Ägypten
Helfen, beten, kämpfen
Die Lehren der radikalen Muslimbrüder inspirieren Islamisten in
der ganzen Welt. In ihrem Herkunftsland Ägypten gewinnen sie an Boden. Die
Regierung verfolgt und fürchtet sie. Und nutzt sie zugleich: Die
Fundamentalisten dienen dem Regime als Argument gegen Reformen
Kairo
Kein Staatsdiener lässt sich gern nachsagen, er sei nicht vorbereitet gewesen.
Für den Fall, dass die Lage in Ägypten explosiv wird, pflegt der Innenminister
gepanzerte Mannschaftswagen am Unruheherd in Stellung zu bringen. An diesem
Freitag stehen sie in der Altstadt von Kairo, schwarz, vergittert, ein gutes
Dutzend an der Zahl. Davor wachen Polizisten mit Helmen, Schilden und
Schnellfeuergewehren. Gewöhnlich kontrollieren sie die Universitäten, weil dort
gern Demonstranten übers Gelände ziehen und die Außenwelt mit Zwist und Aufruhr
zu infizieren suchen. Heute umkreisen die Polizisten die erhabene
Al-Azhar-Moschee, wo gerade tausend Männer zum Freitagsgebet auf die Knie
sinken. Ägypten ist ein mehrheitlich islamisches Land. Doch viele seiner
Beamten sehen im Islam eine Gefahr für den Staat.
Präsident Hosni Mubarak kam an die Macht, als sein Vorgänger Anwar
al-Sadat von einer islamistischen Terrorgruppe ermordet wurde. Das war vor fast
23 Jahren. Heute geht ein Riss durch Ägypten – zwischen einer abgebrühten,
überwiegend säkularen Elite und einer wachsenden jungen, meist gläubigen
Bevölkerung. Auch wenn Hosni Mubarak soeben seine Regierung mit neuen Ministern
aufgefrischt hat: Er steht für vieles, was jungen Ägyptern weniger gefällt. Der
76-jährige Präsident gilt als verlässlicher Freund Amerikas, als dankbarer
Empfänger von zwei Millionen Dollar US-Militärhilfe im Jahr, als geduldiger
Partner Israels, als Herr des permanenten Ausnahmezustands in Ägypten und
Sachwalter der wirtschaftlichen Stagnation. Junge Ägypter fragen, wie sich das
Land von Amerika distanzieren kann, wie Israel bekämpft und die eigene
Identität gestärkt werden kann. Ihre Antwort heißt: Islamisierung.
Eine weltweite Organisation, älter als die Vereinten Nationen
Die Rede ist hier nicht vom islamistischen Terror. Ihn hat Mubarak
mit Erfolg bekämpft. Der letzte große Anschlag in Ägypten liegt sieben Jahre
zurück. Danach haben die wichtigen islamistischen Gruppen der Gewalt
abgeschworen. Was der Präsident heute fürchtet, ist die Macht jener Islamisten,
die nicht mit Bomben werfen. Sie beackern das Brachland, das die Westimporte
Sozialismus und Liberalismus hinterlassen haben. Wo profane Macht versagt,
bieten sie den Glauben als Lösung an. Sie rufen auf zum Kampf gegen die
Globalisierung, die in den Augen vieler Ägypter in das Land einfällt wie es
zuvor nur die Kreuzritter taten.
Die Rede ist von den Muslimbrüdern. Sie sind selbst eine globale Organisation und älter als die UN. Schon 1928 gründete Hassan al-Banna die legendäre Gruppe al-Ichwan al-Muslimin, deren Ideologen und Prediger islamistische Zellen in der ganzen Welt inspirierten. Heute sind ihre Filialen über viele muslimische und westliche Länder verstreut. In Ägypten ist ihre Mission schwierig. Wo immer die Muslimbrüder politisch handeln, treten Polizisten und Staatsanwälte auf den Plan. Zuletzt rollte im Mai eine Verhaftungswelle über sie hinweg. Doch Ausgrenzung und Arrest haben die Macht der Muslimbrüder nicht gebrochen.
