Protokoll der 15. Bundesversammlung der

KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche

          vom 26. bis 28. März 2004 in Mainz

 

 

 

 

Beginn:                       Freitag, 26. März 2004 um 20.00 Uhr

Ort:                              Jugendgästehaus, Otto-Brunfels-Schneise 4, 55130 Mainz

Teilnehmende:            VertreterInnen aus den Diözesen Aachen, Augsburg, Berlin, Dresden-Meißen, Eichstätt, Essen, Freiburg, Hamburg, Hildesheim, Köln, Limburg, Mainz, München-Freising, Münster, Paderborn, Regensburg, Rottenburg-Stuttgart, Speyer, Trier

                                    und aus den Arbeitsgruppen Frauen/Aktion Lila Stola, Frauenwürde e.V., Internet, Kirchensteuer, Zypresse

                                    das Bundesteam

                                    und Gäste aus Frankreich, der Alt-Katholischen Gemeinde, dem Kölner Netzwerk und der Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen.

 

Die Teilnahmeliste sowie weitere wichtige Informationen waren den TeilnehmerInnen mit den

Tagungsmappen zugesandt worden.

 

Freitag, 24. Oktober 2003                    Beginn 20.00 Uhr

 

Zu Beginn begrüßte Rosemarie Ruping vom Bundesteam die Teilnehmenden und gab eine kurze Einführung in den Tagungsort Mainz und einen Überblick über das Tagungsprogramm. Anschließend hieß Dietgard Heine aus dem SprecherInnenteam der Wir-sind-Kirche-Diözesangruppe Mainz die Anwesenden willkommen.

 

TOP 1              Genehmigung des Protokolls der 14. Bundesversammlung und der Tagesordnung

 

Mit folgender Berichtigung des TOP 11 d des letzten Protokolls in „Dr. Rudolf Walter (statt Walter Hürter) schlug vor, ...“ wurde des Protokoll ohne Gegenstimme genehmigt.

Die vorliegende Tagesordnung wurde ohne Änderungen angenommen. Das Treffen des Forums Deutscher Katholiken wird unter TOP Informationen  behandelt.

 

TOP 2              95. Deutscher Katholikentag vom 16. bis 20. Juni 2004 in Ulm

Motto: Leben aus Gottes Kraft.

Siegbert Maier-Borst erläuterte die Veranstaltungen der KirchenVolksBewegung im offiziellen Programm und die geplante Podiumsdiskussion und Aktion zur Ökumene in eigener Verantwortung. Ein genauer Plan lag den Tagungsunterlagen bei und war mit dem letzten Mailing  verschickt worden.

In diesem Zusammenhang berichtete Siegbert Maier-Borst über ein Gespräch einiger Mitglieder des Bun-desteams mit Vertretern des ZdK und dem Rottenburg-Stuttgarter Bischof Dr. Fürst. In diesem Gespräch war es besonders um den von Wir sind Kirche angebotenen Gottesdienst „Aufstehen – aufeinander zugehen“ gegangen. Dieser Gottesdienst war mit dem Untertitel „Priesterloser Gottesdienst mit Mahlfeier“ versehen. Das Verständnis des Begriffs „Mahlfeier“ mußte von den VertreterInnen der KirchenVolksBewegung näher definiert werden. In einem Brief nach dem Gespräch wurde vom ZdK vorgeschlagen, statt „Mahlfeier“ den Begriff „Agape“ zu verwenden. Da dieses aber zu Mißverständnissen führen könnte, wird der Gottesdienst nun im offiziellen Programm nur als „Priesterloser Gottesdienst“ angekündigt. Außerdem bat das ZdK um die Vorabzusendung des Gottesdienstablaufes.

Mit der Initiative Kirche von unten (IKvu) wird es keine gemeinsame Veranstaltung in Ulm geben. Es ist aber im Vorfeld des Katholikentages eine gemeinsame Pressekonferenz mit der IKvu und der Leserinitiative Publik (LIP) am 25. Mai in Stuttgart geplant.

Dass die Vorbereitungsgruppe der KirchenVolksBewegung aus verschiedenen Gründen (u.a. weil wir keine evang. Gemeinde als Mitveranstalterin gefunden haben) keine ökumenische Mahlfeier anbieten wird, wurde lebhaft diskutiert.

