Rom (AP) Papst Benedikt XVI. hat eine Untersuchung gegen den konservativen Orden der Legionäre Christi eingeleitet. Der Außenminister des Vatikans, Kardinal Tarcisio Bertone, teilte am Dienstag mit, Gesandte des Papstes würden alle Institutionen der Legionäre Christi besuchen. Hintergrund sind offenbar jüngste Enthüllungen über den Gründer des Ordens, den Mexikaner Marcial Maciel, der eine uneheliche Tochter haben soll.
Die Vereinigung ist einer der am schnellsten wachsenden Orden der katholischen Kirche. Zu den Bewunderern des Ordens, der in seiner Lehre loyal zum Vatikan steht, gehörte der Vorgänger von Papst Benedikt, Johannes Paul II. Einen Schatten auf die Erfolgsgeschichte des 1941 gegründeten Ordens warfen aber auch schon früher Berichte, dass Maciel Seminaristen sexuell missbraucht haben soll. Er wurde deshalb 2006 vom Vatikan gemaßregelt, der Maciel ein «Leben des Gebets und der Buße» auferlegte und ihm verbot, öffentlich Messen abzuhalten. Maciwel starb 2008. Im vergangenen Monat wurde bekannt, dass Maciel auch eine Beziehung zu einer Frau hatte. Seine Tochter soll inzwischen mehr als 20 Jahre alt sein und in Spanien leben.
31.3.09
Quelle: http://de.news.yahoo.com/1/20090331/tpl-vatikan-leitet-untersuchung-gegen-or-cfb2994_1.html
Der Vatikan will Vorgänge um die „Legionäre Christi“ untersuchen.
Die katholische Ordensgemeinschaft veröffentlichte am Dienstag auf seiner Webseite einen entsprechenden Brief von Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone. In dem auf den 10. März datierten Schreiben heißt es, der Papst habe „entschieden, mit Hilfe einer Gruppe von Prälaten eine Apostolische Visitation der Einrichtungen der Legionäre Christi durchzuführen“. Der Orden war jüngst wegen einer Vaterschafts-Affäre um seinen Gründer Marcial Maciel Degollado (1920-2008) in die Schlagzeilen geraten. Der Priester, der die Kongregation der Legionäre Christi 1941 in Mexiko gegründet hatte, hatte nach Ordensangaben eine Tochter. – Ordensgründer Maciel war im Februar 2008 im Alter von 87 Jahren in den USA gestorben. (kna)
31.3.09
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm#s2