Wussten Sie schon...?
- ... dass nach Angaben des Zentrums für
Berufungspastoral in Freiburg - einer Arbeitsstelle
der Deutschen Bischofskonferenz - die Zahl der
Priesterkandidaten und die der Neupriester seit
Jahrzehnten noch nie so gering gewesen ist wie im Jahr
1999?
- ... dass es 1999 bundesweit 138 Neupriester gab? Das
waren 19,3 Prozent weniger als 1998. In der gleichen Zeit
ist die Zahl der neu aufgenommenen Priesterkandidaten um
11,6 Prozent auf 190 gesunken .
- ... dass im Bistum Limburg im Jahr 2001 voraussichtlich
keine Priesterweihe stattfinden wird.
- ... dass im Bistum Trier von 1000 Pfarreien nach dem 1.
Strukturplan nur noch 480 Pfarreien besetzbar waren. Nach
dem 2. Strukturplan werden es sogar nur noch 340 sein.
- ... dass im Bistum Rottenburg-Stuttgart nach dem
revidierten Stellenplan 2001 für 1056 Gemeinden noch 280
leistungsfähige Priester zur Verfügung stehen - eine
Gemeindeleitung durch Laientheologen jedoch von der
Bistumsleitung abgelehnt wird?
- ... dass im Schweizer Bistum Basel 141 Gemeinden nicht
von Priestern sondern von Gemeindeleitern und
Gemeindeleiterinnen geleitet werden?
- ... dass im Priestermangel auch eine riesige
Entwicklungschance steckt, wenn die Gemeinde sich selber
für die Weitergabe des Glaubens verantwortlich weiß?
- ... dass Weihbischof Schick von Fulda mit Verweis auf can
102 CIC Diakonat und Priesterweihe nur Männern
vorbehalten sieht (Bonifatiusbote, Nr. 22, 2.6.69)?
- ... dass sich die "Gemeinsame Synode der Bistümer
in der Bundesrepublik Deutschland", die 1972 bis
1975 in Würzburg tagte, für die Weihe von Frauen zu
Diakoninnen und für die Weihe von verheirateten Männern
("viri probatii") ausgesprochen hatte?
- ...dass sich in der vom "Netzwerk Diakonat der
Frau" getragenen Diakoninnen-Ausbildung 14 Frauen in
Deutschland seit September 1999 auf ihre Tätigkeit als
Diakonin in der römisch-katholischen Kirche vorbereiten?
- ... dass auch einzelne deutsche Bischöfe auf die Frage,
wie es mit der Notlage des Priestermangels weitergehen
soll und wann Lösungen kommen, ehrlich antworten, dass
in Lateinamerika, Afrika und Asien die
Bischofskonferenzen vor den gleichen Fragen stehen, dass
dieser Fragestau immer mächtiger werde und dass es eines
Tages weitergeht - weil der Geist Gottes die Kirche nicht verlässt und weil Jesus Christus mit
seiner Kirche nicht Bankrott macht?
- ... dass Mitglieder des Zentralkomitees der deutschen
Katholiken (ZdK) der Ansicht sind, dass wir vielleicht
schon weiter wären, wenn sich die Bischöfe jeweils in
Rom als Verstärker ihres Volkes benehmen würden und
nicht als Schalldämpfer?
Quelle: Wir sind
Kirche, Hannover 14.4.01, u.a.