Kirche: Stark zurückgehendes Interesse für Priesterberuf

Freiburg, 2.4.2004 (KNA). Ein stark zurückgehendes Interesse für den
Priesterberuf verzeichnet die katholische Kirche in Deutschland. Wie das
Zentrum für Berufungspastoral am Freitag in Freiburg mitteilte, sank die
Zahl der Priesterkandidaten im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent auf 1.128. Es
müsse damit gerechnet werden, dass in den kommenden zehn Jahren zwei Drittel
der Pfarreien keinen eigenen Pfarrer mehr hätten. Ein Drittel der aktiven
Geistlichen sei bereits über 60 Jahre alt.

Das Zentrum für Berufungspastoral, eine Arbeitsstelle der Deutschen
Bischofskonferenz, warnte vor falschen Schlüssen aus der gegenüber dem
Vorjahr nahezu gleich gebliebenen Zahl neu geweihter Priester. Im
vergangenen Jahr waren dies nach Auskunft des Stellenleiters Peter Birkhofer
130 Diözesanpriester und 29 Ordensmänner; im Jahr davor wurden 131
Diözesanpriester und 22 Ordensleute geweiht.

Im Jahr 2003 wurden mit 193 Männern 3,5 Prozent weniger in die Seminare und
Konvikte zu Theologiestudium und Vorbereitung auf das Priesteramt
aufgenommen als im Vorjahr. Birkhofer rechnet damit, dass sich die Zahl der
Kandidaten für die Priesterweihe "in den nächsten Jahren jeweils um die 110
bewegen wird". Vor 20 Jahren waren es in den westdeutschen Bistümern rund
240.

Quelle:
http://www.kna.de/webnews/kwn0_472prs865qylo/kwn0-20040402t125244109.htm

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