19.4.2005 - spiegel.de

Kritik am Konklave "Ein Zustand wie unter Ramses II. oder Ludwig XIV."

Millionen Menschen schauen nach Rom, wo der Nachfolger von Johannes Paul II. gewählt wird. Doch die Prozedur des Konklave stößt auf Kritik, die Hoffnung auf einen Reformpapst auf Skepsis. Der Theologe Drewermann stellt das Papstamt insgesamt in Frage, die Initiative "Wir sind Kirche" befürchtet einen Hardliner.
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Vorsichtiger äußerte sich der Sprecher der Initiative "Wir sind Kirche", Christian Weisner. Im Inforadio des RBB sagte er zur Papstwahl, die Kirche brauche keinen "Hardliner, sondern jemanden, der wirklich offen ist". Änderungen müssten nicht ruckweise erfolgen, aber es müsse sich zeigen, "dass wir im dritten Jahrtausend sind". Und bei der Rolle der Frau stehe ein "epochaler Schritt" bevor. Im Übrigen müsse sich die Kirche stärker den Ländern Asiens und Lateinamerikas öffnen, fügte der Sprecher der so genannten Kirchenvolksbewegung hinzu.
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