Protokoll der 13. Bundesversammlung der
KirchenVolksBewegung
Wir sind Kirche
vom 14. – 16.
März 2003 in Berlin
Beginn: Freitag, 14. März 2003
ca. 20.00 Uhr
Ort: Diakoniestiftung Lazarus, Bernauer Str. 117, 13355
Berlin
Teilnehmende: VertreterInnen aus den Diözesen Berlin, Dresden-Meißen, Eichstätt, Freiburg, Fulda, Hamburg,
Hildesheim, Köln, Limburg, Mainz, München-Freising, Münster, Paderborn,
Regensburg, Rottenburg-Stuttgart, Speyer,
und den Arbeitsgruppen Frauen/Aktion Lila Stola, Frauenwürde e.V.,
Internationale Vernetzung, Jugend, Zypresse-Not-Telefon, Internet, Neue
Strukturen
und das Bundesteam
Gäste aus der Schweiz, den Gemeinden Prenzlauer Berg Nord
und Interessierte aus Berlin
VertreterInnen der Medien
Die Teilnahmeliste sowie
weitere wichtige Informationen erhielten die TeilnehmerInnen mit den Tagungsmappen.
Nach dem gemeinsamen
Abendessen und der Begrüßung durch Ingrid Fuhrmann von der Diözesangruppe
Berlin und Eva-Maria Kiklas vom Bundesteam trafen wir uns an unserem Tagungsort
mit Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Gemeinden am
Prenzlauer Berg Nord, Berlin, zum Kennenlernen und Austausch zu
den auf dem Ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin geplanten ökumenischen
MahlgGottesdiensten mit gegenseitiger
Gastfreundschaft. In großem Einvernehmen drückten die Anwesenden ihre
Erleichterung darüber aus, dass diese gemeinsamen Mahlfeiern durch die
Initiative der Gemeinden am Prenzlauer Berg Nord, der
Initiative Kirche von unten und der KirchenVolksBewegung möglich sind.
Beginn: 9.00 Uhr
Nach einem Morgenimpuls
durch Karl Graml über Mt 8, Heilung eines Aussätzigen, einem gemeinsamen Lied
und der Begrüßung durch Eva-Maria Kiklas und Christian Weisner
und Sigrid Grabmeier vom Bundesteam kam die Versammlung zum
Es lagen zwei schriftliche
Änderungsanträge von Herrn Gugler (1.) und Herrn Prof. Grabmeier (2.) zum TOP 4
des Protokolls der 12. Bundesversammlung
vom 1. bis 3. Nov. 2002 in Münster vor.
1.
1. Änderung
des Satzes
„Der Weg über die Kirchensteuer scheine der
einzig wirksame zu sein, die Fundamente der Kirche ins Wanken zu bringen.“
in
„Der Weg über die Kirchensteuer scheine der einzig wirksame zu sein, das Fundament Mammon, auf dem sich die Bischöfe sicher fühlen, ins Wanken zu bringen.“
Dieser Änderungsvorschlag
wurde einstimmig ohne Diskussion angenommen.
2.
Änderung des Absatzes
„In der anschließenden Diskussion kristallisierte sich die Bitte heraus, eine andere Form als die der Denkschrift zu wählen und das Papier noch einmal zu überarbeiten. Der Vorschlag, das vorliegende Papier in 1. Lesung anzunehmen und durch die AG Kirchensteuer mit grundlegenden Änderungen möglichst der nächsten Bundesversammlung wieder vorzulegen, fand in einem abgefragten Meinungsbild die Mehrheit der Anwesenden.
Die AG Kirchensteuer wird in diesem Sinne weiter arbeiten und konkrete Vorschläge einarbeiten. Dazu erbittet sie die Unterstützung und Mitarbeit der Anwesenden, die sich kritisch mit der Kirchensteuer und dem vorgelegten Papier befasst haben.“
in
„Im Anschluss
daran erläuterte Prof. Dr. Johannes Grabmeier, Mitglied der AG Kirchensteuer,
die den Teilnehmenden vorliegende Denkschrift in einem Folienvortrag. Neben
ihrer grundsätzlichen Positionsbestimmung für die KirchenVolksBewegung und
weiteren Handlungsmöglichkeiten für die KirchenVolksBewegung ,
das Kirchenvolk und jeden einzelnen, sieht er darin vor allem auch einen
Denkanstoß, da der Hauptfokus des Papiers auf dem Abbau von Ängsten, der
Information des Kirchenvolks und der Schaffung eines kritischen Bewusstseins
liege. (Der Text der Denkschrift kann im Internet unter ... abgerufen oder bei
der Kontaktadresse angefordert werden).