Die Geschichte dieser Gruppierung erzählt, wie autoritärer
Kleinmut schon die Ansätze von Demokratisierung in der arabischen Welt
verhindert. Wie Verbote moderate Islamisten schwächen, die den Ausgleich mit
dem Staat suchen. Wie Repression Radikalismus schürt.
Das Hauptquartier des islamistischen Widerstands liegt im Kairoer
Zentrum, unweit der amerikanischen Botschaft. Das Haus des Ärzteverbandes hat
schon bessere Zeiten gesehen. In dem Putz- und Kachel-Palast aus den fünfziger
Jahren vermuten die Sicherheitsbehörden Widerstand gegen die Staatsgewalt.
Doktor Issam al-Erian, Schatzmeister der Muslimbrüder und Vizechef des
Ärzteverbandes, empfängt hier seine Kunden. Eine Frau mit hellbraunem Kopftuch
und dunklem langen Rock sucht einen Anwalt für einen Arbeitsvertrag. Sie kommt
zu al-Erian, einem vertrauenerweckenden Mann mit getrimmtem Bart und randloser
Brille. Er telefoniert kurz, schreibt eine Nummer auf und reicht ihr den
Zettel. Die Frau bedankt sich unter mehrfachem Nicken. Ein alter Mann braucht
einen Chirurgen, hat aber kein Geld. Al-Erian kennt einen Kollegen und gibt ihm
dessen Telefonnummer. So funktioniert sie, die islamistische Konspiration.
Al-Erian sitzt seit 18 Jahren an diesem Schreibtisch, mit
Unterbrechungen. Die Zeit von 1995 bis 2000 verbrachte er im Gefängnis, wegen
»staatsgefährdender Umtriebe«. Die Muslimbrüder haben gelernt, sich dem
feindlichen Biotop anzupassen. Weil sie von Parlamentswahlen ausgeschlossen
waren, eroberten sie die Berufsverbände. Ob bei Ärzten, Anwälten, Journalisten
– überall demonstrierten sie ihre wachsende Macht. Die Behörden haben vielen
Verbänden Neuwahlen verboten, weil die Muslimbrüder in jeder Abstimmung
zulegten. Bei der Parlamentswahl 2000 stellten Kandidaten, die den Muslimbrüdern
nahe standen, die stärkste Oppositionsgruppe. Willkürliche Nachwahlen und
willfährige Richter korrigierten das für den Staat unerfreuliche Ergebnis. Doch
was täten die Brüder, wenn sie tatsächlich einmal die Mehrheit erringen würden,
Herr al-Erian?
»Wir wollen die Aufhebung des Ausnahmezustands, Meinungsfreiheit,
Versammlungsfreiheit, Parteienfreiheit«, sagt er. Geschenkt, das wollen fast
alle ägyptischen Oppositionsparteien; aber würden die Muslimbrüder bei einer
Wahlniederlage die Macht auch wieder abgeben? »Ja, natürlich.« Würden sie die
Aufhebung von Gesetzen durch demokratisch gewählte Nachfolger akzeptieren?
