Linzer Laientheologen gegen Rom

 

Die Interessensgemeinschaft der Laientheologen hat bei einer Versammlung gefordert, dass Frauen und Männer zu den Weiheämtern zugelassen werden

 

Linz (www.kath.net)
Die Interessensgemeinschaft der Laientheologen der Diözese Linz hat letzte Woche bei einer Versammlung gefordert, dass Frauen und Männer "in gleicher Weise zu den kirchlichen Weiheämtern" zugelassen werden sollen wie die Linzer Kirchenzeitung berichtet. Damit soll - so die Laientheologen - bestätigt werden, "was in der Praxis vielfach bereits gelebt" werde. Die Forderung, mit der sich die Interessensgemeinschaft gegen Rom stellt, wurde an den Linzer Bischof Ludwig Schwarz übermittelt. In der Begründung meinen die Theologen, dass viele Laientheologinnen "für das Diakonats- und auch Priesteramt geeignet wären". Das Argument der katholische Kirche, dass nur Männer geweiht werden können, wird von den Linzer Theologen abgelehnt, "weil im Licht der theologischen Forschung" das Amt als Ereignis der Kirche zu sehen sei und nicht als unmittelbar vom historischen Jesus eingesetzt. Außerdem meint die Interessensgemeinschaft, der in der Diözese Linz 170 Personen angehören, dass die Repräsentanz Christi durch Amtsträger auf die Person selbst bezogen sei und man vom Mann-sein Jesu unterschieden werden müsse. Der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz gilt allerdings als Gegner der Forderung der Laientheologen.

 

4.5.06

Quelle: http://www.kath.net/detail.php?id=13560

 

Aufruf ist entschiedene Kampferklärung an das Lehramt der Kirche'

 

Linzer Priesterkreis kritisiert Laientheologen wegen Forderung nach Öffnung der Weiheämter für Frauen: "Wer meint, er könne diese Positionen in der katholischen Kirche nicht vertreten, dem steht jederzeit der Weg in andere christliche Gemeinschaften offen

 

Linz (www.kath.net)
Der Linzer Priesterkreis (LPK) weist die Forderung der Laientheologen, dass Frauen und Männer zu den Weiheämtern zugelassen werden, zurück. Die Interessensgemeinschaft der Laientheologen der Diözese Linz hat im April bei einer Versammlung gefordert, dass Frauen und Männer "in gleicher Weise zu den kirchlichen Weiheämtern" zugelassen werden. KATH.NET berichtete. Pfarrer Franz Breid (Höhnhart), der Vorsitzende des LPK, hat am Montag gegenüber KATH.NET zu den Forderungen gemeint: "Da nicht anzunehmen ist, dass die theologisch gebildeten Theologen die Lehre der Kirche nicht kennen, kann ihr Aufruf nur als entschiedene Kampferklärung an das Lehramt der Kirche verstanden werden. Wie kann man aber jemand, der sich in einem wichtigen Bereich gegen Tradition und Lehre der Kirche stellt, von eben dieser Kirche angestellt und gut bezahlt werden?"

 

Breid bezeichnete die von den Laientheologen vertretene Ansicht, dass das Amt als "Ereignis der Kirche gesehen werde könnte und nicht vom historischen Jesus eingesetzt wurde, als "veraltete These." "Wenn die Laien meinen, das Argument aus der Tradition für die Priesterweihe ausschließlich von Männern überzeuge sie nicht, dann steht dahinter ein grundlegender Mangel an theologischen Denken. Im Bereich des Glaubens geht es nicht um die Kraft der Argumente und ihre Plausibilität, sondern letztlich um den Glauben." Der Vorsitzende betont schließlich, dass es nicht angehe, dass in der Kirche gegen unwiderruflich klargestellte Lehrpositionen immer wieder angerannt werde. "Wer meint, er könne diese Positionen in der katholischen Kirche nicht vertreten, dem steht jederzeit der Weg in andere christliche Gemeinschaften offen, die sein Denken vertreten."

 

15.5.06

Quelle: http://www.kath.net/detail.php?id=13651