Moscheen in Hanau
Die Einschätzung Ihrer Dachverbände in Literatur und Presse
vgl.
www.wir-sind-kriche.de/fulda-hanau
http://www.wir-sind-kirche.de/fulda-hanau/Islam_Kirche_Hanau_index.htm
1. Moscheen in Hanau
Um sich einen Überblick über das reichhaltige Spektrum und die verschiedensten Richtungen im Islam zu verschaffen, hat sich der Arbeitskreis "Christlich-islamische Begegnung" die Aufgabe gestellt herauszufinden, welche Moscheen und welche Islamischen Richtungen in Hanau vertreten sind. Das Ergebnis der Bemühungen sieht wie folgt aus (Stand Sommer 2000):
Von den 8 Hanauer Moscheen gehören fünf mehrheitlich dem türkischen Kulturkreis an. Vier der Hanauer Moscheen haben einen Islamischen Arbeitskreis gebildet. Dem Arbeitskreis gehören an:
Eingeladen ist auch die Moschee der Bosnier. Vom Islamischen Arbeitskreis nicht eingeladen werden die Aleviten und der Deutsch-Türkische Freundschaftsverein. Unabhängig vom Arbeitskreis "Christlich Islamische Begegnung" sucht der Islamischen Arbeitskreis von sich aus Kontakt zu christlichen Einrichtungen. Kontinuierliche Kontakte sind daraus nicht entstanden.
2. Die Einschätzung der Dachverbände der Hanauer Moscheen in Literatur und Presse
Um die religiösen Ausrichtungen der einzelnen Hanauer Moscheen besser verstehen zu lernen, befaßte sich der Arbeitskreis "Christlich-islamische Begegnung" mit der Einschätzung ihrer Dachverbände in Literatur und Presse. Hier eine Zusammenfassung:
2.1 Türkisch Islamische Union
Die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) ist abhängig vom Präsidium für Religionsangelegenheiten der Türkischen Republik (DIB).
Bei der DIB handelt es sich um eine dem türkischen Ministerpräsident unterstellte Behörde zur Verwaltung des islamischen Glaubens und seiner Ausübung. Diese Behörden ist zuständig für die Einrichtung und Verwaltung von Moscheen, die Ernennung und Besoldung des dafür erforderlichen Personals, die Herausgabe und Zensur religiösen Schrifttums, die Organisation von Korankursen, die Klärung theologischer Fragen durch verbindliche Rechtsgutachten, die Durchführung der Wallfahrten nach Mekka und vieles mehr. Ausdrücklich gehört auch die religiöse Betreuung der Türken im Ausland zu den Aufgaben der Behörde. Die DIB bildet Imame an türkischen Hochschulen bzw. Fachhochschulen aus.
Da innerhalb der laizistischen Staatsordnung in der Türkei die Verwaltung religiöser Angelegenheiten zu einer staatlichen Aufgage geworden ist, liegt der Schluß nahe, daß damit der Islam indirekt wieder zur Staatsreligion der Türkischen Republik geworden ist.
Vorsitzender der DITIB ist stetes ein Angehöriger der türkischen Botschaft in Deutschland. Damit ist DITIB zwar eine nach deutschem Vereinsrecht eigenständige Organisation, die aber unmittelbar an die Auslandsvertretung des türkischen Staates gebunden ist. Bei dieser von der türkischen Botschaft gesteuerten Organisation kommt das ungute Gefühl einer auf Desintegration ausgerichteten nationalen Politik auf, die immer noch mehr an den Verhältnissen im Herkunftsland als an der Situation des neuen Lebensmittelpunkts der Migranten in der BRD interessiert ist. In der Literatur wird darüber hinaus die Vermutung geäußert, daß DITIB gelegentlich mit dem türkischen Geheimdienst zusammenarbeitet.