»Durchaus, wenn sie nicht gegen die Verfassung verstoßen. Kein Gesetz darf die
Prinzipien der Scharia verletzen. Sie ist die Hauptquelle der Gesetze.« Das
dürfte ägyptische Säkulare und Christen beunruhigen. Werden sie nicht
diskriminiert? »Auf keinen Fall! Sie genießen die gleichen Rechte und Pflichten
wie Muslime. Der Islam ist zwar nicht ihre Religion, aber ihre Zivilisation.«
Und Juden? »Für sie gilt das Gleiche!«
Ägypten hat diplomatische Beziehungen mit Israel. Werden die
Muslimbrüder diese achten? »Nein. Palästina ist arabisches Land.« Aber was tun
mit diesem jüdischen Staat, der schon seit 56 Jahren existiert? »Seine Existenz
ist ein Verbrechen des Westens.« Rechtfertigt das Terroranschläge gegen
Zivilisten? »Wir Muslimbrüder haben jeder Art von Gewalt abgeschworen. Doch
Widerstand in Palästina ist keine Gewalt, sondern Kampf für die Freiheit.« Was
ist mit dem Terror im Irak und Saudi-Arabien? »Der Irak ist besetzt, da ist der
Kampf gerechtfertigt, in Saudi-Arabien sind Anschläge ein Verbrechen.«
Die Muslimbrüder wissen, dass sie mit solchen Argumenten die Meinung vieler Ägypter treffen. Stimmungen aufzufangen oder – wenn nötig – anzuheizen ist ihre große Stärke. Sie haben einen Entwurf für die »Demokratisierung« Ägyptens vorgelegt, von dem niemand weiß, wie aufrichtig er ist. Der Vorschlag konkurriert mit Reform-Initiativen der Regierung und der USA. Anregungen von außen lehnen die Muslimbrüder grundsätzlich ab, ob aus Washington oder Brüssel. Wenn die Amerikaner allerdings Druck auf Mubarak ausüben wollen, die Gesellschaft zu öffnen – bitte sehr! Moderne Ideen von politischer Freiheit und traditionelle islamische Prinzipien gehören zu ihrer programmatischen Wundertüte.
Doch die Macht der Muslimbrüder liegt nicht in politischen
Traktaten. Auch nicht in Beratungsstunden im Ärzteverband. Nicht in der
islamistischen Zeitung Arabischer Horizont mit der Auflage eines
Vorstadtblatts. Die Macht liegt im Krankenhaus. In der Poliklinik im Stadtteil
Dokki zum Beispiel. Diese Klinik gehört zur Stiftung Dawat al-Haq – Ruf der
Gerechtigkeit. Gerechtigkeit erkennt der Besucher an einer Tabelle, die am
Eingang ausgehängt ist. Es ist die Preisliste für die Leistungen der Ärzte. Das
ist ungewöhnlich in Ägypten. Hier lassen sich Mediziner gern mit rasch
zugesteckten Umschlägen bezahlen oder schicken der Heilung eine Rechnung
hinterher, die krank macht. Die Poliklinik in Dokki ist nicht nur durchsichtig,
sondern auch noch erschwinglich. Dafür sind die Wartestühle aus Plastik, die
Neonröhren nackt, der Wegweiser zum Röntgenlabor mit dem Filzstift auf die Tür
gekritzelt. Wichtiger ist, dass das neue Röntgengerät funktioniert. Arme zahlen
die Hälfte, weil reiche Islamisten helfen.
Aus Spenden wächst das Gebäude in die Höhe. Auf dem Flachdach der
Klinik ragt eine dreischiffige Moschee empor, ein stattlicher Raum, rundum
eingefasst mit poliertem Granit. Das Minarett ist noch nicht verputzt. »Wir
wollen weiter aufstocken«, sagt Scheich Achmed al-Kordi, der in der Moschee die
Freitagspredigten hält. »In Planung sind ein Waisenhaus, eine stationäre Klinik
und ein Seminar für religiöse Erziehung. Die Nachfrage ist groß.« Dawat al-Haq
ist ein Magnet, eine Wohlfahrts-AG, wie Islamisten sie in vielen Ländern
betreiben. Zu den Feiertagen löffeln Besucher kostenlose Mahlzeiten.
Bedürftigen wird die Hadsch bezahlt, die Pilgerfahrt nach Mekka. Witwen und
arme Familien mit mehr als drei Kindern bekommen auf Antrag jene Sozialhilfe,
die der Staat nicht leistet.
Dawat al-Haq hat offiziell nichts mit den Muslimbrüdern zu tun.
