Wir-
sind – Kirche, 10 Jahre - Weiter voll Hoffnung
und Entschlossenheit –
Dritter Brief an Papst Benedikt XVI.
Am 10.
Jahrestag ihrer Gründung – 25. November 1996 in Rom – hat die Internationale
Bewegung
Wir sind Kirche in einem dritten Brief an den Papst erneut um ein persönliches
Gespräch
gebeten, um einen
offenen, konstruktiven und wechselseitigen Dialog über die
aktuellen
Fragen und Probleme in der Kirche anzustoßen.
Auf den
ersten Brief kurz nach der Wahl von Papst Benedikt hat es keine Antwort
gegeben.
In der
Antwort auf den zweiten Brief nach Rom – auf Anweisung des vatikanischen
Staatssekretariats
von der Apostolischen Nuntiatur in Berlin – wurden nur Dialoge mit den
zuständigen
Bischöfen und Priestern vor Ort empfohlen.
Im
heutigen dritten Brief an den Papst unterstreicht Wir sind Kirche jedoch
die
Notwendigkeit
des Dialogs mit dem Vatikan selbst. Denn in den vielen Dialogen mit
Bischöfen
in den vergangenen 10 Jahren wurde deutlich, dass die angesprochenen Fragen
und
pastoralen Probleme nicht in der Verantwortung der Bischöfe sondern in der des
Vatikans
liegen.
„Wenn
der Papst Dialog mit dem Islam verlangt, so sollte auch ein offener und
wirklicher
Dialog innerhalb der Kirche möglich sein“, erklärt Raquel Mallavibarrena,
Vorsitzende
der Internationalen Bewegung Wir sind Kirche.
Ein Diskussionspapier
„Perspektiven der Kirchenreform unter Papst Benedict XVI.“
fasst die
Erfolge und Erfahrungen des ersten Jahrzehnts von Wir sind Kirche zusammen,
versucht
eine
Analyse der römisch-katholischen Kirche am jetzigen Wendepunkt und zeigt
ermutigende
Strategien
für die zweite Dekade auf.
Wir
sind Kirche
ist aus dem Kirchenvolks-Begehren 1995 in Österreich
hervorgegangen
und basiert auf dem Konzilstext über die Kirche „Lumen Gentium“
Nr. 37
sowie Can. 212 (3) CIC, des katholischen Kirchenrechts. Als weltweite
Reformbewegung
innerhalb der römisch-katholischen Kirche setzt sich Wir sind Kirche für
die
Erneuerung der Kirche auf der Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils
(1962-
1965) und
der darauf aufbauenden Theologie ein.
Wir
sind Kirche als „Stimme
des Kirchenvolkes“ hat bewiesen, dass seine fünf Ziele und
Forderungen
theologisch stichhaltig sind und von der großen Mehrheit der gläubigen
Katholiken
und Katholikinnen in allen Teilen der Welt unterstützt werden:
·
Aufbau
einer geschwisterlichen Kirche,
·
volle
Teilhabe der Frauen an allen Aspekten des kirchlichen Lebens,
·
Abschaffung
des Pflichtzölibats,
·
positive
Bewertung der Sexualität mit Anerkennung der verantworteten
Gewissensentscheidung sowie
·
Verkündigung
als Frohbotschaft und nicht als Drohbotschaft.
1997 hat
Wir sind Kirche eine „Botschaft des Kirchenvolkes“ an Papst Johannes Paul II.
übermittelt.
1998
initiierte Wir sind Kirche den Appell „Ein Papst für die anbrechende
Zeit: Bischof von
Rom und Universaler
Hirte“, der von über 145 katholischen Gruppen aus allen Kontinenten
unterzeichnet
wurde.
Mit
Schattensynoden hat Wir sind Kirche die Bischofssynoden 1999, 2001 und
2005 in
Rom
begleitet.
2005 nach
dem Tod des Papstes Johannes Paul II. und noch vor Beginn des Konklave hat
Wir
sind Kirche
“Visionen einer erneuerten Kirche“ in einer Reihe von Seminaren in Rom
vorgestellt.
Auch wenn
die institutionelle Kirche heute konservativer als in der Zeit des Konzils ist,
gibt
es
dennoch eine tiefe Sehnsucht nach Erneuerung. Die gesamte Kirche ist mit
tiefgreifenden
pastoralen Problemen konfrontiert, die eng mit den fünf Zielen und
Forderungen
von Wir sind Kirche verbunden sind.
In den
Synoden für Asien, Afrika und Amerika sowie während des Eucharistiesynode
2005
haben sich immer mehr Bischöfe für Reformen ausgesprochen. Doch bis jetzt haben
der Papst
und die römische Kurie keine Maßnahmen ergriffen, um die Lösung der immensen
pastoralen
Probleme in allen Teilen der Welt anzugehen.
Zwar hat Wir
sind Kirche bisher noch keine Umsetzung konkreter Reformen erreichen
können,.
aber die
Positionen von Wir sind Kirche, die mit dem Evangelium übereinstimmen, finden
immer
mehr
Zustimmung in der Kirche und sind zukunftsweisend.
Wir
sind Kirche
strebt eine Kirche der Gemeinschaft (Communio) des ganzen Gottesvolkes
an, wie
sie das Zweite Vatikanische Konzil dargelegt hat. Als internationale Bewegung
und
auf
nationaler Ebene wird Wir sind Kirche auch weiterhin bei wichtigen
kirchlichen
Ereignissen,
Texten und Versammlungen die Stimme erheben. Den 50. Jahrestag des
Zweiten
Vatikanums im Jahr 2012 im Blick wird Wir sind Kirche seine spirituellen Kräfte
für den langandauernden Reformprozess
vertiefen
„Unser
Glaube und unsere geisterfüllte Hoffnung sind unerschütterlich!“
24.11.2006
Pressemitteilung,
25. November 2006
> Internetseite der Internationalen
Bewegung Wir sind Kirche
www.we-are-church.org
Pressekontakt:
Christian
Weisner
Tel: ++49-8131-260 250