"Kleine Konzilsbibliothek" der KirchenVolksBewegung
kommentierte Buchtipps über das Zweite Vatikanische Konzil sowie die darauf aufbauende theologische Forschung und pastorale PraxisDie Liste enthält in der ersten Hälfte Titel, die sich mit der Entfaltung und der Rezeption der Konzilsbeschlüsse bis in die jüngere Zeit befassen und im Buchhandel erhältlich sind. Darunter findet sich ein Buch, das sich eingehend mit der Entwicklung der Liturgiereform befasst. An der Spitze steht der Klassiker der Konzilsliteratur "Kleines Konzilskompendium" von Karl Rahner und Herbert Vorgrimler in 35 ! Auflage, 2008.
Wer sich intensiver mit dem Konzil beschäftigen möchte, findet bei Pesch, Das Zweite Vatikanische Konzil, eine ausgezeichnete Darstellung.
Eine Zwischenlektüre bieten die beiden Bücher von Bettazzi, Das Zweite Vatikanum - Pfingsten unserer Zeit, und Krätzl, Im Sprung gehemmt.
Zwei Publikationen, die unmittelbar die Sitzungsperioden, Diskussionen und Beschlüsse miterleben lassen, bieten die jeweils vierteiligen Ausgaben von zwei Zeitzeugen: Benedictus Papa XVI. / Joseph Ratzinger und Xavier Rynne. Diese Ausgaben befinden sich in Bibliotheken.
Die Kurztexte unter den Buchtiteln sind Klappentexte.
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Kleines Konzilskompendium: Karl Rahner, Herbert Vorgrimler (Hrsg.)
Sämtliche Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils. Allgemeine Einleitung, 16 spezielle Einführungen. Grundlagen Theologie. 35. Auflage. Freiburg im Breisgau: Herder, 2008. – 775 S. ISBN 978-3-451-29991-9, 22,00 Euro
- Das kleine Konzilskompendium bietet alle Konstitutionen, Dekrete und Erklärungen, die unter Mitarbeit der Verfasser im Auftrag der deutschen Bischöfe übersetzt wurden. Mit einer zuverlässigen, sachlichen Kurzkommentierung, die auf umstrittene Stellen eingeht, Parallelen zieht und Zukunftsperspektiven analysiert.
Giuseppe Alberigo: Die Fenster öffnen.
Kleine Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils. Aus dem Italienischen übersetzt von Ansgar Ahlbrecht. 2. Auflage. Edition NZN bei TVZ. Zürich: Theol. Verlag, 2007. – 287 S. ISBN 978-3-290-20030-5, 17,80 Euro.
- Als unmittelbarer Zeuge des Geschehens schildert Giuseppe Alberigo, bekannt als Mitherausgeber der renommierten, mehrbändigen „Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils“, in lebendigen Farben das große Ereignis, das die katholische Kirche verändern sollte. Von der überraschenden Ankündigung durch den eben erst gewählten Johannes XXIII. bis zum Abschluss unter Paul VI. verfolgt Alberigo den Verlauf des Konzils und gibt Einblick in die spannungsvollen Diskussionen, in denen die Kirche sich endlich zur Öffnung für die moderne Welt und ihre Probleme durchringen konnte. Was jungen Katholikinnen und Katholiken heute selbstverständlich erscheinen mag, musste auf dem Konzil zum Teil erst mühsam erkämpft werden. Eine aufregende Lektüre für interessierte Laien ebenso wie ein hilfreiches Handbuch für Studierende, die einen kurzen und zugleich fundierten Zugang zur Geschichte des II. Vatikanums suchen.
Knut Wenzel: Kleine Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Mit Zeittafel, kommentierter Bibliographie und Register. Freiburg im Breisgau: Herder, 2005. – 256 S. ISBN 978-3-451-28612-4, 11,90 Euro.
- Zum 40. Jahrestag des Konzilsabschlusses: Eine kompakte Darstellung der Geschichte und Texte des II. Vatikanischen Konzils. Das Buch bietet zum einen eine allgemeine Einführung in die innere Geschichte des Konzils, sowie in seine geistes-, gesellschafts- und theologiegeschichtlichen Kontexte in der Moderne. Zum anderen werden die Dokumente des Konzils in ihrer jeweiligen Entstehungsgeschichte und ihrem Gehalt dargestellt.