Das Bundesteam und die Vorbereitungsgruppe für den Katholikentag bitten um Mithilfe auf dem Katholikentag bei der Verteilung der Programme, am Aktions- und Infostand, bei den Veranstaltungen und um Rückmeldungen bei Annegret Laakmann, Tel. 02364-5588, Fax 02364-5299, Email: laakmann@ic-marl.de

Außerhalb der Tagesordnung

Da der Abend nach diesen beiden TOP’s noch nicht sehr fortgeschritten war, gab es noch Gelegenheit für Herrn Pfarrer Rublinghausen von der Alt-Katholischen Gemeinde die Grüße von Bischof Vobbe zu überbringen. Unser langjähriger Freund aus Frankreich, Jean Courtois, berichtete ausführlich über die Situation der Reformbewegungen in Frankreich. Dabei wurde deutlich, dass die strikte Trennung von Staat und Kirche in Frankreich andere Probleme aufwirft als das in Deutschland praktizierte System.

 

Samstag, 25. Oktober 2003                 Beginn: 9.00 Uhr

 

TOP 3              „Spiritialität der Freiheit ...“ Referat Prof. DDr. Eicher

 

Nach einem Morgenimpuls von Karl Graml begrüßte Eva-Maria Kiklas unseren Referenten Prof. DDr. Peter Eicher zum Thema der Tagung „Spiritualität der Freiheit – Die Bergpredigt neu gelesen“. (Näheres dazu im Internet unter www.wir-sind-kirche.de – Bericht über Bundesversammlung). Herr Prof. Eicher hatte für die Anwesenden je eine Arbeitsmappe zum Thema vorbereitet.

Da der Diskussionsbedarf der Zuhörenden im Anschluss an das Referat besonders groß war, erklärte sich Prof. Eicher bereit, sich am frühen Nachmittag noch einmal den Nachfragen zu stellen.

 

Zum Abschied und Dank wurde Herrn Prof. DDr. Eicher das gesammelte Geld für das Projekt „Stern der Hoffnung“, das seine Frau, Lisette Eicher,  überreicht.

Danach stellten die LeiterInnen der für den Sonntag Morgen geplanten Arbeitsgruppen zur Spiritualität ihre Themen vor.

 

TOP 4              Informationen und Berichte

 

a)      Bundesteam

Zunächst berichteten Eva-Maria Kiklas und Siegbert Maier-Borst von dem Gespräch mit Vertretern des ZdK und mit Bischof Fürst am 14. Febr. 04 in Stuttgart. Es ging zum einen um den Vorwurf des ZdK, mit der Mitgestaltung der und der Mitwirkung an den gastfreundlichen Gottesdiensten beim Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin hätte die KirchenVolksBewegung sich nicht an getroffene Abmachungen gehalten. Dieser Vorwurf wurde zurückgewiesen, da die KirchenVolksBewegung aus den Vorhaben in Berlin nie ein Geheimnis gemacht hatte. Es ging bei diesem Gespräch aber auch um den priesterlosen Gottesdienst mit Mahlfeier, den wir zum Katholikentag in Ulm im offiziellen Programm feiern werden (s.o. TOP 2). Nach dem Gespräch gab es noch eine Nachfrage, da durch eine Pressemeldung bekannt geworden war, dass Prof. Hasenhüttl auf dem Podium der Veranstaltung außerhalb des offiziellen Programms sein wird.

Einen weiteren Bericht gab Christian Weisner zur erwarteten Liturgie-Instruktion und zur geplanten Aktion „Wir feiern Hoffnung“. Es gab eine lebhafte Diskussion zu den Möglichkeiten, die Pfarrgemeinderäte in die Aktion einzubinden. Die Versammlung verabschiedete folgenden spontanen Antrag:

 

„Die Bundesversammlung empfiehlt einen Briefversand an alle ca. 13.000 Pfarrgemeinden (Vorstände der Pfarrgemeinde- bzw. Seelsorge- bzw. Kirchengemeinderäte).“

 

mit großer Mehrheit.

Prof. Scholl erklärte sich bereit, an der Interpretation der Instruktion mitzuarbeiten.

