Offener Brief an den Papst?
Protest gegen den Regensburger Bischof: Förderverein plant Aktionen
Regensburg. (pk) Die Gegner der Kirchenpolitik von Bischof Gerhard
Ludwig Müller haben sich in einem "Förderverein Laienverantwortung"
formiert. Der seit dem 11. März bestehende Verein will das Laienapostolat in
der Diözese unterstützen und fördern - abseits der vom Bischof geschaffenen
neuen Strukturen. Zum Papstbesuch soll es einen offenen Brief geben.
Dr. Johannes Grabmeier aus Deggendorf und Florian Kraus aus Regensburg führen
als 1. und 2. Vorsitzender den Verein. Auch der frühere Diözesanratsvorsitzende
Fritz Wallner gehört ihm an.
Der Verein kritisiert erneut die Zerschlagung der "bewährten Strukturen
der Laienverantwortung" im Bistum. Müller zeige durch seine Dekrete, dass
er den Anteil aller Gläubigen am Sendungsauftrag der Kirche gering schätze. In
ihrer jüngsten Versammlung hätten die Mitglieder berichtet, so Grabmeier, dass
sich viele Pfarrgemeinderäte in ihrer Arbeit nicht von Geist und Inhalt der
neuen Statuten beeindrucken ließen. "Vielerorts wird die Meinung
vertreten, erst komme die Pfarrgemeinde und dann erst der Bischof in
Regensburg, der aber im Alltagsleben nur eine untergeordnete Rolle
spiele", schreibt Grabmeier.
Zum Papstbesuch seien einige Aktionen besprochen und vorgeplant worden, unter
anderem ein offener Brief an den Papst, Mahnwachen und ein Gebet für die
Diözese.
Weitere Informationen:
www.laienverantwortung-regensburg.de
22.6.06
Quelle: http://www.zeitung.org/zeitung/891324-100,1,0.html