Absage des Vatikans zu Laien-Predigten
„Kirchenrechtlich starr und realitätsfern“
Wir sind Kirche zur Absage des Vatikans von Laien-Predigten in Eucharistiefeiern
Pressemitteilung, München, Bonn, Rom, 23. Juni 2026
Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche kritisiert die heute bekanntgewordene Absage des Vatikans, in Ausnahmefällen auch Laien zur Auslegung der biblischen Schriften in der Eucharistiefeier zuzulassen, als völlig realitätsferne Prinzipienentscheidung.
Die sture Anwendung der kirchenrechtlichen Bestimmung im can. 767 § 1 des CIC, wonach die Homilie (d.h. Predigt in einer Eucharistiefeier) als integraler Bestandteil der Liturgie einem Priester oder Diakon vorbehalten ist, mag deren sakramentales Identitätsgefühl stärken, läuft jedoch dem missionarischen Auftrag der Gemeinden völlig zuwider, den alle Getauften zu erfüllen haben.
Allein schon angesichts der dramatischen Überalterung der immer weniger werdenden Priester in Deutschland und des minimalen Nachwuchses (im Jahr 2025 nur 25 Priesterweihen in den 27 deutschen Diözesen) würde die strikte Anwendung dieser Regel zu einem weiteren Verschleiß der noch vorhandenen Kleriker und zu einem Ausbluten von Pfarreien und Gemeinden führen.
Deshalb ruft Wir sind Kirche dazu auf, der jeweiligen Situation angepasste kreative Wege zu finden, Gottes Wort und Hoffnungsbotschaft zu den Menschen zu bringen, damit christlicher Glaube und kirchliches Leben in unserem Land nicht noch weiter verdunsten.
Pressekontakt Wir sind Kirche-Bundesteam:
Sigrid Grabmeier, Tel: +49 170 86 26 290, E-Mail: grabmeier@wir-sind-kirche.de
Christian Weisner, Tel: +49 172 518 40 82, E-Mail: presse@wir-sind-kirche.de
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Zuletzt geändert am 23.06.2026