Volk Gottes im Aufbruch: Manfred Belok und Ulrich Kropac (Hrsg.)
40 Jahre II. Vatikanisches Konzil. Edition NZN bei TVZ. Forum Pastoral; Band 2. Zürich: Theol. Verlag, 2005. – 240 S. ISBN 978-3-290-20024-4, 18,50 Euro.
- Der Abschluss des II. Vatikanischen Konzils vor 40 Jahren gibt Anlass, Rückschau zu halten und an dessen bleibende Aktualität zu erinnern. Die Ankündigung eines Konzils durch Johannes XXIII. wirkte wie eine „Paukenschlag“ (A. Gasser). Bald zeichnete sich eine pastorale Ausrichtung als Leitfaden ab: Das Konzil wollte die Nöte der Menschen von heute aufnehmen, die Zeichen der Zeit erkennen und auf sie antworten. Im Band kommen das neue Bild von der Kirche als Volk Gottes, die Erneuerung der Liturgie, der biblische Aufbruch, das Verhältnis von Theologie und Lehramt und die Bedeutung von „Gaudium et spes“ als unaufgebbare Selbstverpflichtung der Kirche in den Blick. Versammelt sind Vorträge, die anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums an der Paulus-Akademie Zürich, der Theologischen Hochschule Chur und der Universität Luzern gehalten wurden. Mit Beiträgen von Franz Annen, Manfred Belok, Eva-Maria Faber, Albert Gasser, Helmut Krätzl, Wolfgang Müller, Otto Hermann Pesch.
40 Jahre danach: Walter A. Euler (Hrsg.)
Das Zweite Vatikanische Konzil und seine Folgen. Trier: Paulinus, 2005. – 188 S. ISBN 978-3-7902-1315-7, 18,90 Euro.
- Kein Ereignis der jüngeren Kirchengeschichte bestimmt die katholische Theologie der Gegenwart stärker als das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65). Das vierzigjährige Konzilsjubiläum bietet eine hervorragende Gelegenheit, wesentliche theologische Aufbrüche des Konzils und deren bisherige Wirkungsgeschichte in den Blick zu nehmen. Das geschieht in dem vorliegenden Sammelband, der zentrale Fragen thematisiert.
Das unerledigte Konzil: Herder Korrespondenz Spezial. 40 Jahres Zweites Vatikanum. Freiburg im Breisgau: Herder, 2005. – 64 S. ISBN 978-3-451-02701-7, 9,90 Euro.
- Der Streit um die Reichweite und Konsequenzen dieser Weichenstellungen hat seit dem Abschluss des Konzils nie aufgehört, und er wird auch weitergehen. In den vergangenen vierzig Jahren ist auch die Welt, in der die Kirche ihren Auftrag, das Evangelium zu verkünden und den Menschen zu dienen, zu erfüllen hat, nicht stehen geblieben. Sie hat sich religiös, politisch und wirtschaftlich enorm verändert, und stellt daher auch neue Herausforderungen an die Christen und an die Kirche, die das Konzil noch nicht im Blick haben konnte.
Das Sonderheft der Herder-Korrespondenz enthält zum einen Beiträge zu den wichtigen Konzilsdokumenten, die an Entstehung und Grundaussagen dieser Texte erinnern und vierzig Jahre nach dem Ende des Konzils Bilanz darüber ziehen, was aus den Anstößen des Zweiten Vatikanums geworden ist, wo ihre bleibenden Chancen wie auch ihre Grenzen liegen. Andere Beiträge zeichnen die Wirkungsgeschichte des Konzils in den verschiedenen Regionen der Weltkirche nach. Außerdem lässt das Heft Zeitzeugen aus der Kirche, Theologie und Politik zu Wort kommen. Sie geben darüber Rechenschaft, wie sie das Konzil seinerzeit erlebt haben und was es rückblickend für sie bedeutet.
Verheutigung: Das II. Vatikanische Konzil zwischen Gestern und Morgen: Bildungswerk der Diözese Mainz (Hrsg.). Godehard Lehwark; Frank Meessen; Eberhard Türk. Mainz: Bischöfl. Ordinariat, 2005. – 75 S. ISBN 978-3-934450-21-9, 5,00 Euro.
