"Pfingstmontag
zum Tag der Ökumene machen"
Hannover, 27.5.2004 (KNA). Die Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche"
kritisiert die Ablehnung der katholischen Bischöfe, Pfingstmontag zu einem
Tag der Ökumene zu machen. Die Bischofskonferenz solle den Vorschlag
zumindest für das kommende Jahr aufgreifen, forderte "Wir sind
Kirche" am
Donnerstag in Hannover. Die Vollversammlung der Bischöfe hatte Anfang März
den Wunsch des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und der
evangelischen Kirche abgelehnt, Pfingstmontag als Fest der Einheit der
Christen zu feiern und zu ökumenischen Gottesdiensten einzuladen. Dabei
verwiesen sie auf den "unersetzlichen, primären Rang der
Eucharistiefeier"
an Sonn- und Feiertagen.
Diese Begründung der Bischofskonferenz überzeuge gerade für Pfingstmontag
nicht, da der Feiertag weltkirchlich nicht relevant sei, so "Wir sind
Kirche". Es entstehe der Eindruck, dass die Bischöfe lieber
"ängstlich
konfessionelle Besitzstandswahrung betreiben", statt in der Ökumene die
Chance für das gemeinsame Zeugnis für die Frohe Botschaft Jesu Christi
wahrzunehmen. Das ZdK hatte erklärt, die stärkere ökumenische Ausrichtung
entspreche einer an vielen Orten gewachsenen Praxis. Pfingsten sei als Fest
des Heiligen Geistes zugleich ein Fest der Kirche. Auch Sprecher der
evangelischen Kirchen hatten sich über die Haltung der Bischöfe enttäuscht
gezeigt.
Quelle:
http://www.kna.de/webnews/kwn0_472prs865qylo/kwn0-20040527t114724078.htm
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