Die Stiftung meidet jegliche politische Diskussion. Nur gehört sie zu dem
islamistischen Netz, das sich immer enger über die dicht bevölkerten
ägyptischen Städte und Dörfer spannt. In den Augen der Menschen ist der Islam
die Lösung, wie die Muslimbrüder rufen – und die Islamisten sind die Wohltäter.
So lässt es sich leicht werben. Wie eine Zelle der Muslimbrüder entsteht,
erklärt ein Journalist der Zeitung Arabischer Horizont: »Eine Familie
lädt eine andere ein. Männer die Männer, Frauen die Frauen. Gemeinsam lesen sie
den Koran. Schließlich beginnen sie, ihre Kinder vor bösen Einflüssen zu
schützen, vor dem Fernsehen, vor staatlichen Schulen. Sie schicken sie in islamische
Kindergärten. Dort bekommen sie nicht die verdrehten staatlichen Schulbücher zu
lesen.« Stattdessen liegen Lehrwerke aus: Die Pflichten der muslimischen
Jugend – oder die Aufklärungsbroschüre Warum ich den Schleier trage,
mein Sohn.
Gegen diese Literatur hilft kein Verbot, gegen Sozialhilfe wirkt
keine Ausgangssperre, gegen Islamisierung der Gesellschaft ist keine
konkurrierende Idee gewachsen. Gamal Nassers Dritte-Welt-Sozialismus kennen die
Jungen nur aus dem Geschichtsbuch. Was hilft also überhaupt gegen eine
grassierende Frömmigkeit, die sich gegen westlichen Einfluss abzuschotten
sucht? Aufschlussreich sind die Sorgen der Muslimbrüder. Polizeiknüppel?
Läppisch. Es sind die Dissidenten in den eigenen Reihen, welche die Brüder
beunruhigen. Das Reizwort heißt Wasat – was so viel bedeutet wie Mitte. Die
Abweichler wollen ins Parlament.
Noch hat Wasat keine Postanschrift, kein Büro. Aber bei Abou al-Ula Mady laufen die Fäden zusammen. Der 46-jährige Diplomingenieur leitet heute das Studienzentrum für politischen Islam in Kairo. Seine Karriere begann in den siebziger Jahren als Studentenführer mit islamistischer Mission, führte ihn zu den Muslimbrüdern und schließlich 1996 für ein halbes Jahr ins Gefängnis. Das hatte nicht nur mit der Verfolgung der Muslimbrüder zu tun. Mady hatte zuvor mit anderen gemäßigten Islamisten Wasat gegründet und die Stirn besessen, einen Antrag auf Zulassung als Partei zu stellen. Das hat der Staatsgerichtshof nicht nur abgelehnt, sondern bestraft. Ein zweiter Antrag 1998 wurde ebenfalls zurückgewiesen. Am 17. Mai haben sie den dritten Versuch unternommen. Die Richter schweigen.
Aber Muslimbrüder wie Doktor al-Erian äußern sich freimütig: »Die
Wasat-Leute laufen in eine Sackgasse. Der Staat will keine Partei der
Muslimbrüder. Wozu also soll die Wasat-Partei gut sein? Zu nichts Gutem.« Was
denkt Abou al-Ula Mady über die einstigen Gefährten? »Die Muslimbrüder bleiben
Eiferer. Sie haben immer noch den militanten, aggressiven Geist ihrer
Gründungsphase. Deshalb distanzieren sie sich auch nicht klar von Gewalt.« Man
mag sich nicht. Das hat damit zu tun, dass beide aus demselben Stall kommen.
Aber auch damit, dass Demokratie nicht gleich Demokratie ist, wenn Islamisten
darüber reden. Mady findet es absurd, dass die Muslimbrüder stets einen alten
Mann an ihre Spitze stellen, der in einem neblig-trüben Verfahren ausgekungelt
wird. Stirbt er, folgt der nächstjüngere Alte. Der augenblickliche Führer
Mohammed Akif ist so alt wie die Gilde der Muslimbrüder selbst – 75 Jahre.