- Das Ereignis selbst ist inzwischen bereits Geschichte. Doch hat seine Bugwelle die gesamte Kirche erfasst und in Bewegung versetzt. Dabei gehen die Einschätzungen weit auseinander. Was von den einen als überfällige Beweglichkeit begrüßt wird, erscheint den anderen als gefährliche Erschütterung. Die Öffnung zur Welt, von den einen mutig gefordert, wird von den anderen als blauäugiger Ausverkauf des Christlichen zurückgewiesen. Die Nähe zum so genannten Zeitgeist ist zur Gretchenfrage geworden. Oder anders herum: Was wollte das Konzil eigentlich? Der Kampf um die Interpretationshoheit der Konzilstexte ist in vollem Gang.
Auch die kirchliche Erwachsenenbildung ist damit gefordert. Doch hier nicht nur in gewohnter Weise als Akteur auf dem Feld geistiger Auseinandersetzung. Durch das Konzilsthema ist sie zugleich in eigenen Sache angesprochen. Denn das Konzil weist der Kirche im Verhältnis zur Welt eine Aufgabe zu, an der kirchliche Erwachsenenbildung seitdem entscheidenden Anteil hat. Es gilt also zu bedenken, dass sie sich in ihrer heutigen Form diesem Ereignis auch selbst verdankt. Als Thematik für die kirchliche Erwachsenenbildung stellt sich die Frage nach dem II. Vatikanischen Konzil in dreifacher Hinsicht: Was hat das Konzil gesagt? Welche erkennbaren Wirkungen haben sich daraus bisher ergeben? Welche Bedeutung hat das Konzil für heute?
Liturgiereform – eine bleibende Aufgabe: Klemens Richter, Thomas Sternberg (Hrsg.)
40 Jahre Konzilskonstitution über die heilige Liturgie. Münster: Aschendorff, 2004. – 144 S. ISBN 978-3-402-06553-2, 12,80 Euro.
- Die deutschen Bischöfe haben zum 40. Jahrestag des Beginns der Liturgiereform durch das Zweite Vatikanische Konzil die „Liturgische Erneuerung als bleibende Aufgabe“ bezeichnet, denn „Stillstand ist Rückschritt“. Was bedeutet dieses groß angelegte Reformwerk für den Glauben unserer Gemeinden? Was war das Ziel? Wurde es erreicht? Welche Widerstände gab und gibt es? Welche Aufgaben stellen sich heute in einer zunehmend entchristlichten Gesellschaft?
Diesen Fragen stellen sich der Bischof von Münster Reinhard Lettmann, die Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards (Bonn), Winfried Haunerland (Würzburg), Benedikt Kranemann (Erfurt), Klemens Richter (Münster), der Musikwissenschaftler Wolfgang Brettschneider (Düsseldorf) und Pfarrer Stefan Rau (Münster). Die liturgische Erneuerung als theologische und geistliche Aufgabe, Herausforderung und Perspektiven heute, die Rolle des Wortes, der Zeichen, der Musik und des liturgischen Raumes sind praxisorientierte Themen dieses Buches.
Luigi Bettazzi: Das Zweite Vatikanum – Pfingsten unserer Zeit.
Übersetzt aus dem Italienischen von Barbara Häußler. Würzburg: Echter, 2002. – 99 S. ISBN 3-429-02424-2, 9,90 Euro. – Im Buchhandel vergriffen!
- Luigi Bettazzi ist emeritierter Bischof von Ivrea bei Turin, Teilnehmer des Konzils und viele Jahre Vorsitzender von Pax Christi. Das Zweite Vatikanische Konzil steht für das Erwachsen- und Mündigwerden der römisch katholischen Kirche. Denn es ruft die Katholikinnen und Katholiken dazu auf, ihren Glauben als bewußt und verantwortlich handelnde Personen zu leben – und traut es ihren auch zu! Dies ist der Grundgedanke der Ausführungen Luigi Bettazzis, eines der letzten noch lebenden Konzilsväter.
