Deutschsprachiges Frauen-Netzwerk

Katholisches Frauen-Netzwerk im deutschsprachigen Raum: “Das ist der einzige Weg!” - mit Bericht

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Erstmals vernetzen sich katholische Frauen von Frauenverbänden, Initiativen, Frauenorden und kirchlichen Gremien aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. 

Die globale Initiative Voices of Faith hatte die Schlüsselpersonen vom 1. bis 3. November 2019 nach Stuttgart eingeladen.

Das Frauen-Netzwerk ist sich einig, dass angesichts der katastrophalen Kirchenkrise die dringend notwendigen Reformen jetzt in Angriff zu nehmen sind. 

In diesem Sinne schließt sich das Netzwerk den Aussagen von Doris Wagner an, dass wir Frauen dringend aufhören müssen, gewaltsame Strukturen mitzutragen. Es braucht jetzt die wirksame Beteiligung von Frauen, damit die verwundbaren und verwundeten Menschen und die tödlich bedrohte Schöpfung wieder im Mittelpunkt kirchlichen Engagements stehen. “Wir Frauen haben keine Zeit mehr zu warten. Wir stehen gemeinsam auf und setzen uns mit aller Macht dafür ein, dass die Kirche Zukunft hat - lebensfreundlich und frauengerecht. Wir rufen alle Frauen auf: Nutzt eure positive Macht zur Veränderung!“ sagte Chantal Götz, Managing Director von Voices of Faith.

An diesem ersten Treffen hat das Netzwerk Kernthemen identifiziert und Arbeitsgruppen Autorität und Vertrauen zugesprochen, diese Themen zu bearbeiten, um innerkirchliche Blockaden zu überwinden. Unter anderem sind dies: Sakramententheologie und Ämterstruktur, Kriterien und Transparenz bei Bischofsweihen und Stellenbesetzungen, symbolische Ordnung, Vulneranz und Vulnerabilität.

Das Netzwerk ist sich außerdem einig: Wir brauchen dringend ein internationales Treffen auf Weltkirchenniveau. Die Teilnehmerinnen bevollmächtigen Voices of Faith mit Unterstützung des unten genannten Netzwerks,  die Organisation in die Hand zu nehmen. Wir rufen katholische Initiativen, Verbände, Frauenorden und kirchliche Gremien auf, sich mutig für eine frauengerechte Kirche einzusetzen.

  • Angelika Fromm, "Aktion Lila Stola" der KirchenVolksBewegung Deutschland

  • Andante

  • DFG-Forschungsprojekt: Verwundbarkeiten

  • Frauenkirche Zentralschweiz

  • Frauenkommission der Diözese Linz

  • Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz

  • Franziska Driessen-Reding, Präsidentin Synodalrat Zürich

  • Hildegardis Verein

  • #JuniaInitiative

  • Katholischen Frauenbewegung Österreich

  • KDFB Bundesverband

  • kfd-Bundesverband e.V.

  • Mädchen- und Frauenarbeit, Bistum Limburg

  • Maria 2.0

  • Ordensfrauen für Menschenwürde

  • Priorin Irene Gassmann OSB, Kloster Fahr Schweiz

  • SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund

  • Sr. Dr. Maria Johanna Lauterbach OCist, Kloster Ave Maria, La Paz, Bolivien

  • Sr. Philippa Rath OSB, Abtei St. Hildegard

  • Voices of Faith

  • Wir Sind Kirche Österreich

Medien-Kontakt

Für Interviews bitte kontaktieren Sie die General Managerin von VoF:
Zuzanna Flisowska.
zuzanna.flisowska@voicesoffaith.org
+39 351 523 4217

 

https://mailchi.mp/927896463d50/press-release-the-synod-on-amazonia-has-concluded-with-many-changes-in-motion-but-not-for-women-2633573?e=3345c26c79

 

 

Angelika Fromm, "Aktion Lila Stola" der deutschen KirchenVolksBewegung:

Bericht vom Vernetzungstreffen der deutschsprachigen katholischen Frauen in Stuttgart-Hohenheim vom 1.-3.11.19
neuer Name: CWC, Catholic Women‘s Council

 

Die Initiative Voices of Faith (VoF), eine in Lichtenstein ansässige, gemeinnützige Organisation der Fidel Götz-Stiftung mit dem Ziel der weltweiten Stärkung römisch-katholischer Frauen, hatte zu diesem Treffen eingeladen, bei dem erstmals Ordensfrauen, Verbandsfrauen und Frauen von Initiativen aus den deutschsprachigen Ländern zusammen kamen.

