Regensburger Diözesankomitee entgegen Beschluss der Vollversammlung in Laiengremium aufgenommen

 

München (ddp-bay). Das Präsidium des Landeskomitees der Katholiken in Bayern hat sich über eine Entscheidung der Vollversammlung hinweggesetzt und die Vertreter des Regensburger Diözesankomitees in das Laiengremium aufgenommen. Die Delegierten des vom Bischof Gerhard Ludwig Müller neu geschaffenen Diözesankomitees hätten mit sofortiger Wirkung Sitz und Stimmrecht in den Organen des Landeskomitees, heißt es in einer am Montag verbreiteten «Klarstellung» des Präsidiums.

Es liege außerhalb der Entscheidungsbefugnis des Landeskomitees, über eine Aufnahme der Regensburger Delegierten zu befinden, hieß es. Das Diözesankomitee in Regensburg sei das vom Bischof anerkannte Organ des Laienapostolats und damit «ohne die spezifische Bestätigung durch die Vollversammlung natürliches Mitglied des Landeskomitees der Katholiken in Bayern», sagte der Vorsitzende Helmut Mangold.

Die Frühjahrsvollversammlung des Landeskomitees hatte den Regensburger Vertretern am Freitagabend mit 33 von 50 Stimmen vorerst eine Mitgliedschaft verweigert. Die Delegierten des Diözesankomitees sollten bis Herbst lediglich einen Gaststatus haben. Das Präsidium hatte dagegen vor der Abstimmung eine Aufnahme der Vertreter des Regensburger Diözesankomitees als vollwertige und gleichberechtigte Mitglieder ausdrücklich empfohlen, konnte sich aber mit dieser Position nicht durchsetzen.

Hintergrund ist die Neuordnung des Laienapostolats im Bistum Regensburg. Bischof Müller hatte zum ersten Advent die obersten gewählten Laiengremien der Diözese aufgelöst und stattdessen ein Diözesankomitee und einen Pastoralrat eingesetzt. Die Entscheidung sorgte im Bistum für Proteste und stieß auch über die Diözese hinaus auf Kritik.

(ddp)

 

Montag 3. April 2006

 

Quelle: http://de.news.yahoo.com/03042006/336/katholische-laien-praesidium-revidiert-versammlungsbeschluss.html