Mit großer Leidenschaft geht er auf die vier Konstitutionen als die Dokumente ein, die die wesentlichen Botschaften des Konzils enthalten, und schließt jeweils „Denkanstöße“ im Stil persönlicher Überlegungen an, etwa über die Frage einer synodalen statt der hierarchischen Struktur der Kirche oder über das Priesteramt der Frau. Das Zweite Vatikanische Konzil, so sein Urteil, ist das Pfingstereignis unserer Zeit, eine Quelle und ein Impulsgeber für eine fortdauernde Erneuerung von Kirche und Gesellschaft. Dies gilt es immer wieder neu zu entdecken und – gegen seine Verächter – zu vertreten und umzusetzen.
Helmut Krätzl: Im Sprung gehemmt
Was mir nach dem Konzil noch alles fehlt. 4. Auflage. Innsbruck: Tyrolia, 1999. – 219 S. ISBN 3-7022-2446-2, 15,90 Euro – Im Buchhandel vergriffen!
- In den letzten zwanzig Jahren hat die Kirche viel von ihrem Glanz verloren. Von dem erwarteten Fortschritt des II. Vatikanischen Konzils kann kaum mehr die Rede sein. Im vorliegenden Buch versucht Helmut Krätzl, Weihbischof der Erzdiözese Wien, die Ursachen hierfür zu klären, „aus Sorge und nicht ohne Leidenschaft“. Er will Mut machen, sich für die notwendige Erneuerung in der Kirche einzusetzen.
Otto Hermann Pesch: Das Zweite Vatikanische Konzil.
(1962-1965). Vorgeschichte – Verlauf – Ergebnisse – Nachgeschichte. 3. Auflage. Würzburg: Echter, 1994. – 443 S. ISBN 3-429-01533-2, 48,00 DM – Im Buchhandel vergriffen!
- Otto Hermann Pesch ist Professor für Systematische Theologie / Kontroverstheologie am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg. Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat der Katholizismus eine grundlegend neue Standortbestimmung angesichts der Entwicklung der modernen Gesellschaft vorgenommen. Dieses Buch vergegenwärtigt das Zweite Vatikanum neu: die Ausgangssituation, die Auseinandersetzungen um die einzelnen Konzilstexte sowie deren Ergebnisse und schließlich auch die Auswirkungen der Konzilsbeschlüsse in der nachkonziliaren Kirche. Dabei profitiert diese Gesamtdarstellung des Zweiten Vatikanischen Konzils davon, daß in den letzten Jahren Quellentexte und Akten zugänglich geworden sind, die neues Licht auf Einzelvorgänge beim Konzil werfen.
Benediktus <Papa, XVI.> / Joseph Ratzinger: Konzil. Köln: Bachem. – Im Buchhandel vergriffen!
1. Die erste Sitzungsperiode des Zweiten Vatikanischen Konzils. Ein Rückblick. 1963. – 63 S.
2. Das Konzil auf dem Weg. Rückblick auf die zweite Sitzungsperiode des Zweiten Vatikanischen Konzils. 1964. – 81 S.
3. Ergebnisse und Probleme der dritten Konzilsperiode. 1965. – 90 S.
4. Die letzte Sitzungsperiode des Konzils. 1966. – 82 S.
- Vorwort (zum ersten Band): Die folgenden Ausführungen wurden am 18. Januar 1963 als Erlebnisbericht vom Konzil auf Einladung des Bonner Una-Sancta-Kreises der Pax-Christi-Bewegung und der Katholischen Studentengemeinde in der Aula der Universität Bonn vorgetragen. Für die Einzelinformationen stütze ich mich dabei auf die laufenden Nachrichten in der Herderkorrespondenz, ohne sie jeweils eigens anzuführen. Dankbar erinnere ich mich an die vielen Gespräche mit befreundeten Theologen während des Konzils, die meine eigenen Überlegungen befruchtet und mitgestaltet haben. In ganz besonderer Dankesschuld bin ich dem Hochwürdigsten Herrn Erzbischof von Köln, Seiner Eminenz Kardinal Frings, verbunden, der mir die Teilnahme am Konzil ermöglicht und durch seine tiefe menschliche Güte den römischen Tagen jenen Glanz verliehen hat, in dem sie seitdem in meinem Gedächtnis stehen. Bonn, den 19. März 1963. Joseph Ratzinger
Xavier Rynne. Konzil. Aus dem Amerikanischen übertragen von Helmut Lindemann. Köln u. a.: Kiepenheuer und Witsch. – Im Buchhandel vergriffen!