 

In einer langen Sitzung am Freitag hatten alle beteiligten Organisationen die Gelegenheit sich in 15 Minuten vorzustellen:

 

1. Chantal Götz ist Geschäftsführerin der von ihrem Großvater Fidel Götz 1969 gegründeten Lichtensteiner Stiftung. Ihre Mitarbeiterinnen sind Zuzanna Flisowska (General Manager Rom VoF) und Regula Grünenfelder (Beraterin VoF und Tagungungsmoderatorin). Das Hauptziel ist weltweit Frauen, die der Vatikan nicht zum Schweigen bringen konnte, zu vernetzen und ihnen eine Stimme zu geben. Dazu gehört auch die Kampagne #overcomingsilence. Weniger als 3% Frauen sind im Vatikan tätig, es gibt weltweit 670.000 Ordensfrauen gegenüber 54.000 Ordensmännern. Aber wo sind die Stimmen der Frauen? Alle Entscheidungen werden von 0,01 % Männern gefällt und 99,9 % Frauen bleiben ungehört.  Das muss endlich geändert werden.

Netzwerken ist wichtig, um u.a. folgende Ziele zu erreichen: Frauenstimmrecht an zukünftigen Synoden, Erstellen von Aufklärungs-und Bildungsunterlagen, Übernahme von Führungsrollen u.a. im Vatikan. Teilhabe, selbst Verantwortung zu übernehmen; das Tun ist wichtig. Damit verändern wir Kirche für eine menschenwürdige Zukunft.

Gegründet wurde die Initiative VoF 2014 beim Internationalen Frauentag 2014 im Vatikan sollte die ehem. Präsidentin Irlands Mary Mc Aleese  eine Rede halten, wurde allerdings ausgeladen. Dafür gab es zeitgleich mit unserer Tagung 2019 in Dublin eine Veranstaltung mit Mary Mc Aleese und der amerikanischen feministischen Theologin Joan Chittister.  Ziel/Vision  ist es, bis 2030 30% Frauen im Vatikan zu haben.

 

2.  Seit Januar 2019  hat die Initiative Maria 2.0, ausgehend von Münster eine breite Welle der Unterstützung erfahren; sie fordert als offenes Netzwerk Reform der rk Kirche gemäß dem Evangelium und den Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit und ist in den sozialen Medien stark vertreten.  Auch wird eine neue Sakramententheologie angedacht. (Vertreterinnen waren Maria Mesrian, Birgit Heidenreich, Doris Bauer)

 

3.   Dorothea Wichmann war Vertreterin des Hildegardisvereins, des ältesten Vereins (seit 110 Jahren) zur Förderung von Frauenstudien in Deutschland. Dieser Verein vergibt Studiendarlehen und hat Mentoring-Programme, u.a. in Kooperation mit der Deutschen Bischofskonferenz zur Steigerung des Anteils von Frauen in kirchlichen Führungspositionen.

 

4.    Der Schweizer Katholische Frauenbund ( SKF) vereinigt 19 Kantonalverbände, hat 130.000 Mitglieder, setzt sich ein für Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche und ist eine ethische Stimme in der Schweiz; der Bund war vertreten durch die Präsidentin Simone Curau-Aepli und ihre Vertreterin Vroni Peterhans, die gleichzeitig Co-Chair von Andante(s.u.) ist.  Der Verband möchte auch über die Bildung Frauen sensibilisieren, hat den Impuls „make up“ (Welt schöner und vielfältiger machen) von 2017-2021 initiiert und z.B. die Allianz „es reicht“ mit anderen Verbänden. Im Juni 2019 wurde mit der Aktion „Gleichberechtigt.Punkt.Amen“ der Kirchenstreik als pinker Akzent organisiert. Aber auch der gläserne Boden „nach unten“ wird beklagt...d.h. an der Basis sind noch viele Frauen konservativ.

 

5.    Andante ist eine europäische Allianz katholischer Frauenverbände, gegründet 2006. Neben Vroni Peterhans war auch Sabine Slawik anwesend, die gleichzeitig zum KDFB-Bundesverband gehört. Andante hat einen Sitz im Europarat.

