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Berlin - Die
Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hat einen
eigenen Straftatbestand für Zwangsehen gefordert. Damit würde das Unrecht
sichtbar gemacht, sagte sie am Montag.
Die Grünen forderten
von der Bundesregierung einen "Aktionsplan" gegen Zwangsehen. Bisher
diskutiere die große Koalition lediglich über schärfere Gesetze, die vor allem
die Opfer treffen würden, kritisierte die Parlamentarische Geschäftsführerin
der Grünen im Bundestag, Irmingard Schewe-Gerigk. Als Beispiel nannte sie den
Vorschlag, das Nachzugsalter für Ehefrauen aus dem Ausland auf 21 Jahre
festzulegen. Epd
Frankfurter Rundschau, 20.6.06, S. 5
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=909017&