In der anschließenden Diskussion gab es dann den einen und anderen Ergänzungsvorschlag, so dass schließlich der Vorschlag entstand, das vorliegende Papier in 1. Lesung zu billigen – verbunden mit der Bitte an die AG Kirchensteuer den Entwurf bis zur nächsten Bundesversammlung weiter auszuarbeiten. Das fand in einem abgefragten Meinungsbild die Mehrheit der Anwesenden, so dass auf eine formale Abstimmung dazu verzichtet werden konnte.
Die AG Kirchensteuer wird in diesem Sinne weiter arbeiten und konkrete Vorschläge einarbeiten, der Fahrplan und der Termin dazu sollen im Internet bekannt gemacht werden. Dazu erbittet sie die Unterstützung und Mitarbeit der Anwesenden, die sich kritisch mit der Kirchensteuer und dem vorgelegten Papier befasst haben.“
Zu diesem Änderungsvorschlag lag eine schriftliche Gegenargumentation von Herrn Hagemeister vor.
Nach Diskussion wurde der weitergehende Antrag gestellt,
„wWegen
der inzwischen fortgeschrittenen Entwicklung des Papiers das Protokoll in
diesem Teil bestehen zu lassen und die Änderung abzulehnen, da das Papier von
der AG Kirchensteuer inzwischen als Impulspapier gewertet wird, das der
Abstimmung durch die Bundesversammlung nicht bedarf.“
Dieser weitergehende Antrag wurde mit 3 Gegenstimmen und 6 Enthaltungen angenommen.
Mit der Änderung unter 1. wurde das Protokoll von Münster mit zwei Enthaltungen verabschiedet.
Ein geänderter aktualisierter Tagesordnungsvorschlag lag den
Teilnehmenden vor. Mit den weiteren vorgeschlagenen Änderungen, die Punkte b)
und c) des TOP’s 4, „Informationsstand auf der Agora“ und „Gespräche am Jakobsbrunnen“,
in einer Arbeitsgruppe zu behandeln und am Samstag nach dem Abendessen eine Teilnahme
an der Lichterkette gegen den Irak-Krieg zu ermöglichen, wurde dieser
Tagesordnungsvorschlag angenommen.
Das Programm für den Ökumenischen Kirchentag lag den
Teilnehmenden vor und wurde von Christian Weisner besonders auch zum Sinn und
zur Duürchführung
der Aktion "„G“
erläutert. Dazu Außerdem wurde
auf die Veranstaltungen zur Ämterfrage mit Prof. Brosseder, das Programm der
Initiative Kirche von unten und der Leserinitiative Publik (auch in
schriftlicher Form in einem Zeitraster vorliegend) hingewiesen. Ein Zeitraster
in schriftlicher Form lag der Tagungsmappe bei.
Die Teilnehmenden teilten sich in folgende vier Arbeitsgruppen auf:
a) Vorbereitung und Organisation der großen Veranstaltungen
b) Informationsstand auf der „Agora“ und die dort stattfindenden „Gespräche am Jakobsbrunnen“
c)
Aktion „"G“ für die wechselseitige
eucharistische Gastfreundschaft
d)
Ökumenische MahlgGottesdienste
mit gegenseitiger Gastfreundschaft und „Mahl der Solidarität“
Ziel der Arbeitsgruppen war, noch Ideen zu sammeln, für die noch Möglichkeiten der Umsetzung besteht, und Menschen für die Durchführung der Organisation zu gewinnen.
Da die Gruppe a) wenig gering besetzt
war, verteilte sich diese nach kurzem Gespräch auf andere Gruppen.