Die Vorbeter für die einzelnen Moscheen in Deutschland werden von DIB direkt aus der Türkei entsandt. Sie beherrschen weder die deutsche Sprache und kennen kaum die gesellschaftlichen Lebensbedingungen ihrer Landsleute. Nach 4 5 Jahren werden sie wieder in die Türkei zurück gerufen. Der Hauptsitz von DITIB befindet sich in Köln. DITIB betreibt in der BRD 600 Moscheen mit etwa 400 Imame.
(Quelle: Thomas Lemmen, Türkisch-islamische Organisationen in Deutschland, Altenberg 1998, S. 26;
Hrsg. Lutherisches Kirchenamt und EKD, Was jeder vom Islam wissen muß, S. 118)
2.2. Islamischer Verein
Der Islamischer Verein wird der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e.V. (IGMG) zugerechnet.
Es bestehen enge personelle und inhaltliche Verbindungen zur mittlerweile verbotenen türkischen Wohlfahrtspartei (Refah Partisi RP). Sowohl die frühere Wohlfahrtspartei als auch die IGMG stehen unter der Leitung von Mitgliedern der Familie Erbakan. Vorsitzender der Wohlfahrtspartei und der ihr vorausgehenden und nachfolgenden Parteien war stets der türkische Politiker Necmetin Erbakan. Sein Neffe, Mehemt Sabri Erbakan ist seit dem 12.5.96 Generalsekretär der IGMG.
Der Begriff "Milli Görüs Teskilati" = Nationale Sicht, läßt sich als ein zentraler Begriff in Necmetin Erbakan Grundkonzeption der "Gerechten Ordnung" finden. Milli Görüs versteht sich als Weltanschauung, um auf der Grundlage der Souveränität Gottes zur Errichtung einer "Gerechten Ordnung" zu gelangen. Durch die Anbetung des Einen und durch den freiwilligen Gehorsam wird der Mensch Diener Gottes. Die Bewegung ist islamistisch nationalistisch und "verantwortungsethisch" orientiert.
Milli Görüs ist somit eigentlich ein religiöses Konzept, das im politischen Denken Erbakans die ideologische Voraussetzung der von ihm gelenkten politischen Bewegung geworden ist. Somit handelt es sich bei der Wohlfahrtspartei und ihrer Nachfolgern um eine islamistische Partei, deren Ziel die Errichtung einer auf den Islam basierende Staats- und Gesellschaftsordnung ist. Nach Einschätzung von Autoren versucht Milli Görus über die Methode des Marschs durch die Institutionen die Macht im türkischen Staat zu erlangen.
Die Organisationsstruktur der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e.V. (IGMG) ist schwer zu durchschauen. In Deutschland artikuliert sich die Milli Görüs Bewegung zunächst in der 1976 in Köln gegründeten Türkischen Union Europa e.V., die 1982 in Islamische Union Europa e.V. umbenannt wurde. Im Zuge von Spaltungen unter den Muslimen in Deutschland wurde 1985 die Vereinigung der neuen Weltsicht in Europa e.V. (AMGT) gegründet. 1994/5 erfolgte die Neuorganisation in die Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e.V. (IGMG), die vorwiegend als Personalverband fungiert und in die Europäische Moscheebau und unterstützungs Gemeinschaft e.V. (EMUG), welche vorwiegend die wirtschaftlichen und finanziellen Belange vertritt.
Strukturell unterscheidet sich die Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e.V. (IGMG) in a) rechtlich abhängige Zweigstellen von der Zentrale und b) in selbständige Föderationen, Zentren und Vereine, die als rechtlich eigenständige Organisationen zur IGMG gehören. Schließlich gibt es noch eine Reihe lokaler Moscheevereine, deren Namengebung nicht im entfernteren an die Zugehörigkeit zur IGMG denken läßt. Aufschluß über besetzende Verbindungen geben jedoch Bestimmungen hinsichtlich der Begünstigung im Falle der Auflösung des Vereins. Begünstigt wird oft die IGMG direkt oder Organisationen, die im Fall ihrer Auflösung die IGMG begünstigen.
