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Veröffentlicht am 15­.05.2024

Vorbereitung der Weltsynode 2024

„Lackmus-Test für echte Synodalität auf allen Ebenen“

Wir sind Kirche zu den Rückmeldungen der deutschen Bischöfe zur Weltsynode 2024

Pressemitteilung München, Bonn, Rom, 15. Mai 2024

Die Reformbewegung Wir sind Kirche ist höchst gespannt auf die Ergebnisse, die der Vorbereitungsprozess für die Versammlung der Weltsynode im Oktober 2024 in den 27 deutschen Diözesen und auch weltweit erbracht hat. Wir sind Kirche ruft erneut dazu auf, die Zeit bis zur Weltsynode im Oktober 2024 intensiv zu nutzen. Die Dynamik und Aufbruchsstimmung der Weltsynode im Oktober 2023 darf nicht verloren gehen.

Das vom Generalsekretariat der Synode in Rom am 11. Dezember 2023 veröffentlichte fünfseitige Papier „Bis Oktober 2024“ enthält sehr präzise Angaben, wie die Weiterarbeit an der Leitfrage „Wie können wir eine synodale Kirche in der Sendung sein?“ vor allem auf der Ebene der Ortskirchen, das heißt in den Bistümern zu erfolgen hat. Die nationalen Bischofskonferenzen, in Deutschland die Deutsche Bischofskonferenz (DBK), sollten die zusammengefassten Ergebnisse bis zum 15. Mai 2024 an das Generalsekretariat der Synode in Rom übermitteln.

Werden auch Beiträge anderer Organisationen und Reformgruppen berücksichtigt?

Auch die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche Deutschland und z.B. die Gemeindeinitiative und die Initiative „Synodal in Augsburg“ haben sich mit eigenen Umfragen und in einer Online-Veranstaltung mit der Leitfrage beschäftigt, denn das römische Dokument „Bis Oktober 2024“ spricht ausdrücklich von Konsultationen an der Basis und bei Laienvereinigungen und lädt diese zur Beteiligung ein. Wir sind Kirche International hat sich direkt an Kardinal Mario Grech gewandt, den Leiter des Synodensekretariats in Rom.

Wir sind Kirche begrüßt das sehr partizipative Vorgehen des römischen Synodenbüros und hat die Ergebnisse der eigenen Umfrage und Online-Veranstaltung termingerecht zum 31. März 2024 nicht nur an die DBK, sondern auch direkt an das Synodenbüro in Rom übersandt. Wir sind Kirche ist es wichtig, dem Synodenbüro in Rom durch die Zusendung der Originaltexte zu zeigen, dass Reformgruppen sehr bereit sind, ihren Beitrag zur synodalen Entwicklung der Kirche und zur Entwicklung von konkreten Reformschritten einzubringen. Aus Rom wurde uns jetzt der Eingang bestätigt mit dem Hinweis, es auch an unsere Bischofskonferenz zu schicken, was aber ja bereits erfolgt war.

Die von Wir sind Kirche übermittelten Rückmeldungen kamen besonders von erfahreneren Altersgruppen, denen die Zukunft der Kirche noch ein Anliegen ist, was auch deutlich macht, wie sehr die Jugend von Kirche entfremdet ist. Am häufigsten wurden Partizipation und Teilhabe genannt. Teilhabe meint zum einen die volle Gleichberechtigung von Frauen in allen Vollzügen und Aufgaben der Kirche, zum anderen die verantwortliche Mitwirkung des ganzen Gottesvolkes bei verbindlichen Entscheidungen. Nur beratende Gremien, die dann der Willkür von Klerikern gegenüber stehen, werden nicht für synodal und zukunftsträchtig gehalten.

Wie werden die synodalen Prozesse weitergehen und werden sie Ergebnisse bringen?

Es wird spannend sein, aus dem zusammenfassenden Bericht der DBK, der hoffentlich sehr bald veröffentlich wird, zu erfahren, wie partizipativ und intensiv die Konsultationen in den 27 deutschen Diözesen gestaltet wurden. Wurden darin auch die Impulse aus anderen Organisationen und aus Reformgruppen aufgegriffen? Das Generalsekretariat in Rom wird aus den weltweiten Berichten das Arbeitspapier „Instrumentum laboris“ für die Versammlung im Oktober 2024 zusammenstellen und im synodalen Austausch auch Rückmeldungen direkt an die Teilnehmenden weitergeben.

Die Auslagerung von einzelnen Fragestellungen, die sich aus der ersten Versammlung der Weltsynode im Oktober 2023 in Rom ergaben, in Studiengruppen darf keine Entmachtung der Synodalversammlung und keine Verzögerung dringend notwendiger Reformschritte bedeuten. Allerdings kann es angesichts der anstehenden grundlegenden Reformschritte vor allem in den Leitungsstrukturen und der Beendigung der Frauendiskriminierung angemessen sein, die dafür erforderlichen theologischen Grundlagen für kurze Zeit noch vertieft systematisch anzugehen. Wichtig ist aber auch, dass der Synodale Weg in Deutschland, der schon viel inhaltliche Vorarbeit geleistet hat, weiter fortgeführt werden kann.

Wir sind Kirche Deutschland und Wir sind Kirche International sowie Vertretende aus zahlreichen anderen Reformgruppen werden das Geschehen der Weltsynode im Oktober 2024 wieder direkt in Rom begleiten.

Pressekontakt:

Paul Ulbrich, Wir sind Kirche München/Gemeindeinitiative.org, Tel: +49 15788455612, E-Mail: ulbrich@wir-sind-kirch.de
Christian Weisner, Wir sind Kirche Bundesteam, Tel: +49 172 5184082, E-Mail: presse@wir-sind-kirche.de

Zuletzt geändert am 15­.05.2024