 

6.   Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), ältester kath. Deutscher Frauenverein, führt das Anliegen von Maria 2.0  mit einer eigenen Aktion fort, „Maria, schweige nicht“ und reiht sich ein in das Donnerstagsgebet für Erneuerung der Kirche, das von Ordensfrauen aus der Schweiz initiiert wurde. Sabine Slawik betont auch, dass es in Bayern viele konservative Frauen gibt, aber auch diese Frauen gehören zum Verband und müssen mitgenommen werden.

 

7.     Am bewegendsten war die Vorstellung einer Schwester, die sich z.Zt. in der Abtei Venio/München aufhält, nachdem sie aus Bolivien aus mehreren Gründen ausreisen und ihre Arbeit in einer Privatschule  verlassen musste. Auf 28 ha hat sie mit anderen gegen die Monokultur ein agrarforstwirtschaftliches Programm aufgebaut.

Viele Nonnen wiesen auch auf die einschränkende Problematik der Instruktion Cor Orans für  kontemplative Frauenorden hin; das sind rechtliche Anwendungsbestimmungen zum Lehrschreiben „Vultum Dei Quaerere“ von 2016.  Diese Regelungen bedeuten für kleine Frauenorden das Todesurteil, besonders durch die lange Probezeit von 9 Jahren bis zur Profess. Mönche sind von diesen Regeln nicht betroffen. Die Benediktinnerinnen haben bereits an den Papst geschrieben. Außerdem engagieren sich Schwestern bei „fridays for future“ als sisters for future“ und wünschen sich ein „Muttikanum“.

 

8.  Schwester Ruth Schönenberger ist die Priorin der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing (Priorat Tutzing), die sich aktiv für Frauen in der Kirche einsetzen. Sie stellt zusammen mit Sr. Hildegard Schreier MC die Initiative „Ordensfrauen für Menschenwürde“ vor. Ihnen geht es um den Respekt vor jedem Menschen. Ordensfrauen taten sich zusammen und protestieren auf der Straße, weil sie sich gegen eine Politik der Angst und eine CSU-Politik, besonders in der Flüchtlingsfrage, wenden, die gegen die Würde der Menschen gerichtet war. Sie solidarisieren sich mit der Initiative Münchner Kreis und beteiligten sich an verschiedenen Demos, sowie der langen Nacht der Demokratie. Das öffentliche Donnerstagsgebet vor St. Michael in der Münchner Fußgängerzone wurde medial wahrgenommen und soll in regelmäßigen Abständen weitergeführt werden.

 

9.    Die Arbeitstelle „Frauen“ der DBK hatte Hildegund Keul inne; die jetztige Inhaberin Aurica Jax war durch Krankheit verhindert.  Diese Arbeitstelle veranstaltet u.a. Ausbildungskurse für Frauen in Führungspositionen.

 

10.    Heute arbeitet Hildegund Keul an der Uni Würzburg mit einem Lehrauftrag zu den Themen „Vulneranz und Vulnerabilität“; die Kirche selbst ist ein vulnerantes System, das Wunden erzeugt. Was machen die Frauen in diesem System? Es geht um Prozesse nach innen und außen und um Transformation.

 

11.    Franziska Driessen-Reding ist Präsidentin des Synodalrats Zürich. Da die Schweiz ein anderes Kirchensteuersystem hat, können die Gelder selbstbestimmter verteilt werden und viele Projekte werden gefördert, auch die Vernetzung von reformwilligen Frauen.

 

12.     Unsere jüngste Teilnehmerin Stefanie Matulla ist Leiterin des ReferatesFrauen und Mädchenarbeit“ im Bistum Limburg und arbeitet an einer geschlechtergerechten Kirche, ist in der Vorbereitung des Ökumenischen Kirchentages in Frankfurt engagiert und möchte mehr Frauen in mittlere und höhere Leitungsebenen bringen.

 

13.   Die KFD (Katholische Frauen Deutschlands) mit 450000 Mitgliedern und 20 Diözesanverbänden wurde von Monika von Palubicki, stellvertretende Bundesvorsitzende, vertreten, die auf die Initiative „Frauen worauf warten wir“    und die Aktion „macht Licht an“ mit 30.000 Unterschriften hinwies ; die kfd möchte langfristig 40% Frauen in Führungspositionen sehen. Außerdem sind Führungsfrauen der kfd beim „synodalen Weg“ beteiligt und es wird überlegt, wie Außenstehende am Prozess beteiligt werden können. 