Festzuhalten ist, dass noch viele Helferinnen und
Helfer gebraucht werden. Da aber das Kirchentagsgesamtprogramm
noch nicht vorliegt, möchten viele noch keine sind festen Zusagen auch
noch nicht ausreichend zu machenbekommen.
Das Gespräch wurde moderiert von Philipp
Gessler, der kurzfristig für
die verhinderte Eva-Maria Schlittenbauer eingesprungen war. Dafür danken wir
herzlich.
Die Herren Catenhusen und Meyer vertraten in der
Hauptsache die offiziellen Meinungen ihrer Organisationen, wobei Herr
Catenhusen seine Hoffnung aussprach, die katholischen Bischöfe würden sich bald
bewegen lassen, denen, die
unter dem Schmerz der Trennung der Kirchen besonders leiden, mit Lockerungen
bei der Zulassung zur
Eucharistie entgegenzukommen. Während Herr Funk sich für baldige Fortschritte
in der Abendmahls- und
Ämterfrage im Sinne der Forderungen des Kirchenvolks einsetzte.
In der anschließenden Diskussion wurde vehement die
Berücksichtigung des „Sensus Fidelium“ besonders von der römisch-katholischen
Kirche eingefordert. Das ZdK wurde aufgefordert, diesen gegenüber den Bischöfen
zu vertreten und Hinweise auf die Weltkirche damit zu beantworten, dass die
deutsche katholische Kirche wegen der von hier ausgehenden Trennung in dieser
Frage eine besondere Verantwortung hat. Die unterschiedliche Deutung des
Begriffs „Kirche“ auf den verschiedenen Ebenen der Hierarchie wurde in der Diskussion
sehr deutlich.
Breites Interesse
auch von Gästen aus Berlin und der Presse fand die Diskussion "Quo vadis,
Ökumene?“ am Samstag Nachmittag. Das Podiumsgespräch zwischen Wolf-Michael
Catenhusen, Präsidiumsmitglied des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Josef
Funk von dem 1966 von liberalen Katholiken gegründeten "Bensberger
Kreis" und Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, Präsident des Zentralkomitees
deutscher Katholiken sowie katholischer Präsident des Ökumenischen
Kirchentages, wurde von Philipp Gessler, Journalist der "Tageszeitung"
moderiert, der kurzfristig für die verhinderte Eva-Maria
Schlittenbauer (DeutschlandRadio) eingesprungen war. Dafür danken wir herzlich.
Während
Catenhusen und Meyer vor allem ihre Hoffnung auf die Entwicklungen der Zukunft
setzten und damit die derzeitigen Positionen der Kirchentagsveranstalter
vertraten, setzte sich Funk für baldige Fortschritte in der Abendmahls- und
Ämterfrage im Sinne der Forderungen des Kirchenvolks ein.
Nach Ansicht von
Catenhusen würde das gemeinsame Abendmahl auf dem Ökumenischen Kirchentag
derzeit noch beide Seiten überfordern. Er hoffe jedoch, irgendwann mit
Einverständnis des katholischen Ortsbischofs zusammen mit seiner katholischen
Frau an einer Eucharistiefeier teilzunehmen. Meyer betonte, dass es nach wie
vor grundsätzliche Unterschiede im Abendmahlsverständnis der evangelischen und
der katholischen Kirche gebe. Er hoffe jedoch, dass zahlreiche Vorschläge zur
Einführung der eucharistischen Gastfreundschaft etwa bei Ehepartnern in
konfessionell verschiedenen Ehen in Zukunft ein höheres Maß an Anerkennung
fänden. Josef Funk nannte den Streit um ein gemeinsames Abendmahl
„überflüssig“, weil die wechselseitige Gastfreundschaft von vielen Theologen
und Theologinnen unterstützt werde und die Kirchenbasis dies ohnehin schon
praktiziere.
In der
anschließenden Diskussion forderten die Zuhörerinnen und Zuhörer vehement die
Berücksichtigung des „sensus fidelium“ (Glaubenssinn des Kirchenvolkes) besonders
von der römisch katholischen Kirche ein. Das ZdK wurde aufgefordert, dies auch
gegenüber den Bischöfen zu vertreten, da die katholische Kirche in Deutschland
wegen der von hier ausgegangenen Trennung eine besondere Verantwortung habe.