Eine weitere Aktion ist die Beteiligung am Weltjugendtag vom 11. bis 15. Aug. 2005 in den deutschen Diözesen und vom 16. bis 21. Aug. 2005 in Köln. Hier soll auf den Treffen der Internationalen Bewegung Wir sind Kirche (IMWAC) im April in Brüssel und auf dem Treffen des Europäischen Netzwerks Kirche im Aufbruch um internationale Mitarbeit geworben werden. Es hat bereits ein nationales Treffen zur Vorbereitung gegeben. Das Zentrum der Wir-sind-Kirche-Jugend wird wahrscheinlich die Alt-Katholische Gemeinde in Köln sein. Clemens Wilken erklärte in diesem Zusammenhang, der Kölner Kardinal betone die Katholizität des Weltjugendtages. Wir sind Kirche und das Kölner Netzwerk müsse einen Gegenpol stellen. Fest geplant sei eine Thomas-Messe „Zur Freiheit befreit“.

 

b)      Förderverein

Der Förderverein habe jetzt 11 Mitglieder, berichtete der Vorsitzende Stefan Kuster. Für das ausgeschiedene Vorstandsmitglied Andreas Biermann, der mit herzlichem Dank verabschiedet wurde, wurde Hans-Otto Hagemeister neu in den Vorstand gewählt. Siegbert Maier-Borst wurde als Vorstandsmitglied bestätigt.

Da der Förderverein die Verantwortung für die Finanzen der KirchenVolksBewegung trägt, erläuterte Siegbert Maier-Borst die Aufwands- und Ertragsrechnung des vergangen Jahres (2003) und den Plan für das laufende Jahr (2004).

 

c)       „Wandzeitungs“-berichte

AG Kirchensteuer

Herr Gugler teilte mit, dass die AG Kirchensteuer nun in zwei Arbeitskreisen arbeite, die sich unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt haben. Er legte einen Entwurf zur „Kirchensteuer und ihre Handhabung“ vor, der in der Gruppe weiter diskutiert wird.

 

Gottesdienst Anders

Mechthild Lill stellte den „Gottesdienst Anders“ vor, der mit vielen neuen Elementen – z.B. Anspiele – ausgestattet auch sehr viele junge Leute anspricht.

Bericht Diözesangruppe Limburg

Henny Töpfer gab einen Bericht über die Wir-sind-Kirche-Arbeit im Bistum Limburg (s. Anlage zu diesem Protokoll, weitere Berichte zur Arbeit von Diözesangruppen waren mit der Tagungsmappe verschickt worden). VertreterInnen der Diözesangruppe waren zu Gast beim Jubiläum

20 Jahre VKPF

in Wiesbaden-Naurod und besonders angetan vom Festvortrag von Prof. Bachl. In diesem Zusammenhang erklärte Herr Gatzen von der Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen (VkPF) die Entstehung aus einer internationalen Vereinigung, gab einen Hinweis auf die neugestaltete Internetseite (www.nwn.de/vkpf/) und auf das zum Jubiläum herausgegebene Buch „Lebenswege und Hoffnungswege“.

IKETH und Projektstelle

Dr. Ruth Schäfer wies auf das Netzwerk „Initiative Konferenz Europäischer Theologinnen“ (IKETH) hin, das eine konfessionell und religiös offene Gruppe von Theologinnen ist, die sich u.a. zum Ziel gesetzt hat, eine Solidargemeinschaft zur Gleichstellung von Theologinnen in allen Bereichen und auf allen Ebenen zu erreichen. Die IKETH will eine Teilzeitstelle zur Förderung dieser Arbeit einrichten, die Ruth Schäfer besetzen soll. Da diese Stelle über Spenden finanziert werden muss, bittet die Initiative um Unterstützung. (IKETH, Konto-Nr. 2921895, Landesbank Baden-Württemberg, BLZ 60050101, Verwendungszweck „Projektstelle“)

Ruth Schäfer wies auch auf eine zweite Sendung „Fliege“ mit ihrer Beteiligung hin, die am 22. April um 16 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird.

KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche – katholisch

In einem vom Ordinariat in Eichstätt in Auftrag gegebenen Gutachten von Prof. Dr. Heribert Hallermann zur Frage „Kann der Diözesanrat in eigener Hoheit über den Aufnahmeantrag einer Gruppierung entscheiden oder ist dafür die Zustimmung des Bischofs erforderlich?“ wurde bezweifelt, dass die KirchenVolksBewegung „aus formalen als auch aus inhaltlichen Gründen“ als „katholisch“ gelten kann. Dieses Gutachten hat Georg Kohl eingehend überprüft und zur Unterstützung der allgemeinen Meinungsbildung seine Ergebnisse in dem Text „KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche –katholisch“ dargelegt. Georg Kohl bittet um Rückmeldung und Ergänzung.  Nach einer Diskussion in der Versammlung wurde der Wunsch geäußert, sich mit dem Thema, evtl. bei der Bundesversammlung in Regensburg im kommenden Herbst, weiter zu beschäftigen. Sowohl das Hallermann-Gutachten wie das Kohl-Papier lagen der Tagungsmappe bei.