»Wasat will den Parteiführer offen wählen«, sagt Mady. »Er darf nur einmal
wiedergewählt werden.« Während für die Muslimbrüder das Gottesgesetz der
Souverän ist, sieht Wasat im Volk die letzte Instanz.
Kein Zufall, dass unter den Gründungsmitgliedern der Wasat fast zehn
Prozent christliche Kopten sind. »Die Scharia ist, wie in der Verfassung
geschrieben, eine Quelle der Gesetze, aber eben nur eine«, sagt Mady. »Wir
wollen kein Grundgesetz à la Iran. Wir brauchen eine zivile Verfassung.« Die
Schura, die beratende Kammer der Weisen und Würdenträger in vielen arabischen
Ländern, wird von Muslimbrüdern gern als islamisches Parlament hervorgezeigt.
Mady wischt das vom Tisch: »Die Schura soll bleiben, aber wie kann sie über
Gesetze befinden? Wir brauchen ein Parlament, das Gesetze für alle Details des
Lebens verabschiedet.«
Würde Ägypten eine Demokratie aushalten?
Das wäre dann ja fast so wie in den Mutterländern der westlichen
Demokratie, in Großbritannien und Amerika? »Na ja, nicht ganz«, lacht Mady.
»Die Amerikaner treten ihre Reformvorschläge für Demokratie im Nahen Osten im
Irak selbst in den Staub.« Kein Grund, in Bagdad Bomben zu zünden, meint Mady.
Das sei »Terrorismus«. »Im Übrigen können wir ja auch von jüngeren Demokratien
lernen«, sagt er. »Von der EU zum Beispiel.«
Doch so viel man unten reden mag, von oben kommt nur Schweigen.
Die Ansichten von Abou el-Ula Mady sind für den ägyptischen Staat nicht von
Belang. Wie für viele arabische Regierungen sind Islamisten nun mal Islamisten,
doppelzüngig, populistisch, heimtückisch. Differenzieren schadet nur. Doch
Wasat kann nicht als Untergrund-Organisation, sondern nur als anerkannte Partei
funktionieren. Ein Verbot heißt Untergang für Politiker, die durch die
Institutionen marschieren wollen. Anders bei den Muslimbrüdern: Die Ächtung
bremst sie nur auf der politischen Bühne, in der Gesellschaft wächst ihr
Gewicht.
Warum der Regierung das sogar nützt, wurde auf einer Kundgebung gegen die US-Intervention im Irak Anfang 2003 sichtbar. Das Regime brauchte damals eine laute, aber kontrollierte Demonstration. Man fragte die Muslimbrüder. Sie brachten innerhalb weniger Tage über 100.000 Menschen zusammen. Die Stärke der Muslimbrüder darf zugleich als Rechtfertigung des autoritären, im Land zunehmend isolierten Regimes herhalten: »Seht her, wenn wir nicht wären, hätten die Islamisten die Macht.«
Ein hochrangiger Berater der Regierung hält diese Logik für wirr
und dreht das Argument um: »Die Muslimbrüder blühen doch auf unter diesem
Regime. Nur in einer Demokratie können Alternativen zu den Islamisten wachsen.«
Über die Folgen der Freiheit darf man spekulieren: Würde die Basis
der Muslimbrüder wirklich schrumpfen? Würden säkulare Parteien oder die
moderaten Islamisten von Wasat aufsteigen? Meinen sie es ernst mit der
Demokratie? Wer es vor lauter Furcht nicht ausprobiert, wird es nie erfahren.
Bis den Muslimbrüdern die Macht vielleicht irgendwann von selbst in die Hände
fällt.
Quelle: http://www.zeit.de/2004/31/Aegypten
DIE ZEIT 22.07.2004 Nr.31, S. 3