1. Die zweite Reformation. Die 1. Sitzungsperiode des 2. Vatikanischen Konzils. Entstehung und Verlauf. 1964. – 324 S.: Abb.
2. Briefe aus dem Vatikan. Die 2. Sitzungsperiode des 2. Vatikanischen Konzils. 29. Sept. – 4. Dez. 1963. 1964 – 431 S.
3. Die dritte Sitzungsperiode: Debatten und Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils. 14. Sept. – 21. Nov. 1964. 1965. – 510 S.
4. Die Erneuerung der Kirche. Die 4. Sitzungsperiode des 2. Vatikanischen Konzils. 14. Sept. – 8. Dez. 1965. 1967. – 432 S.
- Vorwort (zum ersten Band): Die erste Sitzungsperiode des von Papst Johannes XXIII. einberufenen Vatikanischen Konzils, die vom 11. Oktober bis 8. Dezember 1962 dauerte, hat sich als religiöses Ereignis von großer Bedeutung erwiesen. Die freundliche Aufnahme, die unsere beiden Aufsätze über das Konzil im ‚New Yorker’ gefunden haben, hat uns dazu veranlaßt, die Darstellung zu vertiefen und abzuschließen. Dieses Buch gründet sich auf Quellen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind, insbesondere auf ‚L'Osservatore Romano’, ‚La Civiltà Cattolica’, ‚Herder-Korrespondenz’, ‚La Croix’, ‚Informations Catholiques Internationales’ und ‚La Documentation Catholique’; ferner auf Berichte in andern Zeitungen und Zeitschriften in aller Welt, die sich auf Nachrichten stützen, welche die amtliche Pressestelle des Konzils oder der Spürsinn einzelner Reporter beschafft haben.
Dieses Buch ist ein Versuch in theologischem Journalismus. Unser Ziel war es, so genau und vollständig zu schreiben, wie das unter den gegebenen Umständen möglich war. Jeder gute Journalist weiß, daß bestimmte Redewendungen und entschiedene Urteile unweigerlich bei manchen Lesern zu Mißverständnissen führen. So ist es beispielsweise schwierig, Personengruppen, die mit verschiedenen Auffassungen demselben Ziel zustreben, zu charakterisieren, ohne dabei Ausdrücke zu verwenden, die üblicherweise bei politischen Erörterungen verwendet werden, also etwa die Begriffe konservativ, fortschrittlich, liberal, unabhängig, reaktionär, traditionalistisch und dergleichen mehr. Ein Theologe regte an, die Begriffe »offene Tür« und »geschlossene Tür« zu verwenden, um damit die Erörterung überhaupt dem Bereich politischer oder persönlicher Qualifikation zu entziehen. Zwar machen wir uns dieses höchst erstrebenswerte Ziel zu eigen, doch finden wir die Begriffe in der Praxis zu ungeschickt: »Kardinal X., ein >Offene-Tür-Geistlicher<, erhob sich, um Erzbischof Y., der zur >Geschlossene-Tür-Gruppe< gehört, zu widersprechen.« Wir geben den vertrauteren Begriffen einfach ihrer Zweckmäßigkeit wegen den Vorzug, doch möchten wir klarstellen, daß wir diese Begriffe nicht in tendenziöser Absicht verwenden.
Die Verfasser haben keinerlei kirchliche, theologische oder sonstige Geschäfte zu besorgen. Das Buch ist ein Versuch, dem Leser einen aufschlußreichen Bericht über die Vorgänge während Sitzungsperioden des Zweiten Vatikanischen Konzils zu geben; dabei liefern wir dem Leser soviel Hintergrundmaterial, daß er in den Stand gesetzt wird zu begreifen, worum sich alle Debatten und Erörterungen gedreht haben. Das Konzil war vor allem ein religiöses Erlebnis und ist nur als solches zu verstehen. XAVIER RYNNE
Zusammenstellung HH / CW, Mai 2009