TOP 6 Anträge
und Beschlüsse
Es
lagen der Bundesversammlung drei Anträge zur Abstimmung vor.
1.
Der Antrag der
Diözesangruppe Eichstätt
„Die
Bundesversammlung möge beschließen, sich dem Inhalt des Schreibens der „Wir
sind Kirche“-Diözesangruppe Eichstätt an die Deutsche Bischofskonferenz vom 9.
März 2003 vollinhaltlich anzuschließen und die deutschen Bischöfe aufzufordern,
·
die frauenverachtende
und menschenunwürdige Behandlung der sieben Frauen nach der umstrittenen
Priesterweihe zu beenden,
·
sich in Rom unter
Einbeziehung von Theologinnen für ein ordentliches Verfahren einzusetzen, um
den sieben Frauen rechtliches Gehör zu verschaffen und den Artikel
Can.
1024 des bestehenden Kirchenrechts (Die heilige Weihe empfängt gültig nur
ein getaufter Mann.) auf die Vereinbarkeit mit dem Neuen Testament zu überprüfen.
·
den Gläubigen das
demokratische Recht nicht vorzuenthalten, sich nicht nur einseitig über die
Auffassung der Kirchenleitung, sondern auch über die theologische Begründung
der Frauen für die Frauenordination umfassend in kircheneigenen Räumen zu
informieren.“
Nach
Verlesen des Briefes der Diözesangruppe an die Deutsche Bischofskonferenz durch
Walter Hürter und kurzer Diskussion wurde der Antrag mit 4 Enthaltungen
angenommen und das Bundesteam beauftragt, in diesem Sinne tätig zu werden.
2.
Antrag von Angelika
Formm
„Die
Bundesversammlung möge der Arbeitsgruppe Frauen in der KirchenVolksBewegung,
Aktion Lila Stola, ein Mandat zur Kooperation mit dem Projekt „Sarah – Hagar“
erteilen.“
Nach
Nachfragen – das Projekt „Sarah – Hagar“ ist ein Netzwerk von evangelischen,
katholischen, jüdischen, muslimischen, orthodoxen und kirchlich nicht
gebundenen Frauen und arbeitet in diesem Jahr besonders an den Themen Mahl,
Gemeinschaft und Gerechtigkeit – und kurzer Diskussion wurde der Antrag mit 2
Gegenstimmen und 2 Enthaltungen angenommen.
3.
Antrag von Andreas Biermann
Der
Antrag bezog sich auf die durch den Artikel „Am ausgestreckten Arm verhungern?“
von Peter Rosien in Publik- Forum
angestoßene Diskussion. Er sollte die Diskussion zur Umorganisation unserer
Bewegung mit der erweiterten Zielsetzung der Bildung einer Plattform zur
Erneuerung der katholischen Kirche ermöglichen.
Nach
längerer Diskussion wurde der Antrag zurück gezogen und es wurde mit
zwei Enthaltungen beschlossen, auf der übernächsten Bundesversammlung (Frühjahr
2004) eine Diskussion zur Zukunft der KirchenVolksBewegung als in einemn
der Tagesordnungspunkte zu führen.
Der Kurzbericht des
Bundesteams entfiel, da wesentliche Informationen über die Arbeit in
regelmäßigen Rundbriefen gegeben werden bzw. in der Antwort des Bundesteams auf den
Artikel in Publik-Forum enthalten sind und ein größerer Bericht für die
Herbstversammlung vorgesehen ist.
Am
Samstag Abend nahmen die Delegierten an der Berliner Lichterkette gegen den
Irak-Krieg teil, um die Solidarität mit den Zielen
der UNO und den Opfern des zu erwartenden Krieges auszudrücken. Der am Abend Wegen
verschiedener Missverständnisse, die sich durch die zeitliche Verschiebung
durch die Teilnahme an der Lichterkette für den Frieden ergeben hatten, fiel
die vorgesehene Abendveranstaltung
Lichtbildervortrag
„Berlin: Hauptstadt-Metamorphosen“
ist
deswegen leider ausgefallen. Die in Berlin lebende Schweizer
Journalistin Vera Rüttimann ist jedoch gerne bereit, ihre Dia-Zeitreise beizu
einem späteren Treffen in Berlin nachzuholen. Die
Teilnahme an der Lichterkette wurde von den Mitgliedern der Bundesversammlung
als wichtig und solidarisch mit den Zielen der UNO und den Opfern des zu
erwartenden Krieges empfunden.
