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Veröffentlicht am 19­.08.2006

Frauen in der KirchenVolksBewegung

zum Papst-Interview am 6. August 2006 in Castel Gandolfo

Pressemitteilung der Aktion Lila Stola - Frauen in der KirchenVolksBewegung

"Wir sollten uns freuen, dass das Weibliche in der Kirche ... seine kraftvolle Stelle erhält." Papst Benedikt XVI. im Interview am 6.8.06 in Castel Gandolfo


Kritische Anmerkungen

Der Fernsehzuschauer konnte einen freundlichen, lächelnden Papst erleben, der hinsichtlich der kirchlich brisanten Themen Frauen, Ökumene, Aids etc. leider nur die bekannten Standpunkte wiederholte.

Nach wie vor hält die Kirche daran fest, durch 'den Glauben und durch die Konstitution des Apostelkollegiums' nicht 'ermächtigt' zu sein, den Frauen die Priesterinnenweihe zu spenden. Das Weibliche wurde wiederum auf einen Sockel gesetllt und über das Männliche definiert (Beispiel: Schwestern der Kirchenväter). Damit kann alles beim Alten bleiben und frau ist wie immer untergeordnet.

Es klingt fast zynisch, wenn der Papst fortfährt, 'die Frauen werden sich ... ihren Platz zu verschaffen wissen.' Wie denn, wenn rechtlich bindende Entscheidungen an die Weihe gebunden und damit nur Männern vorbehalten sind? Das räumt der Papst zwar selber ein: 'Jurisdiktion, ..., ist nach dem Kirchenrecht an die Weihe gebunden', zieht aber keine Konsequenzen daraus.

"Ist es denn nicht endlich an der Zeit, dass die geweihten Männer, die ja kirchenrechtlich die Macht dazu haben, den diskriminierenden Can. 1024 des Kirchenrechtes, der Frauen wegen ihres Geschlechts von jeglicher Weihe und allen Ämtern ausschließt, verändern?" fragt Angelika Fromm, Sprecherin der Aktion Lila Stola, und führt weiter aus: "Erst dann können Frauen ihrer Begabung entsprechend sich evtl. sogar mit dem Papst zusammen den 'richtigen Platz' auch in der Kirche suchen, und die gottgewollte Partnerschaft von Mann und Frau würde sich im Amt wiederspiegeln. Wovor haben die Kirchenmänner eigentlich Angst? Sie bräuchten doch nur ihrem Vorbild Jesus Christus zu folgen. Dann endlich könnten wir 'uns freuen, dass das Weibliche in der Kirche seine kraftvolle Stelle erhält', wie es Papst Benedikt in seinem Interview beschrieben hat."

Die 'Aktion Lila Stola', Frauen in der KirchenVolksBewegung, fordert die volle Gleichberechtigung für Frauen in der röm.-kath. Kirche. Sie streitet seit 1996 dafür, die offizielle Lehre vom einseitig männlich definierten Gottes- und Frauenbild zu befreien und die neuen exegetischen, digmatischen und kirchenrechtlichen Erkenntnisse in die Lehre mit einzubeziehen.

Mehr Informationen:
Annegret Laakmann
Flaesheimer Str. 269, 45721 Haltern
Tel. 02364-5588, Fax 02364-5299
E-Mail: laakmann(at)wir-sind-kirche.de

Zuletzt geändert am 27­.11.2006

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