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Wir sind Kirche beim American Cath. Council in Detroit

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Am Pfingstwochenende 10. bis 12. Juni 2011 fand das "First National Council" des "American Catholic Council (ACC)" in Detroit (USA) mit mehr als 1.600 Teilnehmenden statt. Bei diesem sehr ermutigenden und nicht nur für die USA bedeutsamen Treffen waren die Internationale Bewegung Wir sind Kirche (IMWAC) und des Europäische Netzwerk Kirche im Aufbruch mit einer neunköpfigen Delegation aus England, Italien, den Niederlanden und Deutschland (Sigrid Grabmeier und Christian Weisner) vertreten.

"Den Geist des Zweiten Vatikanums feiern"
Bericht über das ACC von Sigrid Grabmeier
> "Kirche In", August 2011

Webseite: http://americancatholiccouncil.org

> Grußwort an das ACC der Internationalen Bewegung Wir sind Kirche (IMWAC) und des Europäischen Netzwerks Kirche im Aufbruch (auf Englisch)

Übersetzung der Pressemitteilung des American Catholic Council Detroit (ACC) vom 15. Juni 2011 durch Sigrid Grabmeier:
Größte katholische Vereinigung tagt in Detroit

Mehr als sechzehnhundert Katholikinnen und Katholiken trafen sich und feierten in Detroit am Pfingstwochenende (10. bis 12. Juni), trotz aller Drohbotschaften der kirchlichen Hierarchie. Die Veranstaltung war der Höhepunkt eines zweijährigen Vorbereitungsprozesses, in dem Männer und Frauen in lokalen Treffen in fast allen Teilen der USA ihre Anliegen, ihre Hoffnungen und ihre Lösungen für die Probleme, denen katholische Kirche sich heute in den USA ausgesetzt sieht, vorbringen konnten. Die Probleme resultieren aus “Klerikalismus” und “Restauration.”

Klerikalismus ist geprägt durch die Vorstellung, dass geweihte Priester, insbesondere höhere Hierarchen, “anders” sind als der Rest der Menschheit und nichts falsch machen. Falls sie es doch tun, sollten diese Fehler vertuscht werden, um das Image der Institution zu wahren. Das führte und führt weiterhin zu sexuellem Missbrauch von Tausenden von Kindern, zu Misswirtschaft der Kirche durch Fahrlässigkeit im Umgang mit und Unterschlagung von Geldern sowie zu Unterdrückung von offener Diskussion und anderen Meinungen. Die Restauration innerhalb der katholischen Kirche offenbart sich in der Überzeugung, dass das Zweite Vatikanische Konzil, das die Kirche in die moderne Welt zu bringen versprach, ein schwerer Fehler war und rückgängig gemacht werden sollte.

Das American Catholic Council war ein Fest der Verheißungen des Zweiten Vatikanischen Konzils. Vortragende waren der Konzilsexperte und Theologe Prof. Dr. Hans Küng (per Video); Sr. Joan Chittister, Benediktinische Ordensfrau, NCR-Kolumnistin des Natinla Catholic Reporter (NCR), bekannte Rednerin und Autorin; Prof. Dr. Anthony Padovano, weltweit anerkannter Priester und Theologe, Prof’in Dr. Jeanette Rodriguez, Vorsitzende der Fakultät für Theologie und Religiöse Studien an der Universität Seattle, James Carroll, Kolumnist des Boston Globe, Harvard-Theologe und Autor, sowie Dr. Matthew Fox Theologe und Autor. Alle sprachen über die verschiedenen Bedeutungen und Erscheinungsweisen des Heiligen Geistes, die Visionen und Hoffnungen des Volkes Gottes, wie sie im Zweiten Vatikanischen Konzil festgehalten wurden.

Der Erzbischof von Detroit und seine Mitarbeiter verurteilten das Treffen und die damit verbundenen Ereignisse, insbesondere den Abschlussgottesdienst mit Eucharistiefeier, mit der Begründung, das ACC hätte sich seiner Dialogbitte verweigert, eine Behauptung die das ACC zurückweist. Unnötige und kirchenrechtlich nicht gerechtfertigte Drohungen wie Exkommunikation und Entfernung aus dem Priesterdienst füllten die Schlagzeilen und brachten US-weite Aufmerksamkeit durch die Medien, hatten jedoch eine die Teilnahme fördernde Wirkung. Unter den Teilnehmenden waren mehr als 100 Priester und Diakone. “Gemäß kanonischem Recht, Konzilsdokumenten und päpstlichen Enzykliken steht es dem Kirchenvolk zu, alle Themen und Aktionen die diskutiert wurden, zu diskutieren. Es ist klar, dass die Kritiker davon keine Ahnung haben oder sie benutzen ihre Macht um blinden Gehorsam einzufordern - eine zunehmend beliebte Taktik bei hyper-konservativen Bischöfen”, bemerkte John Hushon, Ko-Vorsitzender der Bewegung.