Forum deutscher Katholiken im Mai in Regensburg

Herr Gugler, der die bisherigen Veranstaltungen des Forums in Fulda als Beobachter besucht hatte, wies darauf hin, dass die Veranstaltungen des Forums immer mehr Zulauf erhalten und zudem mit 15.000 € in diesem Jahr von den Bischöfen unterstützt wird. Die Diözesangruppe Regensburg plant eine Aktion, mit der sie die andere Seite des Katholischen zeigen will.

Zum „Großen europäischen, ökumenischen Christentreffen“

im Mai 2004 in Stuttgart wird Siegbert Maier-Borst als Beobachter gehen.

 

TOP 5              Diskussion und Beschlussfassung der eingegangenen Anträge

                       

1.       Antrag des Bundesteams:

Die Bundesversammlung möge beschließen:

Anträge für die Bundesversammlung können von den Diözesan- und Arbeitsgruppen oder von drei Stimmberechtigten gemeinsam gestellt werden.

Begründung:

Das Bundesteam verspricht sich von dieser Regelung eine breitere Meinungsbildung innerhalb der KirchenVolksBewegung bei der Formulierung von Anträgen.

 

Mit 17 Ja-, 14 Neinstimmen und 1 Enthaltung angenommen

 

2.       Antrag der Diözesangruppe Augsburg

Die Diözesangruppe Augsburg beantragt, folgende Resolution an die Deutsche Bischofskonferenz zu beschließen:

Die Bundesversammlung der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche fordert die deutschen Bischöfe auf, den Gemeinden den Pfingstmontag für ökumenische Gottesdienste zu empfehlen.

Der „unersetzliche Rang der Eucharistiefeier“ kann mit verpflichtender  Teilnahme am Pfingstmontag besonders schlecht unterstrichen werden, da dieser Tag in den meisten katholischen Ländern – darunter Italien! – gar kein Feiertag ist.

 

Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

 

3.       Antrag der Diözesangruppe Augsburg

Die Diözesangruppe Augsburg beantragt:

Das Bundesteam möge ein neues Adressen-Verzeichnis der deutschen Bischöfe, einschließlich DBK, ZdK und röm. Glaubenskongergation bereitstellen.

Begründung: Das bisherige ist weitgehend überholt.

 

Dieser Antrag wurde mit einer Gegenstimme angenommen

(Im Anhang: das Adressenverzeichnis)

 

4.       Antrag der Diözesangruppe Augsburg

Die Diözesangruppe Augsburg beantragt, zu beschließen:

Das Bundesteam möge das ZdK anregen,

a)       bei der DBK auf die Abschaffung der Exkommunikation bei bürgerlich-rechtlichem „Kirchen-Austritt“ wegen Kirchensteuer-Umwidmung zu drängen;

b)       auf die Direktwahl von Diözesanräten und Mitgliedern von Diözesan-Steuerausschüssenm hinzuwirken.

 

Wegen der unterschiedlichen Thematik wurde der Antrag getrennt in a) und b) abgestimmt.

a)       wurde mit 27 Nein-, 1 Jastimme und 4 Enthaltungen abgelehnt

b)       wurde mit 25 Nein-, 3 Jastimmen und 4 Enthaltungen abgelehnt

 

(zum Verständnis: die Ablehnungen erfolgten zu a) wegen rechtlicher Schwierigkeiten, zu b) wegen unterschiedlicher Handhabung in den Diözesen)

 

5.       Antrag von Karl Gugler

Ich beantrage, zu beschließen:

Das Bundesteam wird beauftragt, bei der nächsten Bundesversammlung einen Entwurf für einen Brief an die DBK vorzulegen, der konstruktive Vorschläge zur Abwendung einer finanziellen Katastrophe in den deutschen Bistümern enthält.

Begründung:

Diese Vorschläge können die meisten unserer Reformforderungen enthalten, vom Dialog bis zur Mitwirkung und Mitentscheidung von Laien auf allen kirchlichen Ebenen.

 

Der Antrag wurde nach längerer Diskussion von Herrn Gugler zurückgezogen und von der Versammlung wie folgt neu formuliert:

Das Bundesteam wird beauftragt, auf dem Hintergrund der Finanzmisere der Diözesen den Bischöfen einen Brief mit Vorschlägen auf der Grundlage der 10 Punkte des letzten Info-Briefes zu schreiben.