Der Milli-Görüs-Bewegung haftet seit ihrem Auftreten in der BRD die Verbindung zum Islamismus in Form der türkischen Wohlfahrtspartei an. Nachdem sie einige Jahre in verschiedenen Verfassungsschutzberichten des Bundes und der Länder nicht mehr erwähnt wurde, wird sie seit einiger Zeit wieder als extremistische Organisation geführt. In der Literatur wird Milli Görus Kontake zur Scientology Bewegung nachgesagt.
(Quelle: Thomas Lemmen, Türkisch-islamische Organisationen in Deutschland, Altenberg 1998, S. 22f + 30f;
Hrsg. Lutherisches Kirchenamt und EKD, Was jeder vom Islam wissen muß, S. 118)
2.3. Ümmet Moschee
Die Ümmet Moschee wird dem Verband der islamischen Vereine und Gemeinden e.V. (ICCB), gegründet vom 1995 verstorbenen Cemaldeddin Kaplan in Köln, zugerechnet. Die ICCB hat sich 1984 vom den Vorgängerorganisationen der IGMG abgespalten. In der Literatur wird die ICCB als extrem islamistisch eingeschätzt. Das Ziel der ICCB ist die Abschaffung der Türkischen Republik und die Wiedereinführung des Kalifats in der Türkei. Dies beinhaltet die Abschaffung der nominellen Trennung von Religion und Staat. Dem ICCB steht offenkundige der Islamsichen Republik Iran nahe. Die Bewegung verliert stark Mitglieder, so daß sie weitgehend bedeutungslos geworden ist. Die Hanauer Moschee wurde laut Meldung des Hanauer Anzeiger vom 12.3.99 wegen der mutmaßlichen Beteiligung am vereitelten Anschlag auf das Atatük Mausoleum in Ankara und der angeblichen Verwicklung in die Ermordung eines abtrünnigen Mitglieds im Auftrag der Bundesanwaltschaft durchsucht.
(Quelle: Thomas Lemmen, Türkisch-islamische Organisationen in Deutschland, Altenberg 1998, S. 34f;
Hrsg. Lutherisches Kirchenamt und EKD, Was jeder vom Islam wissen muß, S. 118;
Hanauer Anzeiger, 12.3.99).
2.4. Islamisches Kulturzentren e.V.
Die Moschee in der Lamboystraße wird der Vereinigung Verband Islamischer Kulturzentren (VIKZ) zugerechnet. Der Verband wurde 1973 als Islamisches Kulturzentrum in Köln gegründet. Er gilt als Ableger des Süleymanci Ordens. In der BRD hat der Verband nach eigenen Angeben ca. 200 Gemeindezentren.
Ziel der Süleymanci Bewegung in der Türkei ist nicht die abrupte Islamisierung, sondern vielmehr eine allmähliche Rückkehr des Islam in das öffentliche Leben im Rahmen der bestehenden politischen Verhältnisse.
Der in der BRD wirkende Verband ist weder an das staatliche Präsidium für Religionsangelegenheiten, noch an die islamistische Wohlfahrtspartei gebunden, sondern lediglich an die Organisationsstrukturen der Süleymanci Bewegung in der Türkei. Die Verbindung des VIKZ zur Süleymanci Bewegung läßt sich nur schwer nachweisen. Die Beziehungen des VIKZ zur Süleymanci Bewegung werden vom VIKZ selbst so beschrieben, daß eine formelle Verbindung nicht besteht, während eine geistiges Verbindung nie abgelehnt wurde. Negative Schlagzeilen machte der Verband in den 80er Jahren, unter anderem weil sich VIZK-Hodcas antisemitisch äußerten.
In der deutschen Öffentlichkeit fällt der VIKZ durch seine betonte Aufgeschlossenheit und Dialogbereitschaft auf. Vertreter des VIKZ nehmen seit langem an interreligiösen Veranstaltungen und Begegnungen teil und sind sehr daran interessiert, nicht muslimische Besucher in ihren Gemeinde zu empfangen. Das Deutsche Orientinstitut Hamburg stellt in Frage, ob der VIZK tatsächlich wie er vorgibt offen und dialogbereit ist.