 

14.   Die Theologin und Seelsorgerin Dorothee Becker aus dem Pastoralraum Basel-Stadt hat  mit anderen engagierten Ordensfrauen und Frauen im kirchlichen Dienst  die # Initiative Junia 2019 gegründet, die  am 17.Mai 2020, dem Fest der hl. Junia, öffentlich zeigen wird, dass viele Frauen zur sakramentalen Sendung bereit sind. Gleiche Würde muss zu gleichen Rechten führen. Es gibt einen Internetchat mit Charlotte Küng-Bless und anderen zur Sendung bereiten Frauen, den Kontakt zu den Ordensgemeinschaften hält Priorin Irene Gassmann, ein Unterstützungskreis wird gehalten von Beatrice Bowald und Monika Hungerbühler.

 

15.    Maria Eicher, die Vorsitzende der Frauenkommission der Diözese Linz machte klar, dass wir besser von Herrschaftsstrukturen als von Machtstrukturen sprechen sollten, wirbt für neu zu definierende Ämter, hat neben anderen geschlechtergerechten Broschüren einen weibliche Leseplan mitgebracht. Die Frauenkommission der Diözese Linz hat ein Leitbild Gleichstellung entworfen und das Österreichische Forum feministische Theologie wird als Anker in der Frauenkommission gesehen. Maria Eicher plädiert auch dafür, Gremien-Frauen in dieses Netzwerk aufzunehmen.

 

16.    Schwester Philippa Rath von der Abtei St. Hildegard/Bingen erzählte, das  erst sie durch die Erfahrungen und Probleme des Heiligsprechungsprozesses der Hl. Hildegard 2011 zur Feministin geworden ist; durch diese intensiven wissenschaftlich vorbereiteten Eingaben, übrigens das 7. Verfahren,  wurde Hildegard endlich nach über 900 Jahren zur offiziell Heiligen und im Nachgang zur Kirchenlehrerin. Schwester Philippa arbeitet auch intensiv mit der kfd Bingen zusammen.

 

17.   Die Kath.Frauenbewegung Österreichs mit Veronika Pernsteiner hat Katharina von Siena als Vorbild, z.B. waren sie 2014 nach Rom gereist, 2017 auf den Spuren von Dorothee Sölle nach Köln, hängen aber leider auch am Gängelband der Bischofskonferenz. Aber auch sie wollen jetzt Partizipation von Frauen.

 

18.    Die Frauenkirche Zentralschweiz mit Regula Grünenfelder und Moni Egger hat eine Aktion  für Schöpferinnen und Bewohnerinnen eines Raumes, der gerade entsteht, von September 19 bis Mai 2020 gestartet (www.rosajurte.ch). Regula Grünenfelder hat zusätzlich ein Konzept für ein Frauen-Dikasterium entwickelt. Normalerweise ist das eine von der rk Kirche beauftragte Zentralbehörde der römischen Kurie ohne Frauen. Diese neue soll als elektronische Plattform für Frauen aufgebaut werden, mit einer Bibliothek, soll ein Netzwerk bilden und eine sichere Anwaltschaft sein bei Missbrauch mit einer Beratungsstruktur.  

 

19.       Wir sind Kirche – Österreich (WsK-A), vertreten von Martha Heizer, ist 1995 aus dem Kirchenvolksbegehren in Österreich entstanden. Diese Aktion bekam über 500 000 Unterschriften für die Forderungen nach einer geschwisterlichen Kirche, nach völliger Gleichberechtigung der Frauen (Frauen in alle Ämter), nach Freistellung des Zölibats, nach einer positiven Sexualmoral und der Aufforderung, Frohbotschaft statt Drohbotschaft zu verkünden. Der Verein hat heute über 1000 zahlende Mitglieder und setzt sich nach wie vor dafür ein, diese Forderungen umzusetzen. WsK setzt aber immer weniger auf die Kirchenleitung, sondern viel mehr auf selbstverantwortliche Kirchenbürger*innen. Mittlerweile gibt es Wir sind Kirche-Gruppen auf allen Kontinenten und ist gut vernetzt (WAC-I: We are Church International).

