Spanien und Deutschland seine Einstellung in Richtung einer alle Gläubigen einschließenden Gemeinschaft verändern möge, die die bestehende Kluft zwischen den oft als minderwertig angesehenen Laien – insbesondere Frauen – und dem als höherwertig eingestuften – männlichen – Klerus überwindet. In Polen ist diese neue Sicht der Dinge besonders notwendig, weil die institutionalisierte Kirche dort z.Z. versucht, die Menschen- und Bürgerrechte einzuschränken.

Das Europäische Netzwerk hat einen katholischen polnischen Priester als Mitglied aufgenommen, dies jedoch unter strikter Anonymität, da er Repressalien fürchtet. Fünfzehn Mitgliedsgruppen des Europäischen Netzwerks haben ihre Solidarität mit der Polin Alicja Tyziac ausgedrückt, der eine Abtreibung aus Gesundheitsgründen abgelehnt wurde und die danach erblindet ist. Sie hat deshalb am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Klage gegen ihre Regierung eingereicht.

Die Jahreskonferenz 2007 des Europäischen Netzwerks wird vom 3. bis 7. Mai 2007 in Portugal stattfinden.

Hintergrund:
Das 1990 gegründete Europäische Netzwerk „Kirche im Aufbruch” (EN) besteht derzeit aus mehr als 30 Basisgruppen, die sich für Reformen in der katholischen Kirche einsetzen. Das EN hat Mitglieder in den 13 europäischen Ländern Österreich, Belgien, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Irland, Italien, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweiz und Vereinigtes Königreich sowie assoziierte Mitglieder in den USA.
In Deutschland gehören das ökumenische Netzwerk „Initiative Kirche von unten“, die katholische KirchenVolksBewegung „Wir sind Kirche” und die „Initiative Christenrechte“ dem Europäischen Netzwerk „Kirche im Aufbruch” an.

Sekretariat des Europäischen Netzwerks „Kirche im Aufbruch”:

François Becker
52 rue de Verneuil, F-75007 PARIS, France
Tel/Fax: +33- 1- 42 86 13 87
Email: f.becker (at) noos.fr

Simon Bryden-Brook
14 West Halkin Street, GB – LONDON SW1X 8JS, UK
Tel.: +44-20-7235 2841 / Fax: +44-20-7823 2110
Email: brydenbrook (at)talk21.com

Zuletzt geändert am 12­.05.2006

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