Schwer einzuschätzen ist hingegen, wie sich die internen Steuerungsmechanismen auf die Vereinsarbeit in Deutschland auswirken, da hier die Vorsitzenden von den Vereinsmitgliedern gewählt werden müssen. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, daß dies in einer zumindest inhaltlichen Rückbindung an die Bewegung in der Türkei geschieht. Der VIZK gilt als straff organisiert und zentralistisch geführt.
(Quelle: Thomas Lemmen, Türkisch-islamische Organisationen in Deutschland, Altenberg 1998, S. 36f;
Frankfurter Rundschau, 6.2.99, S. 24
Selbstdarstellung des VIKZ e.V. Köln, September 1997)
2.5. Alevitisches Kulturzentrum
Das Alevitische Kulturzentrum wird der Föderation der Aleviten Gemeinden in Europa e. V. (AABF) zugerechnet. Als Aleviten werden seit dem 19 Jhd. die schiitische Gruppe der Qizilbas in Anatolien, ursprünglich mit der Zwölfer-Schia verwandt, bezeichnet. Die Aleviten, haben eine eigenständige anatolischen (arabischen, türkischen, kurdische) kultische Form entwickelt.
Nach alevitischer Auffassung ignoriert der türkische Staat die Existenz der Aleviten. Außer dem sunnitischen Islam werde keine anderen islamischen Richtungen in der Türkei anerkannt. Die Aleviten erklären, daß sie in der Türkei keine Religionsfreiheit genießen, sondern durch staatliche Maßnahmen gezielt sunnitisiert werden sollen und Unterdrückungen ausgesetzt seinen. Aufgrund der Unterdrückung gab es bisher kaum Aufzeichnungen über die Lehre der Aleviten.
Der Vereinszweck in der BRD besteht in der Wahrung und Förderung des religiösen und kulturellen Identität der Aleviten. In der Türkei gelten die Aleviten als Verfechter des staatlich garantierten Laizismus. Die Säkularisierung der Türkei unter Atatürk hatte für sie eine Befreiung von jahrhundertelanger Vorherrschaft und Unterdrückung durch den sunnitischen Islam bedeutet. Die Politisierung des türkischen Islam wird daher von den Aleviten mit großer Sorge beobachtet. Die Aleviten betonen in Deutschland ihre religiöse Eigenständigkeit. Sie vertreten die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die Verschleierung der Frauen ist ihnen fremd.
(R. Schulze, Geschichte der Islamischen Welt im 20. Jhd., München 1994, S. 417
(Quelle: Thomas Lemmen, Türkisch-islamische Organisationen in Deutschland, Altenberg 1998, S. 42f;
Das Alevitentum, Eine Handreichung über die religiösen und kulturellen Grundlagen der Aleviten aus der Türkei, AABF Köln, Juni 1997)
2.6. Türkisch Deutscher Freundschaftsverein
Diese Moschee kann dem Spektrum der Gruppen ADÜTDF / ATIB / ANF zugerechnet werden. (ADÜTDF Föderation der Türkisch - Demokratischen Idealistenvereine in Europa e.V., ATIB Türkisch Islamische Union in Europa, ANF Europäische Weltordnungsföderation).
Ohne daß eine formale Abhängigkeit besteht, kann die ADÜTDF eindeutig als in der BRD tätige Organisation der Partei der Nationalistischen Bewegung (MPH) des zu Beginn des Jahres 1997 verstorbenen Alparslan Türkes bezeichnet werden. So nahm der frühere MHP - Vorsitzende an den Jahreskongressen der ADÜTDF teil. Als Logo des Vereins dient das auch für die türkischen Nationalisten bekannte Symbol des Grauen Wolfs. In Form des sogenannten Türksich-Islamischen Synthese kam es zu einer Verbindung nationaler mit religiösen Anschauungen. Laut Erkenntnissen des Verfassungsschutzes NRW kann die ADÜTDF als extremistisch eingeschätzt werden.
