Fuldaer Weihbischof Prof. Dr. Ludwig Schick zum neuen Erzbischof von Bamberg ernannt

Amtseinführung erst nach der Ferienzeit

Rom/ Bamberg/ Fulda: Johannes Paul II. hat den Fuldaer Weihbischof Prof. Dr. Ludwig Schick (52) zum neuen Erzbischof von Bamberg ernannt. Dies wurde am Freitag, 28. Juni, gleichzeitig in Bamberg und im Vatikan bekannt gegeben..

Nach fast zwölfmonatiger Sedisvakanz hat das Erzbistum damit wieder einen Oberhirten. Schick ist der 75. Bischof (13. Erzbischof) seit Gründung des Bistums im Jahre 1007 (bzw. Erhebung zum Erzbistum 1818) und Nachfolger von Erzbischof Dr. Karl Braun, der am 2. Juli 2001 von seinem Amt entpflichtet worden ist.

Der Termin der Amtseinführung steht noch nicht fest. Sie wird nach der Ferienzeit voraussichtlich im September, erfolgen. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wird dabei Erzbischof Schick nach Überreichung des päpstlichen Ernennungsschreibens an das Bamberger Domkapitel von seiner Erzdiözese "Besitz ergreifen". Bis dahin wird das Erzbistum weiter von Diözesanadministrator Weihbischof Werner Radspieler geleitet.

Der neu ernannte Bamberger Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick wurde am 22. September 1949 in Marburg geboren. Von seinem Heimatort Mardorf aus besuchte er die Stiftsschule St. Johann in Amöneburg, wo er 1969 das Abitur ablegte. Seine philosophisch-theologischen Studien absolvierte er in Fulda und Würzburg. Sein besonderes Interesse galt der neutestamentlichen Exegese. In der Diplomarbeit befasste er sich mit den formalen und inhaltlichen Beziehungen von 2 Kor 6, 14-7,1 zu den Qumranschriften. Nach seiner Priesterweihe am 15Juni 1975 und der Kaplanszeit in Neuhof widmete er sich weiterführenden kanonistischen Studien an der Päpstlichen Universität Gregoriana, die er 1980 mit der Promotion summa cum laude abschloss. Seine Promotionsschrift behandelt das Thema "Das dreifache Amt Christi und der Kirche". Während seines Aufenthalts in Rom war er durch den Apostolischen Stuhl zum Vizerektor des Priesterkollegs Santa Maria dell' Anima bestellt worden. Seit 1981 lehrt Schick an der Theologischen Fakultät Fulda und am Katholischen Seminar an der Philipps-Universität Marburg Kirchenrecht und ist in seinem Fachgebiet durch zahlreiche Veröffentlichungen hervorgetreten. In der Diözese Fulda war Prof. .Schick zunächst im Bischöflichen Offizialat und 15 Jahre lang in der Priesterfortbildung tätig. Über ein Jahrzehnt war er Ökumenereferent und Vorsitzender der Ökumenischen Kommission des Bistums. Seit 1985 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät Fulda. 1987 wurde ihm als Ordinariatsrat darüber hinaus die Leitung der Stabsstelle Kirchenrecht im Bischöflichen Generalvikariat übertragen. im gleichen Jahr wurde er ins Domkapitel berufen. 1990 wurde er zum stellvertretenden Generalvikar ernannt. Am 1. September 1995 folgte die Ernennung zum Generalvikar der Diözese. Am 20. Mai 1998 wurde Schick von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Auzia (Algerien) und zum Weihbischof in Fulda ernannt und am 12, Juli des gleichen Jahres durch Erzbischof Johannes Dyba im Fuldaer Dom feierlich konsekriert. Sein Wahlspruch ist ein Wort aus dem 1. Korintherbrief des Apostels Paulus: "Sapientia nobis a Deo" (1 Kor 1,30) - "Jesus Christus - die Weisheit uns von Gott gegeben". Am 23. September 2001 wurde er von Bischof Algermissen wieder zum Generalvikar der Diözese ernannt. Neben seiner Lehr- und Veraltungstätigkeit blieb Schick immer in der Pfarrseelsorge tätig. Von 1981 bis zu seiner Bischofsweihe ersetzte er in der Pfarrei Hattenhof nahe Fulda den Kaplan. Bei der in Rom vom 30. September bis 27. Oktober 2001 tagenden Weltbischofssynode war Weihbischof Schick einer der von der Deutschen Bischofskonferenz gewählten und vom Papst bestätigen Synodalen. Schick leitete als Moderator die deutschsprachige Arbeitsgruppe.

29.6.02

Quelle: http://de.groups.yahoo.com/group/pfarreischroeck/message/759