 

Dieser Antrag wurde mit 28 Ja-, 3 Neinstimmen und einer Enthaltung angenommen.

(Im Anhang: Brief und 10-Punkte Appell an die deutschen Bischöfe)

 

Sonntag, 28. März 2004                      Beginn 9.00 Uhr

 

Der Sonntagmorgen begann mit der Einübung von Liedern, die auch im Abschluss-Gottesdienst gesungen wurden.

 

TOP 6              Gruppenarbeit „Spiritualität“

 

Im Nachfolgenden Stichworte aus der Arbeit der Gruppen:

 

„ Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“ – Gottesdienst und Spiritualität

-          Austausch von Erfahrungen mit Gottesdiensten, Anregungen und Beispiele

-          Laien und Laiinnen übernehmen immer mehr die Gestaltung, besonders bei Priestermangel

-          Bitte zur spirituellen Ausrichtung bei den Bundesversammlungen:

Die Morgenimpulse sollten nicht so wortlastig sein, mehr körperliche Bewegung enthalten

Der Gottesdienst könnte auch mal am Beginn der Versammlung stehen.

 

„Spiritualität als Mitte des christlichen Lebens“

Spiritualität bedarf einer gewissen Ordnung, d.h.

-          bestimmte Zeiten sind möglichst einzuhalten

-          einen Ort/Platz wählen, wo Konzentration leichter fällt

-          bestimmte Textvorlagen wählen, z.B. Vorschläge etwa einer liturgischen Lesefolge oder fortlaufend ein Evangelium ...

-          versuchen, im „Gespräch mit Gott“ (Gebet) Fragen/Probleme zu lösen und auch im

-          Austausch mit anderen.

 

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ – Was und speist, was uns trägt

Nach einer meditativen Einstimmung zunächst Sammlung dessen, was jede/n Einzelne/n aus dem Inneren heraus getrieben hat, Veränderungen einzufordern und dafür zu arbeiten. Diskussion des je eigenen inneren Antriebs, Überlegung, wo nehme ich meine Kraft heute her und Zusammenfassung der Gemeinsamkeiten. U.a.:

-          Sehnsucht nach Gerechtigkeit

-          Vertrauen, dass Veränderung möglich ist

-          Hoffnungszeichen

-          unser Geist trägt weiter und bewegt Andere zum Tun

-          Leben und Handeln aus der Verbundenheit mit Gott und den Anderen, aus der Liebe und Gelassenheit im Wissen, dass Gottes Hand mich trägt.

 

„Die Bedeutung des Gebets für unsere Spiritualität“

Nach einem Impulsreferat und einer Weile der Stille äußerte sich jede/r dazu, welche Bedeutung das Gebet in seinem/ihrem Leben hat.

-          Die Teilnehmenden hielten daran fest, dass Gebet eine breite Fächerung hat.

-          Beten darf nie nur Gott im Blick haben; immer müssen der/die Nächst und die Umwelt mitklingen.

-          Gebet prägt oder verfälscht das Leben.

 

Virtuell – Spirituell

Die Arbeitsgruppe befasste sich hauptsächlich mit der Frage, wie Spiritualität über das Internet vermittelt (eingegeben) oder empfangen werden kann.

-          Homepage, die Wir sind Kirche als eine von der christlichen Botschaft getragene reformorientierte katholische Bewegung darstellt.

-          Information/Dokumentation über unsere Katholizität, Zielsetzung, Tun

-          Angebote/Anregung zur Glaubensorientierung für sich selbst und andere

-          Eingehen auf Wünsche und Erwartungen

-          Internetkontakte zwischen unserer Bewegung und den BesucherInnen unserer Homepage

 

 

Die 15. Bundesversammlung schloss mit einem öffentlichen Gottesdienst „Geht hin und bringt die Botschaft“ zum Weltgebetstag für Frauenordination auf dem Liebfrauenplatz in Mainz.

