Benedikt XVI.
erwarten bei seinem bevorstehenden Türkei-Besuch Massenproteste. Auf einer
Kundgebung in
Istanbul sollen Hunderttausende wütende Muslime zusammen kommen. Sie
haben ihm seine Regensburger Rede noch immer nicht verziehen
Eine islamistisch
ausgerichtete Partei kündigte für kommenden Sonntag einen riesigen
Proteststurm an. Zu
der Kundgebung in Istanbul, zwei Tage vor der Ankunft von Benedikt XVI.,
würden "Hunderttausende von
Teilnehmern" erwartet, teilte die außerparlamentarische
Saadet-Partei am
Montag mit. Mit seinen Äußerungen über den Islam und den Propheten
Mohammed habe der
Papst die Muslime tief verletzt, hieß es in der Erklärung. Unter normalen
Umständen wäre dem
Papst Gastfreundschaft zugekommen. Weil sich Benedikt jedoch nicht
entschuldigt habe,
sei er in der Türkei nicht willkommen.
Der Papst hatte sich
in seiner umstrittenen Regensburger Rede während seines jüngsten
Deutschlandbesuches
mit dem Verhältnis von Religion und Gewalt beschäftigt und war dabei
kurz auf den Heiligen
Krieg des Islam eingegangen. In diesem Zusammenhang zitierte er einen
christlich-byzantinischen
Kaiser aus dem 14. Jahrhundert mit scharfer Kritik an der
Aufforderung des
Islam, der Glaube solle mit dem Schwert verbreitet werden. Gewalt sei
mit dem Wesen Gottes
unvereinbar, sagte er.
In vielen islamischen
Ländern wurdem dem Papst vorgeworfen, er habe das Christentum in
Sachen Vernunft über
den Islam gestellt. Es hagelte daraufhin Kritik und Anfeindungen. Der
Papst wurde sogar mit
Hitler verglichen, Islamisten forderten zum "Marsch auf Rom" auf, und
es war bereits absehbar, dass der Türkei-Besuch ungemütlich für Benedikt XVI. werden dürfte.
20.11.06
Quelle: http://www.finanztreff.de/ftreff/news.htm?id=26741464&r=0&sektion=topthemen&awert=&u=0&k=0