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Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche ist empört, dass der Vatikan mit dem Bistum Limburg das letzte der 27 deutschen Bistümer gezwungen hat, aus dem gesetzlichen System der Schwangerschaftskonfliktberatung auszusteigen. Die Missachtung der Gewissensentscheidung des Limburger Bischof Dr. Franz Kamphaus und seiner pastoralen Verantwortung hat deutlich gemacht, wie unwichtig dem Vatikan ortskirchliche Gegebenheiten und Entscheidungen sind. Das Beharren auf absolutem Gehorsam auch in diesem Fall ist die Fortführung des Kurses, den Rom seit einem Jahrzehnt gegenüber allen fortschrittlichen Kräften führt. "Jetzt sind Frauen in besonderen Lebenskonflikten von der katholischen Kirche völlig allein gelassen", erklärt Annegret Laakmann für die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche und den zur KirchenVolksBewegung gehörenden Verein Frauenwürde. "Gerade die finanziell schwierige Situation der Beratungsstellen im Land Hessen steigert die Probleme für Frauen im Schwangerschaftskonflikt und macht es schwer, die Lücke nach dem Wegfall der katholischen Beratungsstellen zu schließen. Die bischöflichen und diözesanen Hilfsfonds kommen nur denjenigen Frauen zu Gute, die sich bereits für das Kind entschieden haben." Bischof Kamphaus war der letzte Bischof, der die Schwangerschafts Konfliktberatung im staatlichen System so weiterführt hat, wie sie ursprünglich alle deutschen Bistümer - mit Ausnahme des Bistums Fulda - seit 1995 praktiziert haben. Dafür und für seine klare und beeindruckende Gewissenshalten sind ihm große Anerkennung und Hochachtung des Kirchenvolkes weit über sein Bistum hinaus sicher, so Laakmann. Die Beauftragung des Papstes an Weihbischof Gerhard Pieschl, die Anordnung aus Rom im Bistum zu vollziehen, ist eine unbotmäßige und beispiellose Entmachtung von Bischof Kamphaus. Die jahrelange Auseinandersetzung um die Schwangerschaftskonfliktberatung und das wiederholte Eingreifens des Vatikans hat der katholischen Kirche in Deutschland unermesslichen Schaden zugefügt, sagte Laakmann. Der erzwungene Auszug aller kirchlichen Beratungsstellen werde von der großen Mehrheit der Katholiken und Katholikinnen außerordentlich bedauert. Der Verein Frauenwürde e.V., eine Arbeitsgruppe der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche, unterhält mittlerweile vier Beratungsstellen in Deutschland. Mit der frühzeitigen Erarbeitung eines eigenen Beratungskonzeptes hat Frauenwürde e.V. eine wichtige Schrittmacherfunktion für die Weiterführung der Schwangerschaftskonfliktberatung durch katholische Laien ausgeübt. Mehr Informationen: |
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