 

26. April 2004

 

Annegret Laakmann                                          Christian Weisner

Protokollantin                                                   Bundesteam

 

 

 

 

Anlagen

Bericht der Diözesangruppe Limburg

Adressenliste der deutschen Bischöfe

Brief und 10-Punkte-Appell an die deutschen Bischöfe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergänzung zur Tagungsmappe

 

Initiative „Wir sind Kirche“ im Bistum Limburg

 

 

Unsere Aktivitäten im Zeitraum von Januar bis März 2004

 

22.1.2004  Einladung an uns durch die Gemeinde St. Josef Ffm-Bornheim

                    Gemeindeforum:

 

Thema: „Zukunftsvision Pastoraler Raum -

Mehr Verantwortung für Laien in der Kirche!?“

Referenten: Oswald Stein, Georg Kohl, Henny Toepfer

 

13.3.2004      Frühjahrstreffen der Initiative W.s.K. Limburg in

Limburg-Eschhofen, St. Antonius-Gemeinde

Gespräch mit dem Regens des Bistums Dr. Johannes Arnold

und dem ehemaligen Regens, jetzt Pfarrer in Königstein

und Kronberg Herrn Wolfgang Rösch über das von der

Regentenkonferenz verabschiedete Papier

„Priester für das 21. Jahrhundert“-Optionen

im Internet abzurufen unter

http://www.priesterseminare.org/optionen.htm

 

Anmerkungen dazu ausgearbeitet von O.Stein u. G.Kohl

 

 

19.-21.3. 2004    20jähriges Gründungsjubiläum der VkPF (Vereinigung kath.

Priester und ihrer Frauen) in Wiesbaden-Naurod, Wilhelm-

Kempf-Haus

Offizielle Vertreterin für die KirchenVolksBewegung

Henny Toepfer, am 20. 3. 04 unterstützt durch fünf weitere

Frauen und Männer unserer Initiative, gleichzeitig auch für

Christenrechte in der Kirche  (Gerd Wild, Dorothea Nassabi)

 

Juni 2004          Im Bistum Limburg findet keine Priesterweihe statt, daher

keine Lila-Stola-Aktion.

 

Henny Toepfer W.s.K. Limburg

 

 

 

 

 

 

 

Liste der Bischöfe in der Bundesrepublik Deutschland
(Stand: April 2004) von der DBK

 

 

Bistum Aachen
Generalvikariat
Postfach 2 10
52003 Aachen
Klosterplatz 7
52062 Aachen

Bischof

Weihbischöfe

Dr. Heinrich Mussinghoff

Karl Borsch

Karl Reger

Bistum Augsburg
Ordinariat
Fronhof 4
86152 Augsburg

Bischof

Weihbischöfe

Dr. Viktor Dammertz OSB

Josef Grünwald

DDr. Anton Losinger

Erzbistum Bamberg
Ordinariat
Postfach 10 02 61
96054 Bamberg
Domplatz 3
96049 Bamberg

Erzbischof

Weihbischof

Prof. Dr. Ludwig Schick

Werner Radspieler

Erzbistum Berlin
Ordinariat
Postfach 5 61
14005 Berlin
Wundtstr. 48/50
14057 Berlin

Erzbischof

Weihbischof

Georg Kardinal Sterzinsky

Wolfgang Weider

Bistum Dresden-Meißen
Ordinariat
Käthe-Kollwitz-Ufer 84
01309 Dresden

Bischof

Weihbischof

Joachim Reinelt

Georg Weinhold

Bistum Eichstätt
Ordinariat
Postfach 13 54
85067 Eichstätt
Luitpoldstr. 2
85072 Eichstätt

Bischof

Dr. Walter Mixa

Bistum Erfurt
Bischöfliches Ordinariat
Postfach 10 06 62
99006 Erfurt
Hermannsplatz 9
99084 Erfurt

Bischof

Weihbischof

Dr. Joachim Wanke

Hans-Reinhard Koch

 

Bistum Essen
Generalvikariat
Postfach 10 04 64
45004 Essen
Zwölfling 16
45127 Essen

Bischof

Weihbischof

Weihbischof

Dr. Felix Genn

Franz Grave

Franz Vorrath

 

Erzbistum Freiburg
Ordinariat
79095 Freiburg
Herrenstr. 35
79098 Freiburg

Erzbischof

Weihbischöfe

Dr. Robert Zollitsch

Rainer Klug

Dr. Bernd Uhl

Dr. Paul Wehrle

 

Bistum Fulda
Generalvikariat
Postfach 11 53
36001 Fulda
Paulustor 5
36037 Fulda

Bischof

Weihbischof

Heinz Josef Algermissen

Johannes Kapp

 

Bistum Görlitz
Ordinariat
Postfach 30 09 43
02814 Görlitz
Carl-von-Ossietzky-Str. 41/43
02826 Görlitz