Sonntag, 16. März 2003 Beginn: 9.00 Uhr
Beginn: 9.00 Uhr
Zu Beginn des TOPs batwies
Annegret Laakmann auf Fehler um Korrekturen in
dem im der Tagungsmappe beiliegenden Blatt
„Termine 2003“. Die genannten Lila-Stola-Aktionen finden nicht im Mai 2003
sondern am 6. Juni (Essen) und 7. Juni (Mainz und Paderborn) statt.
2.
Förderverein der
KirchenVolksBewegung
Nach Übernahme von
Publik-Forum vor etwa 1 ½ Jahren hat Frau Gabi Kuhnert bis zum Ende des letzten
Jahres die Finanzbuchhaltung geführt. Ab dem 1. Jan. 2003 wird diese Aufgabe
von Frau Schönhofen ausgeführt. Siegbert Maier-Borst erläuterte den Stand der
Finanzen, der sich im Verhältnis vom Beginn des Jahres 2002 zum 31.12.2002
geringfügig erhöht hat. Für das laufende Jahr wird wegen der erheblichen Kosten
für die Teilnahme am Ersten Ökumenischen Kirchentag mit wesentlich größeren
Aufwänden als üblich gerechnet. Siegbert Maier-Borst äußerte die Bitte, die
Adressliste für die Spendeneinwerbung mit neuen Adressen zu beliefern. Der Tagungsmappe
lag dazu eine Kopiervorlage bei, die ausgefüllt an die bundesweite
Kontaktadresse in Hannover zu schicken ist.
3.
Praktizierte
Gastfreundschaft in einer Schweizer Gemeinde.
Ewald Merkelbach, unser Gast
aus der Schweiz, berichtete über die schwul-lesbische Gemeinde, die sich regelmäßig
zu Gottesdiensten in einer reformierten Kirche in Basel trifft. In dieser
Kirche beheimatet ist eine Gruppe, die spirituelle, künstlerische u.ä. Angebote
macht und an der sich inzwischen auch eine katholische Gemeindeleiterin
beteiligt. Die gefeierten Gottesdienste sind in der Regel von Laien
vorbereitete Abendmahls- oder Eucharistiefeiern mit einem/einer Ordinierten.
Nach den Gottesdiensten treffen sich die Gemeindemitglieder zu einem
gemeinsamen Essen.
Ewald Merkelbach wies auf die
weitreichenden Vernetzungen seiner Gruppierung innerhalb der Schweiz mit dem
Netzwerk Offene Kirche Schweiz (NOKS), auf europäischer Ebene mit dem Forum der
Schwulen- und Lesben-Gruppen, mit der Frankfurter Gemeinde in Maria-Hilf
(Schwul + Lesbisch + Katholisch) u.a. hin. (Infos: www.lsgg.de)
4.
2. Europäische
Frauensynode
Nach der 1. Europäischen
Frauensynode in Gmund/Österreich 1996 findet die nNächste
Frauensynode
vom 5. – 10. Aug. 2003
in Barcelona statt. Annegret
Laakmann wies darauf hin, dass die Anmeldefrist mit dem 15. März zwar abgelaufenschlosen
sei, aber eine Anmeldung bei schneller Entscheidung sicher noch möglich ist.
Die Synode bietet Gelegenheit zum Austausch über spirituelle, politische und
wirtschaftliche Fragen mit Frauen aus Europa.
5.
