Trauer über 35 Jahre Schändung des orthodoxen Erbes in Nordzypern

 US-amerikanische Helsinki-Kommission prangert Vernichtung orthodoxer sakraler Stätten an

 Nicosia-Washington, 24.07.2009 (KAP) In den 35 Jahren seit der türkischen Invasion im Norden Zyperns sind hunderte Kirchen und Kapellen auf der Mittelmeerinsel geschändert, geplündert oder zweckentfremdet worden. Tausende Ikonen und Mosaiken seien entwendet und im internationalen Kunsthandel angeboten worden. Dies geht aus einem Bericht der US-amerikanischen Helsinki-Kommission (CSCE) hervor. Der Bericht trägt den Titel: "Die Verwüstung des Kulturerbes in Nordzypern und die Schändung des internationalen Rechts".

 Nach Angaben der CSCE wurden im Norden Zyperns seit 1974 insgesamt 500 Kirchen und Kapellen geplündert, 133 christliche Gotteshäuser und Klöster wurden entweiht, 15.000 Ikonen entwendet. 77 orthodoxe Kirchen seien unter dem Druck der türkischen Besatzer zu Moscheen "umgeweiht" worden, 28 Gotteshäuser habe das türkische Militär als Krankenhäuser oder Kasernen zweckentfremdet. Unter den betroffenen Gotteshäusern sind nicht nur griechisch-orthodoxe Kirche, sondern auch katholische, maronitische und armenisch-apostolische.

 24.07.2009

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