"Pfingstmontag zu ökumenischem Zeichen nutzen"

ZDK ruft die christlichen Gemeinden in Deutschland dazu auf, den kommenden Pfingstmontag als "Tag der Einheit der Kirche" zu begehen

Der Sprecher des Sachbereichs "Pastorale Grundfragen" des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Hans-Georg Hunstig, hat die christlichen Gemeinden in Deutschland dazu aufgerufen, den kommenden Pfingstmontag als "Tag der Einheit der Kirche" zu begehen.

Mit diesem Aufruf griff der ZdK-Sprecher eine Anregung aus dem Beschluss des ZdK "Ermutigung zur Ökumene" vom vergangenen November auf, in dem es heißt: "Durch die Gemeinschaft in Gebet und Gottesdienst, durch gemeinsame Angebote zu Begegnung und Austausch, durch gemeinsame diakonische Initiativen soll der Pfingstmontag zu einem deutlichen öffentlichen Zeichen für eine wachsende Gemeinschaft in Zeugnis und Dienst von Christinnen und Christen werden."

Hunstig erinnerte daran, dass es aus den letzten Jahren schon viele gute Erfahrungen mit ökumenischen Gottesdiensten der jeweiligen Nachbargemeinden zum Pfingstmontag gibt. "Das ZdK möchte deshalb die Einen darin bestärken, die guten Erfahrungen auch in diesem Jahr wieder umzusetzen und die Anderen ermuntern, mit der jeweiligen Nachbargemeinde mit eigener Phantasie zu überlegen, wie erstmals auch in der eigenen Gemeinde zu Pfingstmontag die Einheit der Kirche in besonderer Weise erfahrbar gemacht werden kann," so der ZdK-Sprecher.

Als Beispiele verwies er auf abendliche ökumenische Gottesdienste, die in der katholischen Kirche beginnen und nach einem gemeinsamen Weg in der evangelischen Kirche enden könnten, an gemeinsame Abendgebete aller Christen einer Stadt und an ökumenische Gemeindewanderungen oder Ökumenefeste am Pfingstmontag. Als besonders gelungenes und zeichenhaftes Miteinander bezeichnete Hunstig die "Nacht der offenen Kirchen" in Berlin, in der mehr als 130 Gemeinden aller Konfessionen in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag ihre Kirchen zu Gebet, Stille, persönlichem Gespräch, Musik und zum abschließenden ökumenischen Gottesdienst öffnen.

"Gerade das Pfingstfest erinnert die Christinnen und Christen an die Sendung von Gottes Geist, der zur Vertiefung der Einheit und zum Aufbruch in die Gesellschaft hinein inspiriert. Ich hoffe, dass das Erlebnis des Pfingstmontags am 20. Mai 2002 für viele Christinnen und Christen in Deutschland ein wichtiger Schritt hin zum Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin sein kann," so der Sprecher des ZdK.

26.04.2002

Quelle: www.katholische-kirche.de