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Kirchentag in Köln (3)
7 Thesen „Wider die Resignation in der Ökumene“


Pressemitteilung München/Köln 3. Juni 2007

Mit sieben Thesen „Wider die Resignation in der Ökumene“ appelliert die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche drei Tage vor Beginn des 31. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Köln an die Kirchenleitungen, das bisher in der Ökumene Erreichte nicht aufs Spiel zu setzen und sich weiterhin um sichtbare und wirkkräftige Zeichen der Einheit aller christlichen Kirchen zu bemühen.

Nicht die Abgrenzung und Profilierung der einzelnen Kirchen untereinander, sondern die Profilierung des Christentums als Ganzes ist im Hinblick auf die Herausforderungen der heutigen Zeit gefragt. Nicht im Alleinvertretungsanspruch sondern nur gemeinsam können die Kirchen heute den Menschen die Hoffnungsbotschaft Jesu Christi glaubhaft und glaubwürdig verkünden. Denn: „Wir sind alle unterwegs zur Kirche Jesu Christi und seiner Botschaft!“ (Roger Schutz)

In den letzten Jahrzehnten ist in der Ökumene mehr erreicht worden als viele je für möglich gehalten haben. Doch gerade angesichts von Eiszeit, Stillstand oder gar Rückschritten in der ökumenischen Bewegung darf das Bemühen um weitere sichtbare und wirkkräftige Zeichen der Einheit aller christlichen Kirchen nicht erlahmen!

1. Nur wenn die Kirchen selber Versöhnung üben, können sie diese von anderen einfordern!
    Die unversöhnten Trennungen der christlichen Kirchen machen ihr Zeugnis vor der Welt und anderen Religionen unglaubwürdig. Angesichts der weltweiten materiellen wie geistigen Not so vieler Menschen und in einem zunehmend säkularen Europa müssen die christlichen Kirchen rasch zur versöhnten Einheit finden. Ernsthafte und ehrliche Besinnung auf die Ursprünge der christlichen Botschaft wird zur Überwindung der konfessionellen Streitpunkte führen.
2. Die gemeinsamen Ökumenischen Erklärungen dürfen nicht im Sand verlaufen!
    Die 1997 bei der Ökumenischen Versammlung in Graz auf den Weg gebrachte „Charta Oecumenica“ und die am 31. Oktober 1999 in Augsburg unterzeichnete „Gemeinsame Erklärung über die Rechtfertigungslehre“ dürfen nicht ohne Folgen bleiben und müssen mit Leben gefüllt werden. Dabei haben die Kirchen in Deutschland annähernd 500 Jahre nach der von hier ausgegangenen Reformation eine ganz besondere Aufgabe und Verpflichtung. Die jüngst erfolgte wechselseitige Anerkennung der Taufe ist ein ökumenisches Hoffnungszeichen.
3. Nicht die Zulassung getaufter Christen zum gemeinsamen Abendmahl, sondern die Verweigerung ihrer Zulassung ist begründungsbedürftig!
    Seit dem ökumenischen Pfingsttreffen 1971 gibt es im Kirchenvolk ein spürbar tiefes Verlangen auch nach Mahlgemeinschaft unter allen Christinnen und Christen. Wie die wechselseitige Anerkennung der Taufe ist auch die – bereits vielerorts gewährte und praktizierte – wechselseitige Gastfreundschaft am Tisch des Herrn Hoffnungszeichen eines ökumenischen Miteinander der Einheit trotz bestehender Verschiedenheiten. In der „Charta Oecumenica“ hat sich auch die römisch-katholische Kirche verpflichtet, dem Ziel der eucharistischen Gemeinschaft entgegenzugehen.
4. Ökumene ist nur auf Augenhöhe möglich!
    Die Erklärung „Dominus Jesus“ aus dem Jahr 2000 muss von der römisch-katholischen Kirche revidiert werden, denn sie hat den seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil überwunden geglaubten Dominanzanspruch sowohl über die anderen christlichen Kirchen als auch über die anderen Religionen erneut betont und den protestantischen Kirchen den Titel „Kirche“ abgesprochen.
5. Ämter- und Strukturfragen dürfen keine neuen Mauern zwischen den Kirchen aufrichten!
    Die Einheit der Kirchen ist ein vom Heiligen Geist geleiteter spiritueller Prozess, der nicht allein durch organisatorische Maßnahmen herbeigeführt werden kann, aber auch nicht durch kirchenrechtliche Maßnahmen und das Festhalten an der Ämterfrage behindert und verzögert werden darf. Das Kirchenvolk sollte im offenen und ehrlichen Umgang miteinander im Vertrauen auf das Wirken der göttlichen Geistkraft mit der Einübung dessen beginnen, was die Kirchenleitungen noch nicht offiziell zu leisten in der Lage sind.
6. Der Zweite Ökumenische Kirchentag 2010 in München muss auch theologische und pastorale Signalwirkung haben!
    Das gemeinsame Engagement in der Gesellschaft genügt nicht, um die konkrete Ökumene besonders mit den Kirchen der Reformation spürbar voran zu bringen. Ein wichtiges Signal und Hoffnungszeichen wäre die offizielle Zulassung zu Eucharistie und Abendmahl von Menschen, die in konfessionsverbindender Ehe leben.
7. Die Ökumene braucht nicht nur Symbole, sondern auch sichtbare Verwirklichung!
    Die Jahre 2012 (50 Jahre nach der Eröffnung des ökumenisch ausgerichteten Zweiten Vatikanischen Konzils) und 2017 (500 Jahre nach der von Deutschland ausgegangenen Reformation) sind weitere wichtige Etappen für die ökumenische Bewegung in den kommenden Jahren, die durch tatsächliche Umsetzung der kirchlichen Einheit in der Vielfalt zu gestalten sind. Die Arbeit an der gemeinsamen Bibelübersetzung muss wieder aufgenommen werden. Alle Möglichkeiten ökumenischer Zusammenarbeit sind überall und konsequent zu nutzen. Wir sollten mutig die Verschiedenheit bejahen, das vermeintlich „Fremde“ kennen lernen und das Gemeinsame feiern.
Die Ökumene ist und bleibt ein Prüfstein für die Glaubwürdigkeit des Christentums, gemäß Jesu Auftrag „damit alle eins seien“ (Joh 17,21).






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