"In der.Arntskirche muss sich vieles ändern"
Reformbevvegung "Wir sind Kirche" nun auch im Internet
Hanau (did) "Wir haben nicht den Unfehlbarkeitsanspruch und glauben nicht, alle Lösungen parat zu haben. Wir wissen aber, dass sich in der katholischen Kirche vieles ändern muss und wollen dazu einen Diskussionsbeitrag leisten." Hans-Albert Link und Michael Wolff sind engagierte Mitstreiter in der Hanauer Regionalgruppe der katholischen Reformbewegung "Wir- sind Kirche". Dabei Handelt es sich um eine Gruppe katholischer Laien, die an einer Reform der Amtskirche mitwirken und sich nicht, wie so viele Christen es tun, von der Kirche abwenden wollen.
Hervorgegangen aus dem Kirchenvolksbegehren des Jahres 1995, als auch in Hanau Unterschriften für tiefgreifende Reformen innerhalb der katholischen Kirche gesammelt wurden, hat die Hanauer Gruppe von "Wir sind Kirche" in den Folgejahren Diskussionen organisiert, Thesen zur Zukunft der Kirche entwickelt, umfangreiche
Datenerhebungen zur sozialen Situation der Menschen in Hanau und zur pastoralen Lage im Bistum Fulda erarbeitet. Und man hat immer wie- der das Gespräch zu Pfarrgemeinderäten und Seelsorgern gesucht. "Manche stehen einer Auseinandersetzung mit unseren Vorschlägen sehr offen gegenüber, bei anderen ist die Bereitschaft zum Dialog nicht so vorhanden sagt Hans-Albert Link.
| Neue Impulse für die weitere Diskussion erhofft sich
die Reformbewegung "Wir sind Kirche" von ihrem
unlängst fertiggestellten Internet-Auftritt. Unter der
Adresse "www.wir-sind-kirche.de/fulda/hanau"
ist umfangreiches Material über die Bisherige Arbeit und
die Reformvorschläge der Laienorganisation zu finden. Eine der zentralen Forderungen der Reformbewegung ist die Stärkung der Position der Laien. Ziel sei die Gleichwertigkeit aller Gläubigen und die Überwindung der Kluft zwischen Klerus und Laien. Link: "Die pastorale Situation wird sich auch im Bistum Fulda in den nächsten Jahre dramatisch zum Negativen ändern. Die Amtskirche wird zwangsläufig mehr die Laien einbinden müssen. Das setzt aber voraus, dass die Amtskirche mehr als bisher bereit ist, Laien ein Mitspracherecht einzuräumen." |
![]() |
Ziel der Reformer ist zudem eine Stärkung der Ortskirchen. Sie sollen künftig ein Mitspracherecht bei der Ernennung von Bischöfen haben. Eine für das Bistum Fulda hoch aktuelle Forderung, wartet man hier doch noch auf die Ernennung des Nachfolgers des verstorbenen Erzbischofs Dyba durch den Papst. Auch hierzu hat die Reformbewegung "Wir sind Kirche" ein Diskussionsforum im Internet eingerichtet, in dem jeder seine Erwartungen an den neuen Bischof von Fulda äußern kann.
@ www.Wir-sind-kirche.de/fulda-hanau
Hanau Post, Seite 23, 18.5.01
Kirchenvolk-Bewegung stellt sich im Internet vor
Die Regionalgruppe Hanau der katholischen Reformbewegung "Wir sind Kirche" hat eine eigene Homepage ins Internet gestellt (www.wir-sind-kirche.de/fulda-hanau). Nach einjähriger Vorbereitung ist eine umfangreiche Informationssamnlung entstanden.
Themen der Seiten sind etwa Analysen zur aktuellen Situation der Kirche, Statistiken für Hanau und das Bistum Fulda, Sozialdaten der Goldschmiedestadt, Berichte über ökumenisches Engagement in der Weststadt, Überlegungen zu Kirche Gemeinde und Ökumene, Berichte über Begegnungen mit dem Islam sowie Veranstaltungstermine.
Die Regionalgruppe der KirchenVolksBewegung greife Themen auf die im Gemeindealltag weniger berücksichtigt werden, heißt es. Sie verstehe sich als Ergänzung zu den übrigen Angeboten der katholischen Kirche - ähnlich wie der Caritasverband oder das Kolpingwerk - und lege Wert auf ökumenische Kontakte und auch solche "jenseits des Kirchturms". afr
Frankfurter Rundschau, Lokalteil Main Kinzig 18.5.01