Prominente
Katholiken rügen
Bischöfe wegen ihrer Haltung zu Donum vitae
Katholiken streiten über
Schwangerenkonfliktberatung
Politiker und Theologen haben die Arbeit von
"Donum Vitae" bei der Schwangerschaftskonfliktberatung verteidigt.
Sie kritisierten die deutschen Bischöfe, die erklärt hatten, der Verein stehe
außerhalb der Kirche.
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Bonn - "Donum Vitae" sei ein
privatrechtlicher Verein, der ausdrücklich nicht im Namen der katholischen
Kirche handele, heißt es in der am Donnerstag in Bonn veröffentlichten
Erklärung. Die meisten Mitglieder von "Donum Vitae" seien jedoch
engagierte Katholiken, die dem Lebensschutz dienen wollten. "Wie kann dann
deren Vereinigung außerhalb der Kirche stehen?" Ende Juni hatten die
katholischen Bischöfe erklärt, dass kirchliche Angestellte nicht in der
Organisation mitarbeiten dürften, und unterstrichen, "Donum Vitae"
sei eine "Vereinigung außerhalb der katholischen Kirche".
Unterzeichnet ist der "Zwischenruf" unter anderen von
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU), dem früheren
Ministerpräsidenten Bernhard Vogel (CDU), dem ehemaligen bayerischen
Staatsminister Hans Maier (CSU), der früheren Präsidentin des Berliner
Abgeordnetenhauses, Hanna-Renate Laurien (CDU), und dem früheren Augsburger
Pastoraltheologen Hanspeter Heinz. Sie hatten die Initiative mit gegründet oder
unterstützen sie an führender Stelle.
Gegen die Linie des Papstes
"Donum Vitae" (Geschenk des Lebens) wurde 1999 von katholischen Laien
nach dem Ausstieg der Bischöfe aus dem gesetzlichen Beratungssystem gegründet.
Der Verein wählt bei der Beratung von Schwangeren in Konfliktsituationen einen
Weg, den Papst Johannes Paul II. klar abgelehnt hatte: Die Mitarbeiter geben
nach der Beratung den vom Gesetzgeber geforderten Schein aus, der den Zugang zu
einer straflosen Abtreibung eröffnet. Nach Einschätzung des Papstes wird
dadurch das Zeugnis der Kirche gegen Abtreibung verdunkelt. dpa
20.7.06