Kinderpornos in Priesterseminar entdeckt

Österreichische Fahnder haben auf dem Computer eines katholischen
Priesterseminars Fotos mit Kinderpornografie entdeckt. Der Leiter des
Seminars bestreitet, etwas mit den Bildern zu tun zu haben. Die müsse ein
Hacker auf den Rechner geladen haben.

Wien - Acht Mitglieder des Priesterseminars von St. Pölten in
Niederösterreich stehen unter Tatverdacht, berichten Wiener Zeitungen. Ihnen
drohen bis zu sechs Monate Gefängnis. Das belastende Material war den
Angaben zufolge auf dem PC des Seminars gespeichert. Das Passwort zu dem
Computer ("Priester") sei den meisten Seminaristen bekannt gewesen.

Der Leiter des Seminars, Ulrich Küchl, bestreitet indes vehement,
irgendetwas mit den Kinderpornos zu tun zu haben. Die Fotos seien wohl "von
einem Hacker" per Internet auf den PC geladen worden, sagte er bei einer
Vernehmung. Küchl ist bereits gestern von seinem Posten zurückgetreten.

Nach Angaben des österreichischen Nachrichtenmagazins "Profil" ist es in der
Vergangenheit in dem Seminar zu "homosexuellen Übergriffen gekommen". Dabei
seien "Autoritätsverhältnisse missbraucht" worden.

 

6.7.04

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,307503,00.html