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Anfrage an die
Ökumene oder: Frust und Stagnation im Alltag? |
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| Bild: Publik Forum 22.11.02, S. 36 |
Überlegungen zur ökumenischen Zusammenarbeit aus dem Erleben von www.wir-sind-kiche.de/fulda-hanau
Der Ökumenische Kirchentag 2003 wirft seine Schatten voraus. Erwartungen, Hoffungen und Ängste werden formuliert. Was kann ein solches Großereignis ein solcher Event für die Ökumene bedeuten? Bringt der ökumenische Kirchentag Impulse oder nur einen großen Flopp?
Erfahrungen aus dem ökumenischen Alltag
Die Stunde der Wahrheit der Ökumene schlägt nicht auf einem Großereignis sondern vor Ort. Nur wie sieht es dort aus? In Hanau herrscht auf den ersten Blick ein vorsichtig freundliches Klima. Schaut man aber etwas hinter die Kulissen, fällt bei gemeinsamen Projekten folgendes auf. Es geht oft unterschwellig um die Fragen:
Wer leitet das ganze?, Wer ist Motor?, Wer ist Trittbrettfahrer?; Wer finanziert was? Wer hat welchen Einfluß? Wer fühlt sich von wem über den Tisch gezogen?, Wessen Profil kommt zu kurz?
Ökumenische Kontakte scheinen oft weniger einer Neigung oder gar einem inneren Anliegen zu entspringen, sondern erwecken eher den Eindruck von Pflichtaufgaben, denen man sich nicht entziehen kann, weil sie inzwischen ein zu großes Eigengewicht entwickelt haben. Dieses Haltung scheint sich nicht nur auf das Verhältnis von katholischer zu evangelischen Kirche zu prägen, sondern auch zwischen den evangelischen Konfessionen vor Ort verbreitet zu sein. Locker wirkt das ganze nicht. Ansonsten geht man lieber getrennte Wege, zumal jede Konfession genug mit sich selbst zu tun hat.
Welchen Anforderungen sollte gelebte Ökumene genügen?
Ökumene setzt voraus:
Abendmahl / Eucharistie
Es ist gängige Praxis, Christen der jeweils andern Konfession zum Abendmahl bzw. zur Kommunion im Rahmen der Gastfreundschaft zuzulassen.
Eine gemeinsame Abendmahl- / Eucharistiefeier setzt auch auf "Funktionärsebene" gewollte und gelebt Gemeinschaft voraus. Eine gemeinsame Abendmahl- / und Eucharistiefeier sollte mehr sein als eine "Demonstration" oder ein "Geschäftsessen".
Was ist realisierbar, was wünschenswert?
Wir halten es in der Ökumene für wichtig und ehrlich, sich selbst und andern nichts vorzumachen bzw. sich Selbsttäuschungen hinzugeben.
Daraus ergeben sich folgende Fragen:
Z.B. - Ökumene als mehr oder weniger unverbindliches Nebeneinander?
Z.B. - Ökumene als ein wie auch immer gearteter Kirchenverbund unter römischer Führung?
Auf dem Hintergrund der erlebten Realität:
18.11.02
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