Bonn (ddp). Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal
Karl Lehmann, bedauert den Mangel an Sensibilität bei der Veröffentlichung der
Mohammed-Karikaturen. «Satiren oder Karikaturen, die zur Meinungsfreiheit in
demokratischen Gemeinwesen gehören, werden dann problematisch, wenn sie an
Kernbeständen eines religiösen Bekenntnisses rühren", sagte Lehmann am
Freitag der Nachrichtenagentur ddp. Diese seien nach Überzeugung vieler Muslime
in den zuerst in Dänemark veröffentlichten Karikaturen verletzt worden.
Zu den Grundlagen des Zusammenlebens gehöre die Achtung vor dem
religiösen Bekenntnis anderer Menschen. Diese gelte für alle Religionen,
betonte Lehmann. Nach den Worten des Mainzer Kardinals sind jede Anwendung von
Gewalt, alle Aufrufe zum Krieg und zum Boykott entschieden zurückzuweisen.
(ddp)
3. Februar 2006
Quelle: http://de.news.yahoo.com/03022006/336/lehmann-ruft-achtung-religionen.html
Düsseldorf (AFP) - Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen
Katholiken (ZdK), Hans Joachim Meyer, schließt einen Kampf der Kulturen
zwischen aufgebrachten Muslimen und dem Westen nicht aus. Mit Blick auf den
Konflikt über die Mohammed-Karikaturen sagte Meyer der "Rheinischen
Post" (Samstagausgabe): "Ich hoffe, dass es nicht zum Zusammenprall
der Kulturen kommt, aber wohin der aktuelle Konflikt führen wird, ist nicht
vorhersehbar." Der Chef der Organisation katholischer Laien zeigte
Verständnis dafür, dass die Mohammed-Karikaturen gläubige Muslime verletzten.
Kein Verständnis habe er aber für die gewaltsamen muslimischen Reaktionen.
3. Februar 2006
Quelle: http://de.news.yahoo.com/03022006/286/katholiken-praesident-schliesst-kampf-kulturen.html