Ökumene: Bischofskonferenz mahnt zur Trennung beim Abendmahl

Berlin (AP) Vier Wochen vor dem ökumenischen Kirchentag in Berlin hat die Deutsche Bischofskonferenz nachdrücklich an die Teilnehmer appelliert, die Unterschiede zwischen katholischer Eucharistiefeier und evangelischem Abendmahl zu respektieren. Der Ständige Rat erinnerte am Dienstag in Würzburg an die jüngste Enzyklika des Papstes, in der dieser die Katholiken vor einer Teilnahme am Abendmahl in protestantischen Gottesdiensten gewarnt hatte.

«Der Kirchentag in Berlin kann zu einem großen ökumenischen

Zeichen werden», erklärte das Gremium. Nötig sei jedoch der gegenseitige Respekt vor den Unterschieden im Glauben. Auch die Veranstalter des Kirchentages hätten darum gebeten, die gültigen Regeln zu achten und in ökumenischer Sensibilität miteinander umzugehen. Die Deutsche Bischofskonferenz gehe davon aus, dass alle Beteiligten diesem Wunsch der Veranstalter nachkämen.

Die Evangelische Kirche in Deutschland hatte die Enzyklika von Papst Johannes Paul II. vergangene Woche mit einer Einladung an «alle getauften Christen» zum evangelischen Abendmahl auf dem Kirchentag beantwortet, der vom 28. Mai bis 1. Juni stattfindet. Der Rat der EKD begründete dies mit dem Hinweis, dass das Abendmahl alle empfangen könnten, «die als getaufte Christen die Teilhabe an der Gegenwart Christi in Brot und Wein begehren».

Die Bischofskonferenz erklärte, sie stimme mit dem Rat der EKD darin überein, dass sich die ökumenische Gemeinsamkeit der Kirchen auch dann verstärke, «wenn deutlicher wird, worin bleibende Unterschiede bestehen». Man sei zuversichtlich, dass von dem Kirchentag «ein ermutigendes Signal für den Glauben in Deutschland und neue Impulse für das ökumenische Miteinander ausgehen».

 

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29. April 2003

Quelle: http://de.news.yahoo.com/030429/12/3f35g.html