Rüge für Hartz-Reformen

 

Studie zieht überwiegend negative Bilanz

Die Hartz-Reformen verfehlen laut einer Studie die von Rot-Grün in Aussicht gestellte Wirkung.

Berlin · Die Untersuchung, die das Kabinett am Mittwoch billigte, war von der Bundesregierung in Auftrag gegeben worden. Die Wissenschaftler untersuchten die Reformpakete Hartz I bis III, also nicht die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe (Hartz IV). Das Ergebnis ist zweigeteilt.

Instrumente wie die Personal-Service-Agenturen und die Vermittlungsgutscheine sowie die Bemühungen, Ältere in Arbeit zu bringen, seien gescheitert. Dagegen seien unter anderem die Existenzgründungszuschüsse - "Ich AG" und Überbrückungsgeld - positiv zu bewerten. Zudem gehe die Neustrukturierung bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) "in die richtige Richtung". Thomas Maron

Quelle: Frankfurter Rundschau, 2.2.06, S. 1

 

Klageflut gegen Hartz IV

Die Hartz-IV-Reform hat an den Sozialgerichten zu einer ungeahnten Klageflut geführt. Das sagte der Präsident des Bundessozialgerichtes (BSG), Matthias von Wulffen. Auslöser der bislang 52.088 Verfahren sei der Unmut über die Neuregelungen. DPA

 

Quelle: Frankfurter Rundschau, 2.2.06, S. 4