AG Zypresse
Seit der letzten
Bundesversammlung hat es weniger Anrufe beim Nottelefon gegeben. Das liegt
sicher an der fehlenden Möglichkeit, die Nummer über Organe wie z.B. die
Tageszeitungen zu verbreiten. Das Problem fehlender Öffentlichkeit wurde auch
in einem Ende Febr. d.J. verschickten Brief an die 27 deutschen Bischöfe bzw.
an die bekannten Ansprechstellen neben anderen Fragen zum Selbstverständnis der
Anlaufstellen benannt. Aus wenigen Bistümern ist bisher eine Antwort gekommen.
Die Reaktion auf unsere Fragen und das Angebot zur Zusammenarbeit war jedoch größtenteils
positiv.
6.
Tag der
Frauenordination
Angelika Fromm lud alle
Anwesenden zum Gottesdienst zum Tag der Frauenordination am 23. März um 12 Uhr
auf der Domplatte in Köln ein. Der Tag der Frauenordination wurde vom Netzwerk
Women’s Ordinations Worldwide (WOW) initiiert und ruft weltweit zum Gebet für
die Einführung des Diakoninnen- und Priesterinnenamtes in der römisch-katholischen
Kirche am 25. März eines jeden Jahres auf.
7.
Kongress „SChaping Change“
(Veränderung gestalten)
Angelika Fromm berichtete von
ihrer Teilnahme als Referentin zum Thema „Diakonat in einer veränderten Kirche“
in Tasmanien. Sie war als Referentin angefragt worden, weil in Deutschland die
Diskussion um die Wiedereinführung des Diakonats für Frauen am weitesten
gediehen ist. (Infos zum Thema: www.womenpriests.org)
8.
Katholikentag in Ulm
vom 16. – 22. Juni 2004 ("Leben aus Gottes Kraft")
Nach anfänglichen Ünberlegungen im Bundesteam, ob ein Katholikentag nach einem ökumenischen Kirchentag noch unterstützenswert sei, wurde beschlossen, evtl. eine gute Veranstaltung zur Ökumene zu planen, und den betreffenden Diözesangruppen die Unterstützung bei der Präsentation auf dem „Markt der Möglichkeiten“ zuzusagen. Siegbert Maier-Borst berichtete kurz aus der Sicht der Diözesangruppe Rottenburg-Stuttgart und unterstrich die Wichtigkeit der Teilnahme.
9.
Europäisches Netzwerk
Gerd Wild wies auf die 13. Konferenz des Europäischen Netzwerkes und die 14. Europäische Konferenz für Menschenrechte in der Kirche hin, die gemeinsam vom 1. – 4. Mai 2003 in Brüssel tagen. Infos bei Edith Kuropatwa, Tel. 0032–2-5670964, E-Mail: edith.paves@pandora.be [Thomas Arens, Annegret Laakmann und evtl. Tobias Raschke werden an den Treffen teilnehmen.]
10. AG Internet
Siegbert Maier-Borst berichtete über den Stand der Bemühungen, Einrichtung
einer Möglichkeit, dass von authorisierten
Personen Informationen direkt auf die Seiten von Wir sind Kirche zu geben stellen können.
Die AG rechnet damit, trotz beruflich starker Belastung ihrer Mitglieder,
diesen Schritt bald tun zu können.
In der
Gethsemane-Kirche, einer der vier Kirchen der Gemeinde Prenzlauer Berg Nord,
nahmen die Delegierten am
Sonntagsgottesdienst
teil, bei dem ausdrücklich alle Christen und Christinnen zum Abendmahl eingeladen
wurden. Mit der sich anschließenden anregenden Gesprächsrunde mit den Gemeindemitgliedern
ging die Bundesversammlung zu
Ende.
Die
Bundesversammlung fand ihren Abschluss mit der Teilnahme am Gottesdienst der
Gemeinde Prenzlauer Berg Nord in der Gethsemane-Kirche, mit gerne angenommener
Einladung am Abendmahl teilzunehmen und einer anschließenden Gesprächsrunde mit
Gemeindemitgliedern. Wir danken der Gemeinde
herzlich für diese Möglichkeit.
Haltern, März 2003 Annegret
Laakmann, Protokollantin
Das Bundesteam weist schon jetzt
auf den Termin der nächsten Bundesversammlung hin:
24. – 26. Okt. 2003 im Haus der Jugend,
Deutschherrenufer 12, 60594 Frankfurt am Main