Von der ADÜTDF spalteten sich 1988 eine Reihe von Vereinen ab und schlossen sich zu einem neuen Verband namens ATIB zusammen Vorsitzender der ATIB ist seither ununterbrochen der frühere Vorsitzenden der ADÜTDF, Musa Serdar Celebi. Diese Neuorganisation wird mit einer Abkehr vom extremen türkischen Nationalismus und einer stärkeren Hinwendung zum Islam erklärt. Im Vordergrund stehe weiterhin die Türkisch - Islamische Synthese, allerdings unter Hervorhebung des Islam.
Wiederum als Abspaltung von ATIB soll 1996 die Europäische Weltordnungsföderation (ANF) hervorgegangen sein. Allem Anschein nach handelt es sich um einer der Großen Einheitspartei (BBP) nahestehende Organisation. Die relativ kleine und bedeutungslose BBP hatte über eine Wahlbündnis mit der Mutterlandspartei (ANAP) den Einzug ins türkische Parlament geschafft, hatte sich dann aber wieder von dieser getrennt. Sie gilt als ausgeprägt nationalistisch - islamische Partei, was Rückschlüsse auf die Ausrichtung der ANF zuließe.
(Thomas Lemmen, Türkisch-islamische Organisationen in Deutschland, Altenberg 1998, S. 40f)
2.7. Moschee der Bosnier
Angaben über die religiöse Ausrichtung und über die Zugehörigkeit zu Verbänden liegen uns derzeit nicht vor. Die Moschee befindet sich im 1. Stock in einem alten Industriegebäude. Nach unserer Kenntnis sind Vertreter der Moschee nur zum Freitagsgebet zu erreichen.
2.8. Islamischer Arbeiter Verein (Moschee Verein der Arbeiter aus Marokko)
Angaben über die religiöse Ausrichtung und über die Zugehörigkeit zu Verbänden liegen uns derzeit nicht vor. Nach unserer Kenntnis sind Vertreter der Moschee nur zum Freitagsgebet zu erreichen.
Bearbeitung: H A Link
3. Weitere Gruppierungen und Angebote für Migranten aus dem islamischen Kulturkreis
Darüber hinaus gibt es in Hanau einige am Islam orientierte Vereine, die kulturelle, bildungsorientierte und pädagogische Förderungen für Muslime anbieten.
Verein der Arbeiter aus der Türkei in Hanau und Umgebung
Nach unserer Kenntnisse hatte dieser Verein Kontakte zur PKK und fühlte sich in erster Linie den politischen Zielen und Forderungen der Kurden verpflichtet. Angaben über die religiöse Ausrichtung und über die Zugehörigkeit zu Verbänden liegen uns derzeit nicht vor.
Unabhängig von der Religionszugehörigkeit bietet in Hanau die Arbeiterwohlfahrt für türkische Migranten Sozialberatung und Unterstützung an.
Bearbeitung: H A Link
4. Können Vertreter von türkischen Moscheen für alle Hanauer Mulsime sprechen?
In Hanau stellen Migranten aus dem türkischen Kulturkreis den größten Anteil der Muslime. Unübersichtlich ist die Mitgliedsstärke der einzelnen Moscheen. Es scheinen Mehrfachmitgliedschaften möglich zu sein. Nach unserer Kenntnis ist die Mehrheit der Hanauer Muslime nicht Mitglied in einer der Moscheen / Vereine. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es in der Stadt zahlreiche Migranten aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern gibt, die sich ebenfalls zum Islam bekennen (Bosnier, Marokkaner, Iraner, Afghanen, Ägypter, ....). Im Islam gibt es ca. 77 verschiedene anerkannte Ausprägungen und Formen. Die Moscheen aus dem türkischen Kulturkreis in ihren unterschiedlichen Ausprägungen können somit keinen Alleinvertretungsanspruch für die Hanauer Muslime erheben.
Bearbeitung: H-A Link