Bischof

Rudolf Müller

 

Erzbistum Hamburg
Generalvikariat
Postfach 10 19 25
20013 Hamburg
Danziger Str. 52 a
20099 Hamburg

Erzbischof

Weihbischöfe

Dr. Werner Thissen

Norbert Werbs

Dr. Hans-Jochen Jaschke

 

Bistum Hildesheim
Generalvikariat
Postfach 10 02 63
31102 Hildesheim
Domhof 18-21
31134 Hildesheim

Bischof

Weihbischöfe

Dr. Josef Homeyer

Hans-Georg Koitz

Dr. Nikolaus Schwerdtfeger

 

Erzbistum Köln
Generalvikariat
50606 Köln
Marzellenstr. 32
50668 Köln

Erzbischof

Weihbischöfe

Joachim Kardinal Meisner

Norbert Trelle

Dr. Friedhelm Hofmann

Manfred Melzer

Dr. Rainer Woelki

 

Bistum Limburg
Ordinariat
Postfach 13 55
65533 Limburg
Roßmarkt 4
65549 Limburg

Bischof

Weihbischof

Dr. Franz Kamphaus

Gerhard Pieschl

 

Bistum Magdeburg
Bischöfliches Ordinariat
Max-Josef-Metzger-Str. 1
39104 Magdeburg

Bischof

Weihbischof

Leopold Nowak

Dr. Gerhard Feige

 

Bistum Mainz
Ordinariat
Postfach 15 60
55005 Mainz
Bischofsplatz 2
55116 Mainz

Bischof

Weihbischöfe

Karl Kardinal Lehmann

Dr. Werner Guballa

Ulrich Neymeyr

 

Erzbistum München und Freising
Ordinariat
Postfach 33 03 60
80063 München

Erzbischof

Weihbischöfe

Friedrich Kardinal Wetter

Dr. Franz Dietl

Engelbert Siebler

Dr. Bernhard Haßlberger

 

Bistum Münster
Generalvikariat
48135 Münster
Domplatz 27
48143 Münster

Bischof

Weihbischöfe

Dr. Reinhard Lettmann

Heinrich Janssen

Friedrich Ostermann

Prof. Dr. Franz-Peter Tebartz-van-Elst

Heinrich Timmerevers

Dr. Josef Voß

 

Bistum Osnabrück
Generalvikariat
Postfach 13 80
49003 Osnabrück
Hasestr. 40 a
49074 Osnabrück

Bischof

Weihbischof

Dr. Franz-Josef Bode

Theodor Kettmann

 

Erzbistum Paderborn
Generalvikariat
Postfach 14 80
33044 Paderborn
Domplatz 3
33098 Paderborn

Erzbischof

Weihbischof

Hans-Josef Becker

Dr. Karl-Heinz Wiesemann

 

Bistum Passau
Ordinariat
Residenzplatz 8
94032 Passau

Bischof

Wilhelm Schraml

 

Bistum Regensburg
Ordinariat
Niedermünstergasse 1
93047 Regensburg

Bischof

Weihbischof

Dr. Gerhard L. Müller

N.N.

 

Bistum Rottenburg-Stuttgart
Ordinariat
Postfach 9
72101 Rottenburg
Eugen-Bolz-Platz 1
72108 Rottenburg

Bischof

Weihbischöfe

Dr. Gebhard Fürst

Dr. Johannes Kreidler

Thomas Maria Renz

 

Bistum Speyer
Ordinariat
67343 Speyer
Kleine Pfaffengasse 16
67346 Speyer

Bischof

Weihbischof

Dr. Anton Schlembach

Otto Georgens

 

Bistum Trier
Generalvikariat
Postfach 13 40
54203 Trier
Hinter dem Dom 6
54290 Trier

Bischof

Weihbischöfe

Prof. Dr. Reinhard Marx

Robert Brahm

Jörg Michael Peters

Leo Schwarz

 

Bistum Würzburg
Ordinariat
97067 Würzburg
Domerschulstr. 2
97070 Würzburg

Bischof

Weihbischof

N.N.