Katholiken und Katholikinnen kamen aus allen Teilen der Vereinigten Staaten, ebenso Teilnehmende aus Kanada, Deutschland, Irland, den Niederlanden, Südafrika, Australien, Frankreich, Spanien, Mexiko, Italien und Portugal. Die Ergebnisse der nationalen Austausch- Treffen in USA im Vorfeld wurden veröffentlicht und waren maßgeblich für die Entwicklung der “Erklärung der Rechte und Pflichten in der katholischen Kirche”, die die Besorgnis über den Zustand der Kirche heute angesichts der Verheißungen des II. Vaticanums zum Ausdruck bringt. Diese Erklärung wurde am Sonntagmorgen überwältigend begrüßt. (Siehe http://americancatholiccouncil.org/bill-of-rights)

Würden Rechte und Pflichten innerhalb von Strukturreformen umgesetzt, dann bedeutete dies Fortschritte in zentralen Fragen, mit denen die Katholische Kirche heute konfrontiert ist:
1. Freiwilliger Zölibat und Maßnahmen in Richtung Frauenordination.
2. Effektive Verarbeitung der Missbrauchs Krise - unter Einbeziehung der Täter und derer, die den Missbrauch möglich gemacht haben.
3. Finanzielle Transparenz.
4. Erneute Betonung der dem Gewissen verpflichteten moralischen Entscheidung.
5. Zugang zum vollen sakramentalen Leben für alle, die es wünschen (einschließlich Homosexuellen und geschiedenen und wiederverheirateten Katholikinnen und Katholiken) .
6. Stimmrecht bei der Wahl der Pfarrer und Bischöfe sowie die Teilhabe an der weltlichen Verwaltung der Kirche.
7. Aufrichtige Ökumene und theologische Freiheit der Forschung.
8. Eine Neuverpflichtung zur sozialen Gerechtigkeit in der Welt mit den vielen Problemen der Armen, Hungernden und Obdachlosen, sowie Gerechtigkeit in der Kirche.

Die Versammlung war erfüllt mit geistlichen Erfahrungen, lehrreich, geprägt von Dialog, mit dem Ziel eine erneuerte Verpflichtung auf die Verheißungen des Zweiten Vatikanischen Konzils vorzubereiten. Sie war ganz darauf ausgerichtet, Lösungen für die Kirche zu entwickeln, angefangen damit, dass Katholikinnen und Katholiken lernen, ihre Stimme gegen Ungerechtigkeit zu erheben. Sowohl vor als auch nach der Veranstaltung gab es Vorwürfe der Spaltung. Janet Hauter, Ko-Vorsitzende der Bewegung, sagte dazu: “Seit wann ist es Schisma, wenn wir unsere Stimme wahrnehmen?”

Workshops, die von bekannten Autoren, Theologinnen und Theologen und führenden katholischen Reformern begleitet wurden, förderten den Austausch und informierten über Aktionspläne für die Erneuerung der Kirche ebenso wie über Möglichkeiten, um als Katholikinnen und Katholiken ein katholisches Leben in der modernen Welt zu leben. Die Begeisterung für diese Art der Zugänge war nicht zu bremsen, wie sowohl die weiterhin eingehenden Vorschläge zeigen als auch die Auswertung des ganzen Ereignisses. Die Veranstalter treffen sich derzeit um den Rahmen für konkrete Pläne für die Zukunft abzustecken – und vielleicht die Teilnahme an einem Internationalen Vaticanum III des Kirchenvolks.

John W. Frank, aus Florida, der bei den vorbereitenden Austauschtreffen mitgearbeitet hatte, wies darauf hin, dass die Schlüssel-Themen dieser Veranstaltung auf die Vorschläge aus den Vorbereitungstreffen hervorgingen. Diese Vorschläge und Pläne werden auf der Website zusammen mit einer transparenten Rechnungslegung der erhaltenen und verwendeten Mittel veröffentlicht werden.

DVDs und CDs der Hauptbeiträgen der Versammlung können über ResurrectionC@gmail.com bestellt werden.





