ZdK kritisiert Regensburger Bischof
Bonn (AP) Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat den
Regensburger Bischof Gerhard Müller scharf attackiert. Das ZdK werde den
Laienkatholizismus in Deutschland verteidigen, sagte Präsident Hans Joachim
Meyer am Freitag in Bonn. Bischof Müller hatte den gewählten Regensburger
Diözesanratsvorsitzenden Johannes Grabmeier abgesetzt, weil er auch im
kirchenkritischen Verein «Wir sind Kirche» engagiert ist.
Meyer sagte: «Wenn dem, der an seinen Bischof oder an das kirchliche
Amt kritische Anfragen hat, der rechte Glauben abgesprochen und die Wahrnehmung
seiner Rechte bestritten wird, dann werden in der Kirche bald jene Menschen
überwiegen, die zu eigener Überzeugung und zum eigenen Handeln entweder nicht
willens oder nicht in der Lage sind.» Der Bischof müsse «auf den Boden des
argumentativ geführten Dialogs» zurückkehren. Auf das römische Kirchenrecht
könne er sich nicht berufen, da es die gewählten Laiengremien in Deutschland
gar nicht regle.
9. Mai 2003
Quelle: http://de.news.yahoo.com/030509/12/3fpci.html