Vatikanstadt (KNA)
25.10.04 - Die katholische Kirche verurteilt religiösen Terrorismus als
"Gotteslästerung" und spricht sich gegen eine unkontrollierte
Globalisierung aus. Das geht aus dem neuen "Kompendium der Soziallehre der
Kirche" hervor, das am Montag im Vatikan vorgestellt wurde. Zugleich hält
sie auch im 21. Jahrhundert daran fest, dass Abtreibung, Euthanasie und Klonen
die Menschenwürde verletzten und dass die so genannte Homo-Ehe einen Verstoß
gegen den unveränderlichen Plan Gottes darstelle.
Das auch als "Sozialkatechismus" bezeichnete Werk
legt auf rund 320 Seiten (plus 180 Seiten Register) die Soziallehre der
katholischen Kirche zu den wichtigsten Themen der Gegenwart dar.
An seiner Erstellung hat der "Päpstliche Rat für
Gerechtigkeit und Frieden" sechs Jahre lang gearbeitet.
Von den zwölf Kapiteln des Kompendiums sind sieben den
großen sozialen Themenbereichen der Gegenwart gewidmet. Im einzelnen werden die
Familie, die Arbeit, die Wirtschaftsordnung, der Staat, die internationale
Gemeinschaft, der Umweltschutz und die Sicherung des Friedens behandelt. Vier
Kapitel sind theologischen und philosophischen Grundlagen der Soziallehre
gewidmet, eines befasst sich mit Anregungen für die Seelsorge. Das Werk ist
zunächst nur in italienischer und englischer Sprache erschienen. Übersetzungen
in weitere Sprachen sind geplant. Ein Termin für das Erscheinen der deutschen
Ausgabe steht noch nicht fest. ........
25.10.04
Nach: http://www.katholisch.de/2315_6839.htm
Vatikan stellt Sozial-Katechismus vor
Rom (AP) Der Vatikan hat am Montag seinen Sozial-Katechimsmus
vorgestellt. Darin wird das Recht auf einen Präventiv-Krieg bezweifelt und
Abtreibung als «fürchterliches Verbrechen» gebrandmarkt. Obwohl beide Themen im
US-Präsidentschaftswahlkampf eine große Rolle spielen, stellte der Heilige
Stuhl klar, dass kein Einfluss auf die Wahl in den Vereinigten Staaten genommen
werden solle. In dem 524 Seiten starken Kompendium sind die Morallehren von
Papst Johannes Paul II und seinen Vorgängern zu einer ganzen Reihe von
aktuellen Fragen zusammengefasst, von der Todesstrafe über
Globalisierungsprobleme bis zu Homosexualität. Neue Ansichten des Oberhauptes
der Katholiken finden sich darin nicht.
Der Vatikan stellte den Sozial-Katechismus in Rom als eine Art Handbuch
vor, das auch für Politiker, Wirtschaftsführer und andere einflussreiche
Personen von Nutzen sein soll. Viele Kapitel behandeln politische Fragen. So
heißt es etwa, dass Terrorismus aufs Schärfste verurteilt werden müsse. Aber
das Recht auf Verteidigung gegen Terror dürfe nicht ohne moralische und
gesetzliche Regeln verfolgt werden.
25. Oktober 2004
Quelle: http://de.news.yahoo.com/041025/12/49l22.html