Press Release American Catholic Council June 15, 2011

MAJOR CATHOLIC COALITION COUNCIL MEETS IN DETROIT

More than sixteen hundred Catholics met and celebrated in Detroit on Pentecost weekend (June 10-12), in defiance of church hierarchical threats. The event was the culmination of two years of “listening sessions” over most of the US—to permit Catholics to voice their concerns, their hopes, and their solutions for the problems that are facing Catholicism in the US today. The problems result from “clericalism” and “restorationism.”

Clericalism is hallmarked by a belief that ordained priests (particularly hierarchs) are “different” from the rest of humanity—they can do no wrong (and when they do, those sins should be hidden to protect the image of the institution). It resulted (and continues to result) in the sexual abuse of thousands of children, the mismanagement of church monies (negligence and embezzlement), and the suppression of discussion and dissent. Restorationism is the belief that the Second Vatican Council, which promised to bring the Church into the modern world was a grave mistake and should be reversed.

American Catholic Council was a celebration of the promises of Vatican II. Speakers included Vatican II peritus (expert) and theologian, Dr. Hans Kung (by video); Benedictine religious leader, NCR columnist, and well-known speaker, Sr. Joan Chittister; globally recognized speaker, priest and theologian, Dr. Anthony Padovano; well-known author and Latina/o scholar, Dr. Jeanette Rodriquez; Boston Globe columnist, Harvard scholar and author, James Carroll; and author and theologian, Dr. Matthew Fox. All spoke on aspects of the spirit, vision and hope of the People of God as captured in the themes of Vatican II.

The Archbishop of Detroit and his assistants denounced the meeting and its components, particularly the concluding Mass (claiming that ACC had refused their requests for dialogue—a claim rejected by ACC). Unnecessary and canonically-unjustified threats of excommunication and defrocking occupied headlines and brought national press attention—but had only salutary impact on attendance—attendees included more than 100 priests and deacons. “All topics and actions discussed—and the very right of the people to discuss these matters, is protected in Canon Law, Vatican II documents and Papal Encyclicals. It is clear that critics are uninformed or choose to use power to exact blind obedience—an increasingly popular tactic among hyper-conservative bishops.” remarked John Hushon, co-chair of the movement.

Catholics arrived from all over the United States with representatives from Canada, Germany, Ireland, the Netherlands, South Africa, Australia, France, Spain, Mexico, Italy and Portugal. Results of national listening assemblies held across the United States were published and were instrumental in developing the “Catholic Bill of Rights and Responsibilities”, which expressed their concerns about the state of the Church today within the context of the promises of Vatican II. The Catholic Bill of Rights and Responsibilities was overwhelmingly acclaimed on Sunday morning. (See AmericanCatholicCouncil.org for the results and the CBRR)

The rights and responsibilities, when implemented with structural reform would result in progress in the key issues confronting Catholicism today:
· Optional celibacy and measures to move toward the ordination of women and deacons and priests.
· Effective resolution of the abuse crisis--including holding the perpetrators and their enablers responsible.
· Financial transparency.
· Renewed emphasis on conscience in moral decision making.
· Availability of full sacramental life for all who wish it (including gays and divorced and remarried Catholics).
· A voice in the selection of pastors and bishops—and participation in the secular administration of the Church.
· Sincere ecumenism and theological freedom of inquiry.
· A recommitment to social justice—in the world with the many problems of the poor, hungry and homeless, as well as justice in the Church.

The Council was filled with worship experiences, education and dialogue targeted to build plans for a recommitment to the promises of Vatican II. It was not a “learn and leave” event but one that focused on solutions for the Church--beginning with Catholics learning to use their voice when injustices occur.

Both before and after the event, there were allegations of schism. Janet Hauter, movement co-chair, said, “Since when is finding our voice perceived as schism?”

Breakout sessions, facilitated by well-known authors, theologians, and Catholic reform leaders, promoted dialogue and action plans for renewing the Church and included “how to sessions” to permit Catholics to live Catholic lives in the modern world.. Enthusiasm for this approach was unquenchable as evidenced by both the quality of the proposals, still coming in, and event evaluations. Planners of the event are currently meeting to frame concrete action plans for the future—and perhaps attendance at an international Vatican III, called by the laity in a few years.

John W. Frank, a Florida native, who worked on the national listening assemblies, indicated that proposals from groups that have worked on key initiatives on the weekend are due this weekend. Those proposals and plans will appear on the website—together with a full transparent accounting of funds received and spent on the Council.

DVDs and CDs of most of the Council are available from ResurrectionC@gmail.com.





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