 

20.        Die Aktion Lila Stola der deutschen KirchenVolksbewegung (WsK-D) wurde 1996, inspiriert von der 1. Europäischen Frauensynode in Österreich, als aktive Umsetzung der 2. Forderung des KirchenVolksBegehrens (Volle Gleichberechtigung der Frauen) von Angelika Fromm initiiert,  von vielen unterstützt und hat sich seither mit vielen öffentlichen Aktionen, Vorträgen, Gottesdiensten, (internationalen)Vernetzungen (Gründungsmitglied von Women‘s Ordination Worldwide/WOW) und Pressestellungnahmen für  Frauen eingesetzt. Lila ist die Frauenfarbe, verbindet Männliches und Weibliches, ist liturgisch die Farbe der Erneuerung und des Wandels. Mit dem Umlegen der Amtsstola bekunden Gläubige ihr Eintreten für die Frauenordination und Kirchenreform. Durch die jahrelange Aufklärungsarbeit wurde auch der Boden mit vorbereitet für die diesjährige Unterstützung von Maria 2.0  an der Basis.

 

21.     Priorin Irene vom Kloster Fahr/Schweiz beschloss den inspirierenden  „Frauenreigen“ an diesem Abend mit dem von ihr im Februar 2019 initiierten Donnerstagsgebet (www.gebet-am-donnerstag.ch); das an vielen Orten stattfindende Gebet dient unserer aller Stärkung.

 

Der Samstag stand unter dem Motto des Weltcafe‘s, mit der wir gemeinsam Themen und Strategien für die weitere Zusammenarbeit, für ein wirksames Handeln gesucht und entwickelt haben. Ziel ist eine veränderte, frauengerechte Kirche, „damit die verwundbaren und verwundeten Menschen und die tödlich bedrohte Schöpfung wieder im Mittelpunkt kirchlichen Engagements stehen“. Auch brauchen wir ein internationales Treffen auf Weltkirchenniveau.

 

Am Sonntag kam es zu folgenden Konkretisierungen:

- Umgang mit Geld aus Frauenperspektive (*Netzwerk)

- Neue Sakramentantheologie und Ämterstruktur (*Juniainitiative)

- Symbolische Ordnung (* Netzwerk)

- Kriterienkatalog und Transparenz bei Bischofsweihen und Stellenbesetzungen (*VoF)

- Vorbereitung einer Synode/Konzil (*VoF)

- Neue Frauenkirche-Räume (*Netzwerk)

- Gewalt gegen Frauen...gegen Kirche auf der Täterseite (*Netzwerk…)

- geschlechtergerechte, liturgische Sprache (* Schwester Johanna)

                                                                                                           *  Verantwortlich für die AG

Fazit/Kultur des Netzwerkes:

- Trotz unserer unterschiedlichen Rollen und Abhängigkeiten gehen wir auf Augenhöhe miteinander um.

- Wir suchen neue Wege für einen notwendigen Wandel der römisch-katholischen Kirche.

- Wir sind Kirche für die Welt.

-  Wir sind uns unserer  Schöpfungsverantwortung bewusst und handeln entsprechend.

-  Wir wollen effizient sein und uns einmal im Jahr persönlich treffen.

-   Wir sind überzeugt, dass jetzt die Zeit zum Handeln ist (Kairos) und suchen nach überraschenden Aktionen.

-  Unsere Kraft schöpfen wir aus dem Glauben, aus Ritualen, Wertschätzung und tragender Gemeinschaft.

-   Wir sind kreativ ( Beispiel „Rheinkarawane) und in Aufbruchsstimmung.

-    Wir sind offen für weitere Initiativen, Verbände und Frauenorden.

 

Name des Netzwerkes:

Trotz aller Kreativität am Wochenende wurde der international vertretbare Name des Netzwerkes erst im Emailaustausch der nachfolgenden Woche gefunden: Catholic Women‘s Council- CWC.

 

Aus den Emailchats (Bitte Rückmeldung bis 15.11.19):

- Bereits im Herbst 2020 soll eine internationale Synode/ Konzil stattfinden.

-  Für den Weltfrauentag am 8.3.20 ist die Aktion „bring deinen Klappstuhl“ mit geplant, organisiert durch einen Flashmob, in Rom und anderen Städten. (Idee, wir haben keinen Platz in der Hierarchie und bringen unseren Stuhl selbst mit). Dabei soll über das künftige Konzil diskutiert werden. Gleichzeitig soll das  virtuelle Frauen-Dikasterium (18) an diesem Tag starten.                                                                                       

 

 

Zuletzt geändert am 18­.11.2019