Helmut Bauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KirchenVolksBewegung

 

Bundesweite Kontaktadresse:

»Wir sind Kirche« c/o Christian Weisner

Hildesheimer Str. 103

D-30173  Hannover

Tel.: +49 (0511) 80 00 10

Fax : +49 (0511) 988 60 50

 

eMail: info@wir-sind-kirche.de

Internet: www.wir-sind-kirche.de

»Wir sind Kirche«  Ÿ  Hildesheimer Str. 103  Ÿ  D-30173  Hannover

 

 

 

Bundesweites Spendenkonto:

»Wir sind Kirche Förderverein e.V.« 

Konto 18 222 000  (BLZ 400 602 65)

Darlehnskasse Münster e.G.  

 

Für Überweisungen aus dem Ausland:

BIC: GENODEM1DKM
IBAN: DE07 4006 0265 0018 2220 00

 

Hinweis: Die Spendenbescheinigung für Ihre Gesamtspenden in diesem Jahr erhalten Sie

im Februar des folgenden Jahres.

 

                                                                                                                                                                                                   Bischofsbrief040330.doc

 

Hannover, 29. März 2004

 

Sehr geehrter Herr Bischof ..... !

Sehr geehrter Herr Weihbischof..... !

 

Angesichts der dramatischen Vertrauens- und Finanzkrise in der katholischen Kirche Deutschlands hat

die 15. Bundesversammlung der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche am vergangenen Wochenende in Mainz den beiliegenden konstruktiven 10-Punkte-Appell „Die ‚Zeichen der Zeit’ erkennen!“ an die deutschen Bischöfe gerichtet.

 

Die KirchenVolksBewegung erwartet, dass Sie als Bischof die diözesanen Räte und anderen Gremien in Ihrer Diözese im Sinne dieses Appells rechtzeitig und umfassend an den anstehenden Entscheidungen beteiligen, da nur so die Vertrauens- und Finanzkrise bewältigt und eine zukunftsfähige Pastoral gesichert werden können.

 

Mit guten Wünschen für die kommenden Kar- und Ostertage

Eva-Maria Kiklas                                                          Christian Weisner

Bundesteam der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche

 

 

 

10-Punkte-Appell

„Die ‚Zeichen der Zeit’ erkennen !“

der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche

zur aktuellen Finanz- und Vertrauenskrise der Kirche

Die Situation ist dramatisch ernst. Die vorliegenden Fakten sind von prophetischer Klarheit und Deutlichkeit. In dieser Situation helfen weder Resignation, noch die Flucht in die Selbstberuhigung oder Spiritualisierung.

·        Der jetzt stattfindende „Kirchenumbau“ darf nicht veraltete Strukturen stabilisieren, sondern muss an den wirklichen Herausforderungen der Zeit und Bedürfnissen der Menschen Maß nehmen.

·        Bei allen Prioritätensetzungen und aus Sachzwängen begründeten Entscheidungen ist danach zu fragen, welche spirituellen und pastoralen Implikationen sie haben, wie nah die Kirche den Menschen bleibt.

·        Unbedingte Offenheit und Transparenz sind wesentliche Voraussetzungen, auf lange Sicht wieder das Vertrauen der Menschen innerhalb und außerhalb der Kirchen zurück zu gewinnen.

·        Die Kirchenleitungen werden sich für Reformen öffnen müssen, die heute noch kaum vorstellbar sind, wie die Stärkung der Frauenpartizipation und eine neue Berufungstheologie.

·        Nur wenn die Kirchenmitglieder an den Entscheidungsprozessen mitwirken können, werden sie die notwendigen Änderungen auch mittragen und mitverantworten, getreu dem frühchristlichen Leitsatz „Was alle angeht, muss von allen besprochen und entschieden werden!“ und dem Subsidiaritätsprinzip.

·        Eine mehr auf ehrenamtliche Kräfte begründete Kirche ist auch eine prophetische Chance.

·        Kirchen und ihre Strukturen sind kein Selbstzweck sondern immer daran zu messen, ob und wie sie den Grundfunktionen Liturgia, Martyria, Diakonia und Koinonia (d.h. Gemeinschaftsbildung) dienen.

·        Die Communio-Theologie des Zweiten Vaticanums darf nicht ausgehöhlt werden.

·        Die gegenwärtige Finanzkrise kann neue christliche Phantasie frei setzen, die keineswegs einem realistischen und nüchternen Umgang mit Geld widerspricht.

·        Ein wirklicher Aufbruch wird nur dort möglich sein, wo Menschen die Liebe Gottes sehr konkret in ihren Lebenssituationen glaubhaft vermitteln und den Mut haben, auf Gott zu setzen.

 

 

15. Bundesversammlung der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche

26. bis 28. März 2004 in Mainz