18.-20. Oktober 2019 - Neustadt an der Weinstraße

KirchenVolksVersammlung "In Bewegung bleiben!!" und 44. öffentliche Bundesversammlung

mit Wahl des Bundesteams

> Wir sind Kirche-Pressemitteilung     > erste Presse-Echos   

Die Webseite wird noch mit Fotos ergänzt.

Tagungsort: Bildung- und Gästehaus Kloster Neustadt   
 

Während in Rom die Pan-Amazonas-Synode „Neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie" sucht und die Kirche in Deutschland einen „verbindlichen synodalen Weg“ beginnen will, hat die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche auf ihrer 44. Bundesversammlung im Kloster Neustadt an der Weinstraße ihren Strategie- und Update-Prozess fortgesetzt, das Wir sind Kirche-Positionspapier 2019 beschlossen und ein neues Bundesteam gewählt.

ZEIT-ANSAGE: Am Freitagabend begrüßten der Rektor des Klosters, P. Gerd Hemken SCJ, und Domkapitular Franz Vogelsang, Leiter der Hauptabteilung Seelorge im Bistum Speyer, die mehr als 60 Delegierten und Gäste. Der Katholikenrat Speyer hatte ein Grußwort geschickt, das verlesen wurde. Herzlich begrüßt wurden Christine und Norbert Lindemann, die im Bistum Speyer das KirchenVolksBegehren 1995 organisiert und die KirchenVolksBewegung aufgebaut hatten. Matthias Drobinski aus München und langjähriger Journalist der Süddeutsche Zeitung hielt dann seinen sehr analytischen und die Reformkräfte wertschätzenden Vortrag „O Gott, die Kirche! Fünf vor oder schon nach zwölf?“, der eine gute Basis für die Weiterarbeit der KirchenVolksBewegung lieferte. 

WEG-ANSAGE: Der Samstag diente der zukünftigen Arbeit der KirchenVolksBewegung. Dazu stellte das Bundesteam konkrete, aus der letzten Bundesversammlung weiterentwickelte Vorschläge bezüglich der Art der Bundestreffen, der Gewinnung neuer Interessent*innen, des Fundraising und zur Ökumene vor. Für den 3. Ökumenischen Kirchentag 2021 setzt sich Wir sind Kirche für die gemeinsame Mahlfeier ein.

Über drei aktuelle Schwerpunktthemen wurde anschließend in Arbeitsgruppen berichtet und bearbeitet: 

  • Wir sind Kirche und die Emanzipation der Gemeinden
    Vorgestellt wurde die neue Wir sind Kirche-Veröffentlichung „Krise als Chance“, die verschiedene Wege der Gemeindeaktivierung aufzeigt.
  • Wir sind Kirche und Protestbewegungen (Maria 2.0, „Churches for Future“ ...)
    Andrea Keber aus Nieder-Olm informierte über die Aktivitäten der neu entstandenen Frauenbewegung „Maria 2.0“, mit der Wir sind Kirche gut vernetzt ist.
  • Wir sind Kirche und kirchliche Prozesse (Synodaler Weg, Amazonas-Synode ...)
    Dr. Christy Orzechowski und Dr. Willi Knecht mit ihren langjährigen eigenen Erfahrungen in der Seelsorge Lateinamerikas gaben eine bis jetzt eher positive Einschätzung der Pan-Amazonien-Synode. Unter Papst Franziskus hätten die indigenen Völker endlich auch eine eigenständige Stimme erhalten, die ihnen unter den Vorgängerpäpsten verwehrt wurde.

Danach wurde das im Rahmen des vor einem Jahr begonnenen internen Strategieprozesses ebenfalls entstandene und den Teilnehmenden vorab zur Kenntnis gegebene Positionspapier für die Wir sind Kirche-Arbeit der nächsten Jahre vorgestellt, diskutiert und mit wenigen Anmerkungen einstimmig bei vier Enthaltungen beschlossen.
> Wir sind Kirche-Positionspapier 2019 "In Hoffnung vorwärts – den Aufbruch mitgestalten" (PDF 1 Seite)

In das sechsköpfige Bundesteam wurden für zwei Jahre wiedergewählt: Günther Doliwa (Herzogenaurach, Erzbistum Bamberg), Sigrid Grabmeier (Deggendorf, Bistum Regensburg), Susanne Ludewig (Kassel, Bistum Fulda), Magnus Lux, (Schonungen, Bistum Würzburg) und Christian Weisner (Dachau/München, Erzdiözese München und Freising). Neu hinzugewählt wurde Heinrich Mix (Hannover, Bistum Hildesheim). Renate Luig aus dem Bistum Mainz, die nicht mehr kandidiert hatte, wurde sehr herzlich für ihre bisherige Mitarbeit gedankt.

In einem Antrag forderte die 44. Wir sind Kirche-Bundesversammlung die deutschen Bischöfe auf, beim Papst eine Sondergenehmigung zur Einführung des Diakonats der Frau in Deutschland zu erwirken. "Beharrlichkeit und langer Atem" war das Leitwort des gemeinsamen Mahlgottesdienstes.

WELT-ANSAGE: Am Sonntagvormittag bildete die Führung im nahegelegenen „Hambacher Schloss“, einem Symbolort der deutschen Demokratiebewegung, einen sehr passenden Abschluss der 44. Bundesversammlung. Die nächste Bundesversammlung findet vom 6.-8. März 2020 im Exerzitienhaus der Franziskaner in Hofheim/Taunus statt.

Vor der Bundesversammlung hatten sich unter der Leitung von Klaus Luig die Sprecher*innen aus den Diözesen zum gegenseitigen Austausch getroffen.

> Einladung (PDF 2 Seiten)

> Ablaufplan (PDF 1 Seite)

 

 

 

Zuletzt geändert am 30­.10.2019