Warum in Bangladesch Christen verfolgt werden

 

In Bangladesch aus dem auch Friedensnobelpreisträger Mohammed Yunus ("Bankier

der Armen") stammt – kommt es immer wieder zu Gewalt gegen die christliche

Minderheit durch Muslime. Ein Augenzeuge, ein Pastor der presbyterianischen Kirche

in Bangladesch, ist am 07. März 2007 zu Gast beim Hilfswerk für verfolgte Christen,

Open Doors Deutschland, in Kelkheim (bei Frankfurt/Main). Pastor Ayub* lebt

aufgrund seiner Schlüsselfunktion für die Gemeinden seines Heimatlandes sehr

gefährlich. Über die Situation der Christen und besonders die der Konvertiten in

Bangladesch berichtet der 43-Jährige ab 20.00 Uhr in den Räumen von Open Doors

in der Friedrichstraße 1a und darüber hinaus während seiner Vortragsreise (s. u.)

durch Deutschland mit dem Hilfswerk. Thema des Abends ist: "Vom Saulus zum

Paulus".

 

Der Pastor kennt die lebensgefährlichen Folgen eines Religionsübertritts für Muslime aus

eigener Erfahrung: Er war selbst Muslim, unterwiesen im wahabitischen Islam als die einzig

wahre Religion und stellte selbst Christen nach, bevor er als 19-Jähriger zum Christentum

konvertierte. Seine Familie schämte sich sehr für seinen Religionswechsel. Seine Mutter

sprach daraufhin nur noch über Dritte mit ihm. In der überwiegend islamischen Volksrepublik

 in Südostasien sind rund 83 Prozent der 143 Millionen Einwohner Muslime, nur 0,3 Prozent

Christen. Die wachsende Zahl führender muslimischer Fundamentalisten sieht das Christentum

als westliche Religion an. Obwohl Religionsfreiheit in der Verfassung verankert ist, sieht

die Wirklichkeit anders aus: Christen werden überfallen, verprügelt, sie erhalten Morddrohungen

oder werden getötet. Besonders schlimm trifft es ehemalige Muslime. Der Abfall vom Islam

(Apostasie) gilt als todeswürdiges Verbrechen.

 

Das international tätige Hilfswerk für verfolgte Christen unterstützt die Kirche in Bangladesch

u. a. mit Seminaren, in denen Christen für Verfolgungssituationen geschult werden. Behandelt

werden Themen wie die Vorbereitung der Kirche auf Verfolgung und deren Bewältigung.

Den Hinterbliebenen ermordeter Christen hilft Open Doors finanziell oder durch

Schreibaktionen und Gebetsaufrufe.

* Name geändert

 

21. 2. 2007

 

Quelle: http://www.missionsbefehl.org/html.php/modul/Article/op/read/nid/112/rub/11?infoportalv1=c49fc1c2e558c7f9fdf934992d85f2e2