Kaum haben sich die deutschen Bischöfe klar von der deutschen Piusbruderschaft distanziert, gehen die Pius-Brüder in die Offensive. Die Bischöfe wollten eine Tabuzone errichten und handelten gegen das Signal aus Rom. Außerdem erkenne die Bruderschaft die Autorität des Papstes an – im Gegenteil zum deutschen Episkopat.
Die Piusbruderschaft in Deutschland hat die Vorwürfe der katholischen Bischöfe im Zusammenhang mit dem Holocaust-Leugner Richard Williamson scharf zurückgewiesen und ist selbst in die Offensive gegangen.
„Das Verhalten der deutschen Bischöfe ist nicht vom Geist der Brüderlichkeit getragen“, hieß es in einer am Freitag auf der Internetseite der Pius-Brüder veröffentlichten Erklärung des Distriktoberen Pater Franz Schmidberger. Vielmehr gehe es ihnen darum, „Tabuzonen“ zu errichten.
Er forderte die Kirchenoberen auf, den „verleumderischen Vorwurf des Antisemitismus oder Antijudaismus“ gegen die Piusbruderschaft zurückzunehmen. Statt den Dialog zu suchen, handelten die Bischöfe gegen das Signal aus Rom, „welches durch die Rücknahme des Exkommunikationsdekretes gesetzt wurde, und lehnen jedes Gesprächsangebot von Seiten der Bruderschaft ab.“
6. März 2009
Quelle: http://www.welt.de/politik/article3331340/Piusbruderschaft-greift-deutsche-Bischoefe-an.html