Tarsus: Verhandlungen über Pauluskirche dauern an
Ankara, 30.06.2009 (KAP) Die Verhandlungen über die Zukunft der aus byzantinischer Zeitn stammenden Pauluskirche in Tarsus, der Geburtsstadt des Völkerapostels, dauern an. Das Gotteshaus soll nach dem Ende des Paulus-Jahrs bis auf weiteres als Pilgerkirche erhalten bleiben, erklärte der deutsche Botschafter in Ankara, Eckart Cuntz, auf Anfrage von "Kathpress" in Tarsus. Cuntz bezog sich auf eine Unterredung mit dem "Vali" (Provinzgouverneur) Hüseyin Aksöy in Mersin. Dieser habe sich dafür ausgesprochen, die von der Stadtverwaltung von Tarsus zu einem Museum umgewidmete Kirche weiter für Pilgergottesdienste zur Verfügung zu stellen, bis eine endgültige Entscheidung gefallen sei. Diese Entscheidung liege bei der Regierung in Ankara.
Cuntz sagte, seitens des "Vali" bestehe "guter Wille", die Angelegenheit im Sinn der Kirche zu lösen. Für die Verhandlungen gebe es jedoch keinen festen Zeitrahmen. Cuntz und der für Tarsus zuständige Bischof Luigi Padovese berieten am Abschluss des Paulus-Jahrs über das weitere Vorgehen. Für eine dauerhafte Nutzung der antiken Kirche als Gotteshaus hatten sich vor allem die deutschen Bischöfe stark gemacht, auch mit Unterstützung des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestags.
In örtlichen Kirchenkreisen heißt es, der Widerstand gehe vom Bürgermeister von Tarsus aus. Aus der Regierung habe man zustimmende Signale für die liturgische Nutzung der Kirche erhalten.
30.06.2009
Quelle: http://www.kathweb.at/content/site/nachrichten/database/26823.html