Wir sind Kirche: Kurzbericht der 14.
Bundesversammlung
„Frauen und Amt in der römisch katholischen Kirche“ war das
Leitthema der 14. öffentlichen Bundesversammlung der KirchenVolksBewegung Wir
sind Kirche vom 24. bis 26. Oktober 2003, zu der mehr als 80 Delegierte aus 19 deutschen Diözesen
nach Frankfurt/Main kamen. Pfarrer Werner Otto als Vertreter der Diözese
Limburg, der Geschäftsführer der Initiative Kirche von unten, Bernd Göhrig,
Vertreter des „Kölner Netzwerks“, des „Fuldaer Kreises für eine offene Kirche“
und der „Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen“ sowie Gäste aus
Frankreich, Südafrika und Australien nahmen an der Bundesversammlung teil.
Das Leitthema wurde aus drei unterschiedlichen Standpunkten
beleuchtet: die Theologin und Religionslehrerin Angelika Fromm, Mainz, hat sich für den Weg der Diakonin
entschieden. Dr. Ida Raming, Greven
bei Münster, ebenfalls Theologin, ist eine der sieben am 29. Juni 2002 auf der
Donau geweihten Priesterinnen. Dr. Ruth
Schäfer, Duisburg, Theologin und bis vor kurzem Missionsärztliche
Schwester, ist aus der Kirche ausgetreten. Moderiert wurde das Podium von der
Journalistin Jutta Perino.
In einem Offenen
Brief an die Bischöfe Dr. Reinhard Marx (Trier) und Dr. Walter Mixa (Eichstätt) wurden diese aufgefordert,
umgehend die Disziplinierungsmaßnahmen gegen die Priester Gotthold Hasenhüttl
und Bernhard Kroll zurück zu nehmen, die im Anschluss an den ökumenischen
Kirchentag verhängt worden waren. Die Bischöfe sollten sich in ihrem
Verantwortungsbereich für Frieden einsetzen, heißt es in dem Brief. Die
Disziplinierungsmaßnahmen seien für das Kirchenvolk und für eine breite
Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar und würden für weit überzogen gehalten.
Neben einem ausführlichen Rückblick auf die Veranstaltungen
und Gottesdienste der KirchenVolksBewegung auf dem Ökumenischen Kirchentag
wurden die Planungen für die Beteiligung
am 95. Deutschen Katholikentag vom 16. bis 20. Juni 2004 in Ulm
vorgestellt.
Bezüglich eines Antrags
zur Mitgliedschaft im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) sprach
sich die Bundesversammlung dafür aus, weiterhin mit dem ZdK projektbezogen
zusammenzuarbeiten, ohne aber eine Mitgliedschaft anzustreben.
Über den aktuellen Stand der Auseinandersetzungen zwischen Wir sind Kirche und den Bischöfen
von Eichstätt und Regensburg wurde am Sonntagvormittag ausführlich
informiert und diskutiert. Dies wurde ergänzt um Berichte über die Mitarbeit in
bzw. Zusammenarbeit mit Diözesanräten in zahlreichen anderen Diözesen.
Auf dem „Markt der Ideen“ wurden Beispiele von Gottesdiensten in anderer Form vorgestellt, die das
breite Spektrum christlicher Spiritualität aufzeigten.
In das paritätisch besetzte sechsköpfige Bundesteam wurden für zwei Jahre wieder
gewählt: Sigrid Grabmeier (Deggendorf,
Bistum Regensburg), Karl Graml
(Lenting bei Ingolstadt, Bistum Eichstätt), Eva-Maria Kiklas (Dresden, Bistum Dresden-Meißen), Siegbert Maier-Borst (Herrenberg, Bistum Rottenburg-Stuttgart) und Christian Weisner (Hannover, Bistum
Hildesheim). Neu in das Bundesteam gewählt wurde Rosemarie Ruping aus Bielefeld (Erzbistum Paderborn), da Dr.
Magdalene Bußmann aus Essen (Bistum Essen) nach langjähriger Mitarbeit, für die
ihr sehr gedankt wurde, nicht mehr kandidiert hatte.
Als Termine für die nächsten Bundesversammlungen sind
geplant: 26. bis 28. März 2004, 22. bis 24. Oktober 2004 sowie 